Das digitale Kräuterbuch —
Wissen, dem man vertrauen kann.
Heilkräuter, Zimmerpflanzen und Giftpflanzen — mit Steckbrief, Saisonkalender, Verbreitungskarte und nachprüfbaren Quellen. Finde in Sekunden die richtige Pflanze für deine Frage.
Alle Pflanzen durchstöbern
Verwendung
Saison
Abendländischer Lebensbaum
(Thuja occidentalis)
1535 rettete ein Aufguss aus jungen Zweigspitzen eine skorbutkranke Schiffsmannschaft — heute ist das nur noch Geschichte.
Acker-Schachtelhalm
(Equisetum arvense)
Reich an Kieselsäure — traditioneller Tee für Niere und Bindegewebe.
Afrikanische Teufelskralle
(Harpagophytum procumbens)
Kalahari-Knolle mit der Bitterstoff-Kralle: Harpagosid aus der sekundären Speicherwurzel wird traditionell bei leichten Gelenkschmerzen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt.
Alant
(Inula helenium)
Bitter-aromatische Wurzel — klassischer Tee bei Husten und Bronchitis.
Alexandriner Senna
(Senna alexandrina)
Ein wärmeliebender Strauch, dessen Blätter und Hülsen seit dem Mittelalter ein bewährtes pflanzliches Abführmittel liefern.
Andorn
(Marrubium vulgare)
Klassischer Hustentee — Arzneipflanze des Jahres 2018.
Anis
(Pimpinella anisum)
Süß-aromatische Samen — verdauungsfördernd und schleimlösend.
Apfel-Geranie
(Pelargonium odoratissimum)
Die weichen, samtigen Blätter duften deutlich nach Apfel — beliebt als Abendtee, im Zuckergebäck und in der Duftpflege.
Arnika
(Arnica montana)
Bewährte äußerliche Anwendung bei Prellungen — nicht einnehmen!
Artischocke
(Cynara scolymus)
Die Artischocke ist eine distelartige, kräftige Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Ashwagandha (Schlafbeere)
(Withania somnifera)
Immergrüner Strauch aus der ayurvedischen Tradition, dessen Wurzel als sogenanntes Adaptogen vor allem bei Stress und Schlafproblemen untersucht wird.
Aubergine
(Solanum melongena)
Die glänzend violette Schale verdankt ihre Farbe dem Anthocyan Nasunin — gegart ergibt sie ein nahrhaftes Gemüse.
Augentrost
(Euphrasia officinalis)
Traditioneller Tee und Augenbad bei gereizten Augen.
Bärlauch
(Allium ursinum)
Im Frühjahr überzieht er schattige Laubwälder mit Knoblauchduft — die jungen Blätter werden roh zu Pesto und Kräuterbutter verarbeitet.
Basilikum
(Ocimum basilicum)
Je nach Sorte duftet es nach Anis, Nelke oder Zitrone — die Chemotypen unterscheiden sich stark im ätherischen Öl.
Beifuß
(Artemisia vulgaris)
Silbrig filzige Blattunterseiten an bis zu zwei Meter hohen Stängeln: Das Bitterkraut regt traditionell die Verdauungssäfte an.
Blauer Eisenhut
(Aconitum napellus)
Helmförmige blaue Blüten auf Bergwiesen — und eine der giftigsten Wildpflanzen Europas: Das Aconitin der Wurzelknolle wirkt schon über die Haut.
Blauer Eukalyptus
(Eucalyptus globulus)
Immergrüner Baum, dessen Blätter und ätherisches Öl traditionell bei Erkältung und Husten zur Befreiung der Atemwege genutzt werden.
Blumenkohl
(Brassica oleracea var. botrytis)
Der weiße Kopf besteht aus Tausenden ungeöffneter Blütenknospen — geerntet wird er von Juli bis Oktober.
Blutwurz
(Potentilla erecta)
Die unscheinbare Wiesenpflanze mit der blutroten Wurzel — ein klassisches Gerbstoff-Heilkraut gegen Durchfall und Mundentzündungen.
Bockshornklee
(Trigonella foenum-graecum)
Riecht bittersüß nach Ahornsirup — die Samen dienen innerlich der Verdauung und äußerlich als warmer Brei-Umschlag.
Boldo
(Peumus boldus)
Ein immergrüner chilenischer Strauch, dessen aromatische Blätter traditionell die Verdauung und den Gallenfluss anregen.
Borretsch
(Borago officinalis)
Blaue Sternblüten und Gurkengeschmack — beliebt in der Grünen Sauce, innerlich aber wegen leberschädlicher Alkaloide nicht empfohlen.
Borstige Taigawurzel
(Eleutherococcus senticosus)
Der bestachelte Wurzelstrauch der sibirischen Taiga - ein klassisches Adaptogen, von der EMA in traditioneller Anwendung bei Erschöpfungssymptomen wie Müdigkeit und Schwäche anerkannt.
Breitwegerich
(Plantago major)
Das trittfeste Wegrandkraut mit den breiten Blättern - traditionelles Erste-Hilfe-Blatt bei Insektenstichen und kleinen Wunden.
Brokkoli
(Brassica oleracea var. italica)
Der grüne Blütenstand wird geerntet, bevor er aufblüht — kurz gegart bleibt das Senfölglykosid Glucoraphanin am besten erhalten.
Brombeeren
(Rubus fruticosus)
Dornige Ranken und tiefschwarze Früchte im Spätsommer — die jungen Blätter ergeben einen gerbstoffreichen Tee.
Capsicum chinense
(Capsicum chinense)
Habanero, Bhut Jolokia, Carolina Reaper: Diese Art hält die Schärfe-Rekorde mit über zwei Millionen Scoville.
Citronella-Geranie
(Pelargonium citrosum)
Wird als Mückenabwehr-Pflanze verkauft — diese Wirkung gilt als widerlegt; als Duftpflanze mit zitronig-rosigem Laub bleibt sie schön.
Dach-Hauswurz
(Sempervivum tectorum)
Wurde einst aufs Dach gepflanzt, um Blitze abzuwehren — der Saft der dicken Blätter kühlt kleine Wunden.
Dieffenbachien
(Dieffenbachia seguine)
„Stummer Stock“ heißt sie nicht ohne Grund: Nadelkristalle im Saft können die Sprache vorübergehend lahmlegen.
Dill
(Anethum graveolens)
Feine, fedrige Blätter und würzige Samen: Dill gehört zu Gurke und Fisch, sein Samentee beruhigt einen blähenden Bauch.
Dornige Hauhechel
(Ononis spinosa)
Spitze Dornen auf mageren Weiden, dazu rosa Schmetterlingsblüten — genutzt wird die Wurzel zur Durchspülung der Harnwege.
Drachenbäume
(Dracaena fragrans)
Kräftiger Stamm mit büscheligen, gebogenen Blättern: eine genügsame Zimmerpflanze, die auch schattige Ecken erträgt.
Duftpelargonie
(Pelargonium graveolens)
Ihre eingeschnittenen Blätter duften beim Berühren nach Rosen — daraus destilliert die Parfümerie das Rosengeranienöl.
Echte Aloe
(Aloe vera)
Zwei Stoffe in einem Blatt: innen das kühlende klare Gel für die Haut, direkt unter der Rinde der bittere gelbe Saft mit ganz anderer Wirkung.
Echte Engelwurz
(Angelica archangelica)
Die „Wurzel der Engel" — eine stattliche aromatische Heilpflanze für Magen und Verdauung.
Echte Kamille
(Matricaria chamomilla)
Am hohlen, gewölbten Blütenboden zu erkennen: Ihr Öl mit Bisabolol steht hinter der Anwendung bei Magen-Darm-Beschwerden.
Echte Katzenminze
(Nepeta cataria)
Katzen reagieren auf ihren Duft, Menschen trinken sie als Tee — ein mild beruhigendes Kraut der alten Bauerngärten.
Echte Nelkenwurz
(Geum urbanum)
Reibt man die frisch gegrabene Wurzel, riecht sie nach Gewürznelken — das Eugenol darin gab ihr den Namen.
Echte Schlüsselblume
(Primula veris)
Nickende goldgelbe Dolden im Frühling — die saponinreiche Wurzel löst zähen Bronchialschleim; die Pflanze steht unter Schutz.
Echte Walnuss
(Juglans regia)
Bekannt für die Kerne im Herbst, medizinisch genutzt werden aber die Blätter: als Bad oder Umschlag bei gereizter Haut.
Echter Baldrian
(Valeriana officinalis)
Der strenge Geruch entsteht erst beim Trocknen — und die Wirkung setzt erst nach zwei bis vier Wochen ein.
Echter Beinwell
(Symphytum officinale)
Der alte Name Wallwurz meint das Zusammenwachsen — als Salbe auf heiler Haut bei Prellungen und Verstauchungen.
Echter Ehrenpreis
(Veronica officinalis)
Unscheinbarer Polsterwuchs in lichten Wäldern — volksheilkundlich als Tee bei Atemwegen und Gelenken genutzt.
Echter Eibisch
(Althaea officinalis)
Die Wurzel steckt voller Schleimstoffe, die heißes Wasser zerstört — deshalb nur als Kaltauszug bei trockenem Reizhusten.
Echter Hopfen
(Humulus lupulus)
Die harzigen Zapfen würzen nicht nur Bier — als Tee gehören sie zu den alten Mitteln bei Einschlafproblemen.
Echter Koriander
(Coriandrum sativum)
Kaum ein Kraut spaltet so sehr: Etwa jeder Achte schmeckt in den frischen Blättern Seife — an den Samen scheiden sich die Geister nicht.
Echter Kümmel
(Carum carvi)
Die sichelförmigen Früchte würzen Brot und Kohl — als Tee lösen Carvon und Limonen Krämpfe im Darm.
Echter Lavendel
(Lavandula angustifolia)
Violette Blütenähren über graugrünem Laub: Linalool und Linalylacetat tragen den Duft, der beim Einschlafen helfen soll.
Echter Lorbeer
(Laurus nobilis)
Die ledrigen Blätter würzen Schmorgerichte und werden vor dem Servieren wieder herausgenommen — ihr Cineol regt die Verdauung an.
Echter Salbei
(Salvia officinalis)
Graugrün-samtige, runzelige Blätter: Als Gurgellösung ist er bei Halsentzündungen anerkannt, als Tee bei starkem Schwitzen.
Echter Seidelbast
(Daphne mezereum)
Duftende rosa Blüten sitzen direkt am kahlen Holz, lange vor den Blättern — der geschützte Strauch ist in allen Teilen stark giftig.
Echter Sellerie
(Apium graveolens)
Knackige, gerippte Stängel aus dichter Rosette — die Phthalide im Samenöl geben das typische Aroma.
Echter Sellerie
(Apium graveolens var. rapaceum)
Die knollige Herbstwurzel des Selleries: roh geraspelt als Rémoulade, gekocht als Suppengrundlage — mit dem typischen Phthalid-Aroma.
Echter Thymian
(Thymus vulgaris)
Der klassische Hustentee bei festsitzendem Schleim — Thymol und Carvacrol verflüssigen ihn und wirken antibakteriell.
Echter Ysop
(Hyssopus officinalis)
Blau blühender Lippenblütler der Klostergärten: Der Aufguss aus dem blühenden Kraut ist ein altes Mittel bei festsitzendem Husten.
Echter Zimt
(Cinnamomum verum)
Ceylon-Zimt: Die getrocknete innere Rinde wärmt Gebäck und Tee — und enthält viel weniger Cumarin als der übliche Cassia-Zimt.
Echtes Eisenkraut
(Verbena officinalis)
Schmale, zart lila Blütenähren in Bauerngärten — eines der ältesten Nervenkräuter Europas.
Echtes Herzgespann
(Leonurus cardiaca)
Das Herzgespann beruhigt das nervöse Herz — die traditionelle „Mutterkraut"-Pflanze der Lippenblütler.
Echtes Johanniskraut
(Hypericum perforatum)
Zerreibt man die gelben Blüten, färben sie die Finger rot — daraus entsteht das traditionelle Rotöl für die Haut.
Echtes Mädesüß
(Filipendula ulmaria)
Cremeweiße Blütenrispen mit süßem Duft an Bachrändern — sie enthalten salicylatähnliche Verbindungen.
Echtes Tausendgüldenkraut
(Centaurium erythraea)
Eine zierliche Wiesenpflanze mit rosa Sternblüten — und eines der bittersten Heilkräuter Europas, traditionell als Magen- und Appetit-Bitterkraut geschätzt.
Edelkastanie
(Castanea sativa)
Geröstete Maronen wärmen den Winter, die Blätter ergeben einen gerbstoffreichen Hustentee — beides seit der Antike genutzt.
Efeutute
(Epipremnum aureum)
Rankt meterlang mit gelb-grün marmorierten Herzblättern und verzeiht wenig Licht ebenso wie unregelmäßiges Gießen.
Einblatt
(Spathiphyllum wallisii)
Weiße, segelartige Hochblätter über dunkelgrünem Laub — eine der beliebtesten Grünpflanzen für Büro und Wohnung.
Eingriffeliger Weißdorn
(Crataegus monogyna)
Dorniger Heckenstrauch mit weißem Blütenschaum im Mai: Blätter und Blüten stützen Herz und Kreislauf, aber erst nach Wochen.
Einjähriges Bingelkraut
(Mercurialis annua)
Zerrieben riecht das Ackerwildkraut eigentümlich nach Fisch — medizinisch spielt es heute keine Rolle mehr.
Engelstrompeten
(Brugmansia arborea)
Die Engelstrompeten (Brugmansia) sind eine Pflanzengattung der Nachtschattengewächse.
Erbse
(Pisum sativum subsp. sativum)
Frisch aus der Hülse schmeckt sie süßer als gekaufte Ware — nach der Ernte wird der Zucker rasch zu Stärke.
Espe
(Populus tremula)
Schon ein Windhauch lässt die Blätter zittern — die Rinde enthält Stoffe, die im Körper zu Salicylaten werden.
Estragon
(Artemisia dracunculus)
Schmale Blätter mit mildem Anisaroma — eines der vier klassischen fines herbes und Grundlage der Sauce Béarnaise.
Europäische Eibe
(Taxus baccata)
Rote, becherförmige Samenmäntel an dunklen Nadeln — die Pflanze ist hochgiftig und liefert zugleich einen Krebswirkstoff.
Europäische Stechpalme
(Ilex aquifolium)
Stachelige Blätter und rote Beeren machen sie zum Weihnachtsschmuck — und zu einer häufigen Vergiftungsursache bei Kindern.
Faulbaum
(Frangula alnus)
Ein dornenloser Strauch, dessen jahrelang gereifte Rinde ein mildes pflanzliches Abführmittel liefert.
Feldulme
(Ulmus minor)
Laubbaum mit ungleichem Blattgrund und geflügelten Früchten — seit Jahrzehnten stark vom Ulmensterben bedroht.
Fenchel
(Foeniculum vulgare)
Feingliedriges Laub und deutlicher Anisduft: Die reifen Früchte enthalten bis zu sechs Prozent ätherisches Öl.
Fensterblatt
(Monstera deliciosa)
Das Fensterblatt begeistert mit seinen riesigen, charakteristisch gelochten Blättern und ist eine der beliebtesten tropischen Zimmerpflanzen.
Fieberklee
(Menyanthes trifoliata)
Wächst am Rand von Moortümpeln, mit zart gefransten weißen Blüten — die Blätter zählen zu den stärksten Bittermitteln.
Flamingoblume
(Anthurium andraeanum)
Die Flamingoblume begeistert mit ihren leuchtend roten, wachsartig glänzenden Hochblättern und blüht bei guter Pflege nahezu das ganze Jahr.
Gänseblümchen
(Bellis perennis)
Fast das ganze Jahr über auf dem Rasen zu finden — als milde Schwester der Arnika wird es zu Salben bei Prellungen verarbeitet.
Garten-Tulpe
(Tulipa gesneriana)
Im Hungerwinter 1944/45 wurden ihre Zwiebeln zur Notnahrung — trotz Auskochen mit vielen Fällen von Übelkeit.
Gartenbohne
(Phaseolus vulgaris var. nanus)
Kniehohe Buschform, die ohne Rankhilfe auskommt — roh sind die Hülsen giftig und müssen zehn Minuten sprudelnd kochen.
Gartenbohne
(Phaseolus vulgaris var. vulgaris)
Die kletternde Form an Stangen und Rankgerüsten — ebenfalls nur gut durchgegart essbar, niemals roh.
Gartenhyazinthe
(Hyacinthus orientalis)
Ein bis zwei Blütenstände füllen ein ganzes Zimmer mit Duft — seit dem 16. Jahrhundert Europas wichtigste Duftzwiebel.
Gartenkürbis
(Cucurbita pepo)
Der Gartenkürbis ist eine kultivierte Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
Gefleckter Schierling
(Conium maculatum)
Rot gefleckter Stängel und Mäusegeruch beim Zerreiben — die Pflanze hinter dem Hinrichtungsgift der Antike.
Geflecktes Lungenkraut
(Pulmonaria officinalis)
Die weiß gefleckten Blätter erinnerten frühere Kräuterkundige an Lungengewebe — daher Name und alte Anwendung bei Husten.
Geigenfeige
(Ficus lyrata)
Die Geigenfeige verzaubert mit ihren riesigen, geigenförmigen Blättern und ist eine der trendigsten Zimmerpflanzen der letzten Jahre.
Gelbe Narzisse
(Narcissus pseudonarcissus)
Aus ihrer Zwiebel wird Galantamin gewonnen, ein zugelassenes Alzheimer-Medikament — die Pflanze selbst ist stark giftig.
Gelber Enzian
(Gentiana lutea)
Die Wurzel gehört zum Bittersten, was Pflanzen hergeben — Amarogentin schmeckt man noch in starker Verdünnung.
Gelber Steinklee
(Melilotus officinalis)
Getrocknet riecht er nach frischem Heu — das Cumarin dahinter macht ihn zur anerkannten Venenpflanze.
Gemeine Alraune
(Mandragora officinarum)
Die verzweigte, oft menschenähnliche Wurzel machte sie zur sagenumwobensten Pflanze Europas — hochgiftig ist sie ebenfalls.
Gemeine Esche
(Fraxinus excelsior)
Bis zu 40 Meter hoch, mit gefiederten Blättern und tiefschwarzen Winterknospen — einer der höchsten Laubbäume Europas.
Gemeine Fichte
(Picea abies)
Die hellgrünen Maiwipferl ergeben einen harzigen Tee — das Nadelöl wird bei Erkältung inhaliert.
Gemeine Hainbuche
(Carpinus betulus)
Wird oft mit der Buche verwechselt, gehört aber zu den Birkengewächsen — kenntlich an sehr hartem Holz und dichtem Heckenwuchs.
Gemeine Nachtkerze
(Oenothera biennis)
Ihre gelben Blüten öffnen sich erst am Abend — aus den Samen wird ein Öl mit viel Gamma-Linolensäure gepresst.
Gemeine Wegwarte
(Cichorium intybus)
Blaue Blüten am Wegrand, im Herbst gegraben — aus der gerösteten Wurzel entstand im 18. Jahrhundert der Zichorienkaffee.
Gemeiner Efeu
(Hedera helix)
Klettert mit Haftwurzeln an Mauern hoch und bleibt immergrün — Extrakte aus den Blättern sind bei Husten gut untersucht.
Gemeiner Goldregen
(Laburnum anagyroides)
Goldgelbe Blütentrauben im Mai, danach erbsenähnliche Hülsen — genau diese Ähnlichkeit macht ihn für Kinder gefährlich.
Gemeiner Odermennig
(Agrimonia eupatoria)
Gelbe Blütenähren, die später als hakige Kletten hängen bleiben: Das gerbstoffreiche Kraut ist als Tee bei leichtem Durchfall anerkannt.
Gemeiner Stechapfel
(Datura stramonium)
Stachelige Fruchtkapseln voller schwarzer Samen: Sie enthalten Tropanalkaloide in stark schwankender, unberechenbarer Menge.
Gemeiner Wacholder
(Juniperus communis)
Die blauschwarzen Beerenzapfen würzen Wild und geben dem Gin seinen Namen — als Aufguss helfen sie der Verdauung.
Gemeines Gänsefingerkraut
(Potentilla anserina)
Silbrig behaartes Kraut der Wegränder: Der gerbstoffreiche Tee ist bei leichtem Durchfall und Regelschmerzen anerkannt.
Gewöhnliche Goldrute
(Solidago virgaurea)
Goldgelbe Blütenrispen im Spätsommer — das Kraut ist als Durchspülungstee für die Harnwege anerkannt.
Gewöhnliche Kuhschelle
(Pulsatilla vulgaris)
Violette, seidig behaarte Glockenblüten auf Kalkmagerrasen — nur getrocknet verwendbar, frisch reizt sie die Haut stark.
Gewöhnliche Osterluzei
(Aristolochia clematitis)
Eine Kesselfalle mit Aasgeruch, die Fliegen zur Bestäubung kurz festhält — ihre historische Nutzung in der Geburtshilfe gilt heute als gefährlich.
Gewöhnliche Pestwurz
(Petasites hybridus)
Migräne-Schutz und Krampflöser – aber nur als PA-freier, standardisierter Extrakt sicher.
Gewöhnliche Robinie
(Robinia pseudoacacia)
Duftende weiße Blütentrauben im Frühsommer und eine viel besuchte Bienenweide — die Blüten nur erhitzt essen.
Gewöhnliche Rosskastanie
(Aesculus hippocastanum)
Kerzenartige Blütenstände im Frühjahr, glänzende Kastanien im Herbst: Ihr Aescin ist heute ein anerkannter Extrakt bei schweren Beinen.
Gewöhnliche Schneebeere
(Symphoricarpos albus)
Weiße, kugelrunde Früchte hängen bis in den Winter — Kinder ließen sie früher knallen, gegessen wurden sie nie.
Gewöhnlicher Blutweiderich
(Lythrum salicaria)
Purpurrote Blütenkerzen an Ufern und Gräben — der Name verweist auf die alte blutstillende Verwendung.
Gewöhnlicher Buchsbaum
(Buxus sempervirens)
Seit der Antike die Leitpflanze formaler Gärten, geschnitten zu Hecken und Figuren — alle Teile sind durch Steroidalkaloide stark giftig.
Gewöhnlicher Erdrauch
(Fumaria officinalis)
Das zarte Ackerkraut, das seit der Antike den Gallefluss anregen und die Verdauung beruhigen soll.
Gewöhnlicher Liguster
(Ligustrum vulgare)
Dichte Gartenhecke mit stark duftenden weißen Rispen — aus den schwarzen Beeren wurde früher Tinte gewonnen.
Gewöhnlicher Löwenzahn
(Taraxacum officinale)
Gelbe Blütenköpfe, die zu Pusteblumen werden — Blätter, Blüten und Wurzel sind allesamt verwendbar.
Gewöhnlicher Spindelstrauch
(Euonymus europaeus)
Im Herbst platzen rosarote Kapseln auf und geben orange Samenmäntel frei — schön anzusehen und in allen Teilen giftig.
Gewöhnliches Hirtentäschel
(Capsella bursa-pastoris)
Die herzförmigen Fruchtschötchen geben ihm den Namen — in der Volksmedizin gilt das Kraut als wichtigstes blutstillendes Mittel.
Gewürznelkenbaum
(Syzygium aromaticum)
Getrocknete, nagelförmige Blütenknospen: Ihr Eugenol betäubt seit jeher schmerzendes Zahnfleisch.
Gewürzvanille
(Vanilla planifolia)
Grün gepflückt riecht die Schote nach fast nichts: Erst Monate der Fermentation setzen das Vanillin frei.
Giersch
(Aegopodium podagraria)
Das nach Möhre und Petersilie duftende Wildgemüse mit dreikantigem Stiel, traditionell gegen Gicht und Rheuma genutzt.
Ginkgo
(Ginkgo biloba)
Fächerförmige Blätter an einem lebenden Fossil, dessen Bauplan sich seit über 200 Millionen Jahren kaum verändert hat.
Ginseng
(Panax ginseng)
Eine ostasiatische Wurzelpflanze, deren Wurzel traditionell als kräftigendes Tonikum genutzt wird und deren Hauptwirkstoffe die Ginsenoside sind.
Goldfruchtpalme
(Dypsis lutescens)
Elegante Zimmerpalme aus Madagaskar: Sie gibt viel Feuchtigkeit an die Raumluft ab und ist für Hund und Katze unbedenklich.
Großblütige Königskerze
(Verbascum densiflorum)
Bis zu zwei Meter hohe Blütenkerze, deren Einzelblüten nur einen Tag offen stehen — gesammelt wird nur die frische Krone.
Große Brennnessel
(Urtica dioica)
Die Brennhaare kennt jeder — die jungen Blätter sind mineralstoffreich und dienen der Durchspülung der Harnwege.
Große Kapuzinerkresse
(Tropaeolum majus)
Feurig-pfeffrige essbare Blüten: Ihr Senföl kommt bis in den Harn und hemmt dort krankmachende Keime.
Großer Wiesenknopf
(Sanguisorba officinalis)
Dunkelrote, walzenförmige Köpfchen auf Feuchtwiesen — im Volksmund Blutströpfchen, die Wurzel ist stark gerbstoffhaltig.
Großfrüchtige Moosbeere
(Vaccinium macrocarpon)
Leuchtend rote Moorbeere aus Nordamerika: Cranberrysaft und -extrakt werden zur Vorbeugung wiederkehrender Blasenentzündungen eingesetzt - der Nutzen ist belegt, aber moderat und nicht für jeden gleich.
Grüne Minze
(Mentha spicata)
Warm und leicht süß statt kühl: Ihr hoher Carvon-Anteil unterscheidet sie deutlich von der Pfefferminze.
Grüner Kardamom
(Elettaria cardamomum)
Aromatisches Gewürz aus Südindien, dessen Samen traditionell verdauungsfördernd verwendet werden.
Grünlilie
(Chlorophytum comosum)
Grasartig gestreifte Blätter und Ableger an langen Trieben — die vielleicht anspruchsloseste Zimmerpflanze für Anfänger.
Gummibaum
(Ficus elastica)
Große, ledrig glänzende Blätter mit roter Scheide an jeder Triebspitze — sein Latex lieferte früher Kautschuk.
Gundermann
(Glechoma hederacea)
Kriechender Bodendecker mit nierenförmigen Blättern, der beim Zerreiben würzig-minzig duftet.
Gurke
(Cucumis sativus)
Rund 95 Prozent Wasser — das erfrischendste Sommergemüse, roh, eingelegt oder als kühlende Scheibe auf müden Augen.
Hänge-Birke
(Betula pendula)
Weiße, papierartig abblätternde Rinde und hängende Zweige: Die jungen Blätter sind als Durchspülungstee bei leichten Harnwegsbeschwerden anerkannt.
Harfensträucher
(Plectranthus barbatus)
In Brasilien falso boldo genannt — die Wurzel enthält Forskolin, das die Zellen zu mehr cAMP anregt.
Heidelbeere
(Vaccinium myrtillus)
Nur getrocknet wirkt sie arzneilich: 5 bis 10 Gramm helfen bei leichtem Durchfall, frisch ist sie einfach Obst.
Herbstzeitlose
(Colchicum autumnale)
Nackte violette Blüten im Herbst, Laubblätter erst im Frühjahr — die Knolle liefert Colchicin und ist hochgiftig.
Honigmelonen-Salbei
(Salvia elegans)
Seine Blätter duften unverkennbar nach reifer Ananas — dazu leuchtend rote Blüten, die ebenfalls verwendet werden.
Huflattich
(Tussilago farfara)
Goldgelbe Köpfe schon im März, lange vor den hufförmigen Blättern — von der Wildpflanze wird heute abgeraten.
Hundsrose
(Rosa canina)
Aus den zartrosa Heckenblüten reifen im Herbst Hagebutten mit bis zu zwei Prozent Vitamin C.
Indischer Flohsamen
(Plantago ovata)
Die quellenden Samenschalen aus Indien - ein sanftes, EMA-anerkanntes Quellmittel bei chronischer Verstopfung und bei Beschwerden, die einen weichen Stuhl erfordern.
Indischer Wassernabel
(Centella asiatica)
Kriechendes Tigergras aus den Feuchtgebieten Asiens: Die Triterpensaponine Asiaticosid und Madecassosid machen das Kraut traditionell zum Mittel bei kleinen Wunden und Hautreizungen, standardisierter Extrakt bei schweren Beinen.
Indischer Weihrauch
(Boswellia serrata)
Das aromatische Rindenharz des indischen Salaibaums - seine Boswelliasäuren werden in standardisierten Extrakten bei Arthrose und entzündlichen Gelenkbeschwerden geprüft. Ein uraltes Räucherharz mit moderner, aber noch begrenzter Studienlage.
Indisches Basilikum
(Ocimum tenuiflorum)
In Indien als heilige Pflanze in Tempelhöfen gezogen: Tulsi duftet würziger und schärfer als mediterranes Basilikum.
Ingwer
(Zingiber officinale)
Die Schärfe kommt von Gingerolen und Shogaolen — anerkannt ist die Anwendung bei Übelkeit und Reisekrankheit.
Isländisches Moos
(Cetraria islandica)
Eine Flechte, kein Moos: Der schleimreiche, zugleich bittere Lagerkörper ist ein EMA-anerkanntes traditionelles Mittel zur Reizlinderung im Mund- und Rachenraum, bei trockenem Reizhusten und bei vorübergehendem Appetitmangel.
Kalifornischer Mohn
(Eschscholzia californica)
Leuchtend orangefarbener Mohn aus Kalifornien — kein Verwandter des Schlafmohns im Sinne von Opium: enthält kein Morphin. Das Kraut wird traditionell zur Linderung von leichtem nervlichem Stress und als Einschlafhilfe verwendet.
Kapland-Pelargonie (Umckaloabo)
(Pelargonium sidoides)
Südafrikanische Pelargonie mit dunkelroten Blüten – ihre Wurzel liefert den Umckaloabo-Extrakt EPs 7630 zur traditionellen Linderung von Erkältungsbeschwerden.
Karotte
(Daucus carota subsp. sativus)
Das kräftige Orange kommt vom Beta-Carotin — die Speicherwurzel liefert außerdem Pektin, Kalium und Vitamin K1.
Kartoffel
(Solanum tuberosum)
Nur die Knolle ist essbar — grüne Stellen und Keime enthalten Solanin und gehören großzügig weggeschnitten.
Katzenbart (Indischer Nierentee, Java-Tee)
(Orthosiphon aristatus)
Tropisches Lippenblütler-Kraut mit langen, katzenbartartigen Staubblättern; das Blatt wird als Java-Tee zur Durchspülung der Harnwege getrunken.
Klatschmohn
(Papaver rhoeas)
Papierdünne rote Blütenblätter, die oft nach wenigen Tagen abfallen — Sinnbild der Getreidefelder im Frühsommer.
Kleinblütige Königskerze
(Verbascum thapsus L.)
Die wollig behaarte Königskerze liefert reizlindernde Blüten, die als milder Hustentee bei Erkältung und Halskratzen geschätzt werden.
Kleines Immergrün
(Vinca minor)
Glänzender Bodendecker mit blauvioletten Blüten an schattigen Rändern — alle Teile gelten als giftig.
Kletten-Labkraut
(Galium aparine)
Winzige Widerhaken lassen es an Kleidung und Fell hängen bleiben — daher der Zweitname Klebkraut.
Knoblauch
(Allium sativum)
Der Geruch entsteht erst beim Zerdrücken: Aus geruchlosem Alliin wird dann schwefelhaltiges Allicin.
Kohlrabi
(Brassica oleracea var. gongylodes)
Keine Wurzel, sondern ein verdickter Spross über der Erde: Die milde Knolle schmeckt roh am besten, samt der zarten Herzblätter.
Kolbenfaden
(Aglaonema commutatum)
Silbrig gemusterte Blätter, die auch mit wenig Licht auskommen — in Asien ein Glücksbringer, sein Saft reizt jedoch Haut und Schleimhaut.
Kopfsalat
(Lactuca sativa var. capitata)
Feste, runde Köpfe aus dicht geschichteten Blättern — mit rund 95 Prozent Wasser sehr kalorienarm.
Kornblume
(Centaurea cyanus)
Ihr leuchtendes Blau stammt vom Farbstoff Protocyanin und macht sie zum Schmuck vieler Teemischungen wie Lady Grey.
Kornelkirsche
(Cornus mas)
Gelbe Blüten lange vor dem Laub, ab August leuchtend rote Steinfrüchte für Mus und Sirup — herb-sauer und reich an Vitamin C.
Kreuzkümmel
(Cuminum cyminum)
Warm und leicht bitter durch Cuminaldehyd — das Rückgrat vieler Küchen von Nordafrika bis Indien.
Kriechende Quecke
(Elymus repens)
Ausdauerndes Wildgras mit aggressiven weißen Ausläufern - im Garten ein hartnäckiges Unkraut, dessen gewaschenes Rhizom traditionell die Harnwege mild durchspült.
Kurkuma
(Curcuma longa)
Das Orange-Gelb des Wurzelstocks färbt Hände und Töpfe dauerhaft: Curcumin gibt die Farbe und steht im Mittelpunkt der Forschung.
Lauch
(Allium porrum)
Milder Verwandter der Zwiebel: Der weiße Schaft aus eng gerollten Blattscheiden würzt Suppen und Eintöpfe von Herbst bis Winter.
Lein
(Linum usitatissimum)
Die schleimreichen Samen quellen im Darm zu einem Gel — ein sanftes, gut belegtes Mittel bei Verstopfung.
Liebstöckel
(Levisticum officinale)
Sein Aroma erinnert an Suppenwürze — daher der Spitzname Maggikraut; genutzt wird vor allem die Wurzel.
Lorbeerkirsche
(Prunus laurocerasus)
Die häufigste Gartenhecke Mitteleuropas — Blätter und Kerne setzen beim Zerkauen Blausäure frei.
Maiglöckchen
(Convallaria majalis)
Süßer Duft und weiße Glöckchen im Mai — dahinter stecken herzwirksame Glykoside, die schon in kleiner Menge gefährlich sind.
Mais
(Zea mays)
Neben den Körnern wird der Maisbart genutzt: die feinen Griffelfäden als Tee bei Harnwegsbeschwerden.
Mangold
(Beta vulgaris subsp. vulgaris var. cicla)
Breite Blätter auf kräftig gefärbten Stielen: Blatt und Stiel gart man getrennt, weil sie unterschiedlich lange brauchen.
Mariendistel
(Silybum marianum)
Weiß geäderte Blätter, der Legende nach von Marias Milch — ihre Früchte liefern den Leberwirkstoff Silymarin.
Mistel
(Viscum album)
Kugeliger Halbschmarotzer hoch in den Baumkronen, im Winter geerntet — ihre Extrakte werden in der Krebsbegleitung erforscht.
Mojito-Minze
(Mentha × villosa)
Weiche, apfelig duftende Blätter — die karibische Minze, die dem Mojito ihren Namen gibt.
Molchschwanz
(Houttuynia cordata)
Herzförmige Blätter mit auffälligem Geruch: In der chinesischen Medizin heißt das Kraut Yu Xing Cao und dient bei Atemwegsbeschwerden.
Mönchspfeffer
(Vitex agnus-castus)
Seit der Antike Symbol der Keuschheit — heute ein evidenzbasiertes Frauenheilmittel beim prämenstruellen Syndrom.
Moringa (Meerrettichbaum)
(Moringa oleifera)
Schnellwachsender Tropenbaum, dessen nährstoffreiche Blätter als Nahrungsergänzung beworben werden — die Humanevidenz ist jedoch begrenzt.
Mutterkraut
(Tanacetum parthenium)
In der britischen Volksheilkunde seit dem 18. Jahrhundert zur Vorbeugung von Migräne — ein bis zwei Blätter täglich.
Myrrhe (Echte Myrrhe)
(Commiphora myrrha)
Das rötlich-braune Öl-Gummiharz eines dornigen Wüstenbaums - seit dem Altertum als Räucherwerk und Wundmittel geschätzt.
Oleander
(Nerium oleander)
Schmückt mediterrane Terrassen mit rosa Blütendolden — und zählt zu den giftigsten Zierpflanzen Europas.
Olivenbaum
(Olea europaea)
Knorrige, jahrhundertealte Stämme prägen den Süden — genutzt werden nicht nur die Früchte, sondern auch die bitteren Blätter.
Oregano
(Origanum vulgare)
Erst getrocknet entfaltet das Kraut sein volles, scharf-würziges Aroma — getragen von Carvacrol und Thymol.
Paprika
(Capsicum annuum)
Reife rote Früchte liefern rund dreimal so viel Vitamin C wie Orangen — das Carotinoid Capsanthin sorgt für die kräftige Farbe.
Passionsblume
(Passiflora incarnata)
Die exotische Schönheit aus Amerika — ihr Kraut beruhigt sanft bei nervöser Unruhe und unterstützt den Schlaf.
Pastinak
(Pastinaca sativa)
Erst nach dem ersten Frost wird die Wurzel süß und nussig — deshalb erntet man sie vom Spätherbst bis in den Winter.
Petersilie
(Petroselinum crispum)
Krause oder glatte Blätter mit rund 160 mg Vitamin C je 100 g — eines der nährstoffreichsten Küchenkräuter.
Pfefferminze
(Mentha × piperita)
Die Pfefferminze ist eine Heil- und Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen, die zur Familie der Lippenblütler gehören.
Phalaenopsis
(Phalaenopsis spp.)
Schmetterlingsförmige Blüten, die monatelang halten — die meistverkaufte Orchidee für die Fensterbank.
Philodendren
(Philodendron hederaceum)
Herzförmige, glänzende Blätter an kletternden Trieben — pflegeleicht, wegen Oxalatkristallen aber nichts zum Anknabbern.
Polpala
(Aerva lanata)
Ayurvedisches Steinbrecher-Kraut aus Sri Lanka: als Aufguss bei Harngrieß überliefert — und nur als kurze Kur von höchstens sieben Tagen.
Pontischer Rhododendron
(Rhododendron ponticum)
Große violette Blütentrauben — Nektar und Honig enthalten Grayanotoxine, die Schwindel und Erbrechen auslösen können.
Purpur-Sonnenhut
(Echinacea purpurea)
Purpurne, herabhängende Zungenblüten um eine kegelige Mitte — Presssaft aus dem Kraut ist das bekannteste Erkältungsmittel der Gattung.
Quitte
(Cydonia oblonga)
Roh hart und herb, gekocht honigartig duftend: die aromatischste Frucht des Herbstes, reich an Pektin für Gelee.
Radieschen
(Raphanus sativus var. sativus)
Klein, rot und scharf: Die Knolle ist schon nach wenigen Wochen erntereif — auch das Laub lässt sich essen.
Ratanhia
(Krameria lappacea)
Die gerbstoffreiche rote Andenwurzel - ein klassisches adstringierendes Mittel für Mund- und Zahnfleischentzündungen.
Rhabarber
(Rheum rhabarbarum)
Der Rhabarber — mehrjährige Knöterich-Pflanze mit säuerlichen Stielen. WICHTIG: Blätter sind durch Oxalsäure giftig, nur Stiele essbar.
Ricinus communis
(Ricinus communis)
Aus den bunt gemusterten Samen wird Rizinusöl gepresst — die Samen selbst enthalten das hochgiftige Rizin.
Ringelblume
(Calendula officinalis)
Leuchtend orange Blütenköpfe, aus denen die klassische Wundsalbe der europäischen Hausapotheke gerührt wird.
Ritterstern
(Hippeastrum vittatum)
Die getriebene Zwiebel öffnet mitten im Winter große sternförmige Blüten — hübsch im Wohnzimmer, aber in allen Teilen giftig.
Roselle (Hibiskus)
(Hibiscus sabdariffa)
Aus den fleischigen Kelchblättern dieser Malvenpflanze wird der säuerlich-rote Hibiskustee bereitet, der in Studien eine leichte blutdrucksenkende Wirkung zeigte.
Rosenkohl
(Brassica oleracea var. gemmifera)
Rosenkohl bzw.
Rosenwurz (Rosenwurzel)
(Rhodiola rosea)
Arktisch-alpine Sukkulente mit rosenduftendem Wurzelstock – traditionelles Adaptogen, das bei vorübergehenden Stresssymptomen wie Müdigkeit und Schwäche eingesetzt wird.
Rosmarin
(Rosmarinus officinalis)
Nadelartige Blätter mit harzigem Duft — als Tee bei Verdauungsbeschwerden, als Badezusatz bei müden Muskeln.
Rotbuche
(Fagus sylvatica)
Glatte silbergraue Rinde und kupferrotes Herbstlaub: Aus den dreikantigen Bucheckern lässt sich ein öliges Mus pressen.
Rote Bete
(Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva)
Die tiefrote Knolle färbt alles, was sie berührt: Betanin gibt die Farbe, ihr Nitratgehalt brachte sie in den Sportlerküchen zu Ruhm.
Roter Fingerhut
(Digitalis purpurea)
Eine prächtige Waldpflanze, deren herzwirksame Glykoside die Medizin prägten – und die zugleich tödlich giftig ist.
Rotkohl
(Brassica oleracea convar. capitata var. rubra)
Rotkohl und Kabes, Rotkraut, Blaukraut, Blau- bzw.
Rucola
(Eruca sativa)
Gezackte Jungblätter mit scharf-nussigem Biss — die Schärfe stammt vom Senfölglykosid Glucoerucin.
Ruprechtskraut (Stinkender Storchschnabel)
(Geranium robertianum)
Das streng riechende, gerbstoffreiche Wildkraut der Hecken und Mauern, seit jeher Volksheilmittel bei Durchfall und Wunden.
Saat-Hafer
(Avena sativa)
Grünes Kraut im Sommer, reifes Korn als Flocken: Das Beta-Glucan des Hafers dämpft den Blutzuckeranstieg nach dem Essen.
Saat-Hohlzahn
(Galeopsis segetum)
Ein unscheinbares gelbblütiges Ackerkraut, dessen kieselsäurereiches Kraut früher als sanftes Hustenmittel bei leichten Atemwegskatarrhen genutzt wurde.
Sanddorn
(Hippophae rhamnoides)
Orangerote Beeren an dornigen Dünensträuchern: eine der vitamin-C-reichsten heimischen Früchte, oft Zitrone des Nordens genannt.
Sansevieria
(Dracaena trifasciata)
Steife, gelb-grün gebänderte Blätter, die fast jede Vernachlässigung verzeihen — in Afrika wurden ihre Fasern zu Schnüren gedreht.
Schafgarbe
(Achillea millefolium)
Bitterstoffe für die Verdauung, traditionell auch zur Wundpflege.
Schlangen-Knöterich
(Bistorta officinalis)
Der schlangenartig gewundene Wurzelstock enthält bis zu 36 Prozent Gerbstoff — damit eines der stärksten pflanzlichen Adstringentien Europas.
Schlehdorn
(Prunus spinosa)
Weiße Blüten am dornigen Zweig lange vor dem Laub — die blauen Früchte werden erst nach dem Frost genießbar.
Schneerose
(Helleborus niger)
Öffnet ihre weißen Blüten mitten im Winter, oft noch im Schnee — der Wurzelstock diente früher als Niespulver und ist giftig.
Schnittlauch
(Allium schoenoprasum)
Hohle Röhrenblätter und kugelige lila Blüten, die man mitessen kann — dazu reichlich Vitamin K1.
Schnittsalat
(Lactuca sativa var. crispa)
Bildet keine festen Köpfe, sondern lockere Rosetten — man erntet Blatt für Blatt von Mai bis Oktober.
Schöllkraut
(Chelidonium majus)
Altes Warzenmittel mit gelb-orangem Milchsaft – innerlich jedoch lebertoxisch und mit Vorsicht zu behandeln.
Schwarze Johannisbeere
(Ribes nigrum)
Fast schwarze Beeren in dichten Rispen, reich an Vitamin C — auch die Blätter ergeben einen eigenen Tee.
Schwarze Tollkirsche
(Atropa belladonna)
Süß schmeckende schwarze Beeren, benannt nach der Schicksalsgöttin Atropos — eine der gefährlichsten Giftfallen europäischer Wälder.
Schwarzer Holunder
(Sambucus nigra)
Duftende weiße Dolden im Juni, schwarze Beeren im Herbst — der Blütentee ist das klassische Mittel bei Erkältung.
Schwarzer Pfeffer
(Piper nigrum)
Tropische Kletterpflanze, deren getrocknete Früchte als Pfefferkörner weltweit als Gewürz dienen und den scharfen Wirkstoff Piperin enthalten.
Schwarzer Rettich
(Raphanus sativus var. niger)
Schwarze Schale, scharfes weißes Fleisch: Der Saft ist als Mittel bei träger Verdauung und Gallenbeschwerden anerkannt.
Schwarzes Bilsenkraut
(Hyoscyamus niger)
Schon in der Antike als starkes Rauschmittel gefürchtet — eines der giftigsten heimischen Nachtschattengewächse.
Schwertfarn
(Nephrolepis exaltata)
Bogig herabhängende Wedel für Ampeln und Badezimmer — er braucht Feuchtigkeit und ist für Hund und Katze ungiftig.
Silber-Weide
(Salix alba)
Aus ihrer Rinde stammt das Salicin — der pflanzliche Vorläufer der Acetylsalicylsäure.
Sommer-Bohnenkraut
(Satureja hortensis)
Heißt Bohnenkraut, weil es traditionell zu Hülsenfrüchten gehört — scharf-würzig durch Carvacrol und Thymol.
Sommerlinde
(Tilia platyphyllos)
Blüht zwei bis vier Wochen früher als die Winterlinde — beide liefern denselben klassischen Schwitztee.
Spinat
(Spinacia oleracea)
Der Ruf als Eisenwunder beruht auf einem alten Messfehler — kurzes Blanchieren senkt die Oxalsäure spürbar.
Spitzlappiger Frauenmantel
(Alchemilla vulgaris)
Gefaltete Blätter, in deren Mitte morgens Tautropfen glitzern — im Mittelalter fast magisch, heute ein gerbstoffreicher Tee.
Spitzwegerich
(Plantago lanceolata)
Das Erste-Hilfe-Kraut vom Wegrand: frisch zerquetscht auf den Insektenstich, getrocknet als Tee bei Husten.
Stechender Mäusedorn
(Ruscus aculeatus)
Immergrüner Stachelstrauch mit blattartigen Sprossen und roten Beeren; sein Rhizom stärkt traditionell die Venen bei schweren, müden Beinen.
Stevia
(Stevia rebaudiana)
Die Guaraní nannten sie süßes Kraut: Ihre Blätter schmecken 200- bis 300-mal süßer als Zucker, ganz ohne Kalorien.
Stieleiche
(Quercus robur)
Die im Frühjahr geschälte junge Rinde zählt mit bis zu 20 Prozent Gerbstoff zu den stärksten Adstringentien.
Süßholz
(Glycyrrhiza glabra)
Die süße Wurzel lindert traditionell Husten und Magenbeschwerden — wegen ihres Glycyrrhizins aber nur kurzzeitig anzuwenden.
Tagetes
(Tagetes patula)
Klassische Beetnachbarin von Tomaten: Ihre Wurzeln geben Stoffe ab, die Wurzelälchen im Boden zurückdrängen.
Teestrauch
(Camellia sinensis)
Immergrüner Strauch, aus dessen Blättern grüner, schwarzer und weißer Tee gewonnen wird.
Tomate
(Solanum lycopersicum)
Die Tomate, in Österreich sowie in Südtirol auch der Paradeiser bzw.
Traubensilberkerze
(Actaea racemosa)
Der schwarze Wurzelstock einer nordamerikanischen Waldpflanze mit weißen Blütenkerzen - traditionell bei Wechseljahresbeschwerden wie Schwitzen, Schlafstörungen und nervöser Reizbarkeit, jedoch mit seltenen, ernsten Leberwarnungen.
Verpiss-dich-Pflanze
(Plectranthus caninus)
2001 als Katzenschreck vermarktet — belastbare Studien fehlen, Verbraucherschützer hielten die Werbung für irreführend.
Virginische Zaubernuss
(Hamamelis virginiana)
Blüht ungewöhnlich spät, von September bis November, mit schmalen gelben Fäden — Rinde und Blätter pflegen gereizte Haut.
Vogelbeere
(Sorbus aucuparia)
Orangerote Beerentrauben im Herbst: Erntereif werden sie erst nach dem ersten Frost, roh sind sie schwer bekömmlich.
Vogelmiere
(Stellaria media)
Das vitaminreiche Wildkraut, das fast ganzjährig wächst und seit jeher juckende Haut kühlt.
Wald-Erdbeere
(Fragaria vesca)
Winzige Früchte mit ungleich intensiverem Duft als die Gartenerdbeere — auch die Blätter ergeben einen Tee.
Waldkiefer
(Pinus sylvestris)
Kenntlich an der rötlich-orangen Rinde im oberen Stamm — junge Triebe und Nadelöl befreien die Atemwege.
Waldmeister
(Galium odoratum)
Erst beim Antrocknen entsteht der Heuduft, der die Maibowle prägt — verantwortlich ist das enthaltene Cumarin.
Wasserschierling
(Cicuta virosa)
Eine der tödlichsten Pflanzen Europas – schon ein Bissen der Wurzelknolle kann durch Cicutoxin heftige Krämpfe auslösen.
Wechselblättriges Zyperngras
(Cyperus alternifolius)
Eine Sumpfpflanze aus der Familie der Sauergrasgewächse, kultiviert als dekorative, schirmförmige Zimmerpflanze.
Weihnachtsstern (Pflanze)
(Euphorbia pulcherrima)
Die roten „Blütenblätter“ sind gefärbte Hochblätter, keine Blüten — der milchige Saft reizt Haut und Augen.
Weinraute
(Ruta graveolens)
Uralte Schutz- und Heilpflanze mit strengem Duft – heute wegen Giftigkeit und Phototoxizität nur noch historisch interessant.
Weinrebe (Rote Weinrebe)
(Vitis vinifera)
Das rote Herbstlaub der Weinrebe stärkt die Venen - anerkannt bei chronischer Venenschwäche mit schweren, müden Beinen.
Weiße Taubnessel
(Lamium album)
Die sanfte Schwester der Brennnessel: weiße Lippenblüten, die seit jeher Schleimhäute beruhigen.
Weißer Germer
(Veratrum album)
Wird beim Wurzelgraben immer wieder mit dem Gelben Enzian verwechselt — mit teils tödlichem Ausgang.
Weißkohl
(Brassica oleracea convar. capitata var. alba)
Der feste weiße Kopf hält den ganzen Winter: roh als Krautsalat, milchsauer vergoren als Sauerkraut, als Blattauflage ein altes Hausmittel.
Wermut
(Artemisia absinthium)
Eine der bittersten Heilpflanzen — klassisches Magenbittermittel mit thujonbedingter Vorsicht aus der Absinth-Geschichte.
Wilde Karde
(Dipsacus fullonum)
Ihre stacheligen Köpfe rauten jahrhundertelang Wollstoff auf — daher der Name; heute steht die Wurzel im Mittelpunkt.
Wilde Malve
(Malva sylvestris)
Blätter und Blüten stecken voller Schleimstoffe, die sich wie ein Film über gereizte Schleimhäute legen.
Wildes Stiefmütterchen
(Viola tricolor)
Dreifarbige Blüten in Violett, Gelb und Weiß — Tee und Bäder gehören zur alten Anwendung bei unreiner Haut.
Winterlinde
(Tilia cordata)
So heiß wie möglich getrunken: Lindenblütentee ist der klassische Schwitztee zu Beginn einer Erkältung.
Wirsing
(Brassica oleracea convar. capitata var. sabauda)
Wirsing, in Österreich Kohl und in der Schweiz Wirz genannt, ist ein Kopfkohl und eine Kulturvarietät des Gemüsekohls.
Wurzelpetersilie
(Petroselinum crispum subsp. tuberosum)
Kräftige weiße Pfahlwurzel statt Blattwerk: Mit rund 130 mg Vitamin C zählt sie zu den reichsten Wurzelgemüsen.
Zamioculcas zamiifolia
(Zamioculcas zamiifolia)
Dick-fleischige, glänzende Fiederblätter, die wochenlange Trockenheit verzeihen — die genügsamste Zimmerpflanze überhaupt.
Zimmer-Alpenveilchen
(Cyclamen persicum)
Zurückgebogene Blüten über marmorierten Blättern von Oktober bis März — die Knolle darunter ist giftig.
Zitronengras
(Cymbopogon citratus)
Der Zitronenduft kommt nicht von Zitrusfrüchten, sondern vom Citral im ätherischen Öl der schmalen Halme.
Zitronenmelisse
(Melissa officinalis)
Ein zerriebenes Blatt duftet sofort nach Zitrone — in der Volksmedizin heißt sie darum auch Nervenkraut.
Zitronenstrauch
(Aloysia citrodora)
Ein Streifen über die schmalen Blätter genügt für intensiven Zitronenduft — als Aufguss traditionell bei Unruhe und Einschlafproblemen.
Zucchini
(Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina)
Wird jung geerntet, solange Schale und Kerne weich sind — auch die gelben Blüten lassen sich füllen und braten.
Zuckererbse
(Pisum sativum convar. saccharatum)
Wird samt Hülse gegessen: Die dickwandigen Schoten knacken frisch vom Strauch und schmecken ausgesprochen süß.
Zwiebel
(Allium cepa)
Beim Anschneiden setzt der schichtige Speicherkörper Schwefelverbindungen frei: Küchenklassiker und altes Hausmittel bei Husten.