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Rote Bete
VorsichtBeetroot · (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva)
Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Beschreibung
Die Rote Bete, auch Rote Beete oder Rote Rübe, in der Schweiz Randen, in einigen Teilen Österreichs, Bayerns und Südbadens auch Rahne genannt, ist eine Kulturform der Rübe und gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Alle Kulturrüben werden heute in der Unterart Beta vulgaris subsp. vulgaris zusammengefasst, die Rote Bete zählt zur Conditiva-Gruppe.
- RohWurzelInnerlichVolksmedizin
Roh geriebene Rote Bete (z. B. als Rohkostsalat mit Zitrone und Olivenöl) liefert Betalaine, Folat, Mangan und Nitrat in maximaler Konzentration, da Hitze diese Stoffe teilweise abbaut. Volksheilkundlich wird rohe Rote Bete als leberaktives, verdauungsförderndes Gemüse geschätzt. Die Schale kann mitverzehrt werden (gut bürsten), enthält ebenfalls Pigmente.
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- RohWurzelInnerlichKlinische Studie
Rote-Bete-Saft (ca. 200–500 ml täglich aus frischen Knollen gepresst) ist die am besten untersuchte Form zur Nutzung des hohen Nitratgehalts. Mehrere randomisiert-kontrollierte Studien zeigen eine signifikante Senkung des systolischen Blutdrucks (–3 bis –10 mmHg) sowie verbesserte Ausdauerleistung durch erhöhte mitochondriale Effizienz und verringerten O2-Bedarf der Muskulatur. Der Effekt ist dosisabhängig und setzt nach ca. 2–3 Stunden ein. Kein Ersatz für blutdrucksenkende Medikamente.
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- RohWurzelInnerlichTraditionell
Gegarte Rote Bete — gedünstet, gekocht oder im Ofen geröstet — ist die klassische Zubereitungsform als Beilage, in Suppen (Borschtsch, Labskaus) oder als Salat. Beim Garen werden Zellwände aufgebrochen und die Betalaine für den Körper besser verfügbar, jedoch nimmt der Nitratgehalt und der Folatgehalt leicht ab. Rote Bete kann mit Schale gegart und danach abgezogen werden.
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- RohWurzelInnerlichVolksmedizin
Fermentierte Rote Bete (Kwas burakowy / Rote-Bete-Kvass): Die Knolle wird in Scheiben geschnitten, mit Wasser, Salz und optional etwas Roggensauerteig angesetzt und 2–5 Tage bei Raumtemperatur fermentiert. Das leicht säuerliche, tiefrote Getränk ist reich an Milchsäurebakterien und wird traditionell in Osteuropa als Probiotikum und Verdauungstonikum getrunken. Betalaine bleiben beim Fermentieren weitgehend erhalten.
- RohBlattInnerlichVolksmedizin
Rote-Bete-Blätter (Bete-Tops) sind vollwertig essbar: junge Blätter roh in Salaten, ältere blanchiert oder gedünstet wie Spinat oder Mangold. Sie enthalten mehr Eisen, Calcium und Vitamin K als die Knolle selbst und sind reich an Beta-Carotin. In der Küche oft unterschätzt — in der traditionellen osteuropäischen und mediterranen Küche selbstverständliche Beigabe.
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- GewürzWurzelInnerlichVolksmedizin
Rote Bete als natürlicher Lebensmittelfarbstoff: Betanin (E 162) wird aus der Knolle gewonnen und als Farbstoff für Joghurts, Säfte, Süßigkeiten und Fertiggerichte eingesetzt. In der Hausküche färbt frischer Rote-Bete-Saft oder -Püree Nudelteig, Brotteig und Glasuren intensiv dunkelrot bis violett. Der Farbstoff ist hitze- und pH-empfindlich — bei pH > 7 verblasst er und wird bei > 80 °C instabil.
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- RohWurzelInnerlichVolksmedizin
Traditionell gilt Rote Bete in der Volksmedizin als blutreinigendes und leberstärkendes Gemüse. Einige kleinere Studien deuten auf hepatoprotektive Wirkungen der Betalaine hin (antioxidativer Schutz der Leberzellen), jedoch fehlt robuste klinische Evidenz. Die Anwendung als Nahrungsmittel in der Volksmedizin ist dokumentiert und entspricht dem folk-Evidenzlevel.
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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)