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Foto von Mangold

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Mangold

Vorsicht

Chard · (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. cicla)

Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)

Beschreibung

Mangold, deutschschweizerisch Krautstiel genannt, ist eine Gemüse­pflanze. Sie ist eine Kulturform der Rübe, verwandt mit der Zuckerrübe, der Futterrübe und der Roten Rübe, und stammt von der an Küstensäumen wachsenden Wilden Rübe oder See-Mangold ab. Sie gehört zur Unterfamilie der Betoideae in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).

  • RohBlattInnerlichKlinische Studie

    Mangoldblätter gehören zu den nährstoffreichsten Gemüsepflanzen Mitteleuropas. Pro 100 g Frischgewicht enthalten sie ca. 830 µg Vitamin K (> 600 % des Tagesbedarfs), ca. 6.100 IU Vitamin A als Provitamin-Carotinoide und ca. 30 mg Vitamin C. Zudem sind Magnesium (ca. 81 mg/100 g), Eisen (ca. 1,8 mg/100 g), Kalium (ca. 379 mg/100 g) und Mangan (ca. 0,37 mg/100 g) gut vertreten. Roh in Salaten oder als Wrap-Ersatz verwendbar; gekocht wie Spinat blanchiert, gedünstet oder in Suppen und Eintöpfen. Junge, zarte Blätter haben den geringsten Oxalsäuregehalt und eignen sich am besten für den Rohverzehr.

    Anleitung & Dosierung

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  • RohBlattInnerlichKlinische Studie

    Mangold ist eine der besten pflanzlichen Vitamin-K-Quellen überhaupt (ca. 830 µg/100 g). Vitamin K ist essenziell für die Blutgerinnung (Faktoren II, VII, IX, X), die Knochenmineralisierung (Osteocalcin) und reguliert Gefäßverkalkung (Matrix-Gla-Protein). Besonders relevant für Personen mit Vitamin-K-Mangel oder erhöhtem Osteoporoserisiko. Achtung: Bei Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten (Phenprocoumon, Warfarin) muss der Verzehr konstant gehalten werden, da schwankende Mengen den INR-Wert beeinflussen.

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  • RohBlattInnerlichTraditionell

    In der Volksmedizin verschiedener Kulturen (Dalmatien, Türkei, Naher Osten) gilt Mangold als magenfreundliches und leberunterstützendes Gemüse. Der Babylonische Talmud preist den gekochten Mangold als gut für Herz, Augen und insbesondere den Darm. Flavonoide (Vitexin, Kaempferol) sowie Betain in den Blättern werden mit antioxidativer und hepatoprotektiver Wirkung assoziiert — wissenschaftliche Humandaten sind bisher begrenzt. Traditionell auch als mildes Abführmittel bei Verdauungsträgheit bekannt.

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  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Mangold war historisch in Mittelmeerländern und Mitteleuropa ein wichtiges Wintergemüse (Frühjahrsmangel-Prävention). Die Kombination aus Eisen, Folat und Vitamin C macht Mangold zu einer traditionell empfohlenen Speise bei Erschöpfungszuständen und zur Unterstützung der Blutbildung — wenngleich die Eisenresorption durch die enthaltene Oxalsäure eingeschränkt ist. Blanchieren verbessert die Eisenverfügbarkeit, weil lösliche Oxalate teilweise ins Kochwasser übergehen.

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  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    In der Volksmedizin Südosteuropas wird ein Aufguss aus getrockneten Mangoldblättern gelegentlich bei Verdauungsbeschwerden, milden Leberproblemen und zur Stärkung der Gallenbildung eingesetzt. Die phytochemische Basis (Betain, Flavonoide) ist plausibel, klinische Belege für den Teeaufguss fehlen. Kalte oder lauwarme Zubereitung (kein Kochen) soll die empfindlichen Flavonoide besser erhalten.

    Anleitung & Dosierung

    3–5 g getrocknete Mangoldblätter mit 200 ml heißem Wasser (nicht kochend, ca. 80 °C) übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 1–2 Tassen täglich, nicht länger als 2 Wochen am Stück.

    Trockenmenge
    35 g
    Anwendungen/Tag
    2×

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  • UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin

    In der mediterranen und osteuropäischen Volksmedizin werden blanchierte oder leicht erwärmte Mangoldblätter als Wickel auf entzündliche Hautreizungen, leichte Verbrennungen (Grad I) und schlecht heilende Wunden gelegt. Die kühlende, feuchte Blattmasse soll Entzündung mindern und Heilung fördern. Kein Ersatz für medizinische Wundversorgung.

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  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Durch den hohen Magnesium- (ca. 81 mg/100 g) und Kaliumgehalt wird Mangold in der Ernährungslehre als unterstützend für Muskel- und Nervenfunktion sowie die Regulation des Elektrolythaushalts eingestuft. Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion, Proteinsynthese und Knochenerhalt bei. Traditionell empfehlen Naturheilkundler Mangold bei Krämpfen und Erschöpfung, was durch den Magnesiumgehalt phytochemisch begründbar ist.

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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