Donum ∞ Dei
Foto von Rote Bete

© Evan-Amos · CC0 · Commons

Rote Bete

Vorsicht

Beetroot · (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva)

Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)

Beschreibung

Die Rote Bete ist die Knollenform der Rübe und färbt durch ihr Betalain-Pigment Betanin alles tiefrot, was sie berührt — als Lebensmittelfarbstoff trägt derselbe Stoff die Nummer E 162. Geerntet wird vom Sommer bis in den Spätherbst. Roh geraspelt liefert sie am meisten Folat und Nitrat, gegart werden die Zellwände aufgebrochen und die Farbstoffe besser verfügbar. Am besten untersucht ist der Saft: Mehrere kontrollierte Studien fanden nach regelmäßigem Trinken einen um 3 bis 10 mmHg niedrigeren oberen Blutdruckwert sowie eine bessere Ausdauerleistung — die Grundlage ist die Umwandlung von Nitrat zu Stickstoffmonoxid, das die Gefäße weitet. Auch die Blätter sind vollwertig essbar und enthalten mehr Eisen und Calcium als die Knolle selbst. Harmlos, aber überraschend: Bei etwa jedem achten Menschen färbt sich nach dem Essen der Urin rot.

  • RohWurzelInnerlichVolksmedizin

    Roh geriebene Rote Bete (z. B. als Rohkostsalat mit Zitrone und Olivenöl) liefert Betalaine, Folat, Mangan und Nitrat in maximaler Konzentration, da Hitze diese Stoffe teilweise abbaut. Volksheilkundlich wird rohe Rote Bete als leberaktives, verdauungsförderndes Gemüse geschätzt. Die Schale kann mitverzehrt werden (gut bürsten), enthält ebenfalls Pigmente.

    Quellen: [1] [4] [6]

  • RohWurzelInnerlichKlinische Studie

    Rote-Bete-Saft (ca. 200–500 ml täglich aus frischen Knollen gepresst) ist die am besten untersuchte Form zur Nutzung des hohen Nitratgehalts. Mehrere randomisiert-kontrollierte Studien zeigen eine signifikante Senkung des systolischen Blutdrucks (–3 bis –10 mmHg) sowie verbesserte Ausdauerleistung durch erhöhte mitochondriale Effizienz und verringerten O2-Bedarf der Muskulatur. Der Effekt ist dosisabhängig und setzt nach ca. 2–3 Stunden ein. Kein Ersatz für blutdrucksenkende Medikamente.

    Quellen: [1] [2] [3]

  • RohWurzelInnerlichTraditionell

    Gegarte Rote Bete — gedünstet, gekocht oder im Ofen geröstet — ist die klassische Zubereitungsform als Beilage, in Suppen (Borschtsch, Labskaus) oder als Salat. Beim Garen werden Zellwände aufgebrochen und die Betalaine für den Körper besser verfügbar, jedoch nimmt der Nitratgehalt und der Folatgehalt leicht ab. Rote Bete kann mit Schale gegart und danach abgezogen werden.

    Quellen: [1] [5] [6]

  • RohWurzelInnerlichVolksmedizin

    Fermentierte Rote Bete (Kwas burakowy / Rote-Bete-Kvass): Die Knolle wird in Scheiben geschnitten, mit Wasser, Salz und optional etwas Roggensauerteig angesetzt und 2–5 Tage bei Raumtemperatur fermentiert. Das leicht säuerliche, tiefrote Getränk ist reich an Milchsäurebakterien und wird traditionell in Osteuropa als Probiotikum und Verdauungstonikum getrunken. Betalaine bleiben beim Fermentieren weitgehend erhalten.

    Quellen: [4] [5]

  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    Rote-Bete-Blätter (Bete-Tops) sind vollwertig essbar: junge Blätter roh in Salaten, ältere blanchiert oder gedünstet wie Spinat oder Mangold. Sie enthalten mehr Eisen, Calcium und Vitamin K als die Knolle selbst und sind reich an Beta-Carotin. In der Küche oft unterschätzt — in der traditionellen osteuropäischen und mediterranen Küche selbstverständliche Beigabe.

    Quellen: [1] [4] [6]

  • GewürzWurzelInnerlichVolksmedizin

    Rote Bete als natürlicher Lebensmittelfarbstoff: Betanin (E 162) wird aus der Knolle gewonnen und als Farbstoff für Joghurts, Säfte, Süßigkeiten und Fertiggerichte eingesetzt. In der Hausküche färbt frischer Rote-Bete-Saft oder -Püree Nudelteig, Brotteig und Glasuren intensiv dunkelrot bis violett. Der Farbstoff ist hitze- und pH-empfindlich — bei pH > 7 verblasst er und wird bei > 80 °C instabil.

    Quellen: [5] [6] [7]

  • RohWurzelInnerlichVolksmedizin

    Traditionell gilt Rote Bete in der Volksmedizin als blutreinigendes und leberstärkendes Gemüse. Einige kleinere Studien deuten auf hepatoprotektive Wirkungen der Betalaine hin (antioxidativer Schutz der Leberzellen), jedoch fehlt robuste klinische Evidenz. Die Anwendung als Nahrungsmittel in der Volksmedizin ist dokumentiert und entspricht dem folk-Evidenzlevel.

    Quellen: [4] [5]

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