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🌱 Was ist Permakultur?

Permakultur ist die Kunst, Pflanzen so zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig stärken — wie in einem natürlichen Wald. Statt einzelner Reihen mit Monokultur arbeitet man mit kleinen Pflanzen-Gemeinschaften, in denen jede Pflanze eine Funktion erfüllt.

Inspiriert von Sepp Holzer (Tirol, Permakultur-Pionier), Bill Mollison (Tasmanien, Erfinder des Begriffs „Permaculture"), und Toby Hemenway (USA, „Gaia's Garden").

Der Begriff stammt von Bill Mollison und David Holmgren, die ihn in den 1970er Jahren aus „permanent agriculture" bildeten. Gemeint ist eine Anbauweise, die nicht jedes Jahr bei null anfängt, sondern ein System aufbaut, das sich zunehmend selbst trägt: mehrjährige Pflanzen statt jährlicher Neuanlage, Bodendeckung statt offener Erde, geschlossene Kreisläufe statt zugekaufter Betriebsmittel.

Für eine Heilpflanzen-Datenbank ist das mehr als eine Randnotiz. Ein großer Teil der klassischen Heilkräuter ist mehrjährig oder versamt sich selbst — Melisse, Beinwell, Schafgarbe, Frauenmantel, Salbei. Sie passen in Randbereiche, unter Obstbäume und an Beeteinfassungen, wo einjähriges Gemüse nicht funktioniert, und liefern dort jahrelang ohne viel Zutun.

Die Übersicht unten ordnet die Pflanzen dieser Datenbank nach ihrer Funktion im System: Stickstoffsammler, Bodendecker, Bienenweide, Mulchlieferant, Schädlingsabwehr. Eine Pflanze kann mehrere Aufgaben zugleich übernehmen — genau darauf zielt die Bauweise ab.

Die 7 Funktionen

Stickstoff-Fixierer

Hülsenfrüchte (Bohne, Erbse, Klee) holen Stickstoff aus der Luft und düngen den Boden gratis.

Schädlings-Abwehr

Aromatische Pflanzen wie Tagetes, Knoblauch, Basilikum vertreiben Schadinsekten.

Bodendecker

Kürbis, Kapuzinerkresse beschatten den Boden, halten ihn feucht und unterdrücken Unkraut.

Bestäuber-Magnet

Borretsch, Lavendel, Ringelblume locken Bienen + Hummeln an für bessere Ernten.

Nährstoff-Sammler

Beinwell und Brennnessel ziehen Nährstoffe aus 1.5 m Tiefe nach oben — als Mulch beste Düngung.

Hohe Schicht

Hoch (Mais, Sonnenblume), Mittel (Tomate), Niedrig (Salat) — alle nutzen dasselbe Beet optimal.

Mikroklima-Schöpfer

Steine speichern Wärme, hohe Pflanzen geben Windschutz — schafft Wohlfühl-Zonen für empfindliche Arten.

3 Sepp-Holzer-Prinzipien

  1. 1.

    Vielfalt statt Reihen

    Polykultur ist stabiler als Monokultur.

  2. 2.

    Multifunktional denken

    Jede Pflanze sollte 2-3 Funktionen erfüllen.

  3. 3.

    Beobachten vor Eingreifen

    Die Natur weiß meist, was sie tut.

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