Mischkultur — welche Pflanzen nebeneinander passen
Mischkultur heißt, verschiedene Arten bewusst nebeneinander zu setzen, statt jedes Beet mit einer einzigen zu belegen. Der Gedanke ist alt und einfach: Pflanzen, die unterschiedlich tief wurzeln, nehmen sich das Wasser nicht weg. Pflanzen mit kräftigem Duft können Schädlinge irritieren, die ihre Wirtspflanze am Geruch finden. Und Hülsenfrüchtler sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft, von dem die Nachbarn mitprofitieren.
Die bekannteste Kombination ist Möhre und Zwiebel: Der Zwiebelgeruch stört die Möhrenfliege, der Möhrengeruch die Zwiebelfliege. Klassisch sind außerdem Bohne mit Bohnenkraut, Tomate mit Basilikum und Kohl mit Sellerie. Umgekehrt gelten enge Verwandte als schlechte Nachbarn, weil sie dieselben Nährstoffe ziehen und dieselben Krankheiten teilen — Kartoffel und Tomate etwa gehören beide zu den Nachtschattengewächsen.
Ehrlich bleiben muss man bei der Beweislage. Ein Teil dieser Regeln ist gut untersucht, etwa die Wirkung von Tagetes-Wurzeln gegen Wurzelälchen. Vieles andere stammt aus Erfahrung und Überlieferung und ist nie kontrolliert geprüft worden. Mischkultur ersetzt weder guten Boden noch die Fruchtfolge — sie ist ein Werkzeug unter mehreren, kein Ersatz für die Grundlagen.
Mischkultur — wer wächst mit wem?
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71 Pflanzen mit Mischkultur-Daten
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