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Foto von Edelkastanie

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Edelkastanie

Vorsicht

Sweet chestnut · (Castanea sativa)

Buchengewächse (Fagaceae)

Beschreibung

Geröstet an kalten Wintertagen sind die stärkereichen Maronen seit der Antike ein Grundnahrungsmittel Südeuropas und liefern glutenfreies Mehl für Brot und Pasta. Weniger bekannt ist die Nutzung der im Sommer geernteten Blätter: Ihr hoher Gehalt an Gerbstoffen wie Castalagin und Vescalagin sowie an Flavonoiden macht sie zu einem traditionellen Husten- und Keuchhustentee mit adstringierender, schleimlösender Wirkung; ein starker Blätterabsud dient zudem als Gurgellösung bei Halsschmerzen. Die Rinde enthält besonders hohe Mengen hydrolysierbarer Gerbstoffe, denen im Labor entzündungshemmende und gefäßschützende Eigenschaften nachgewiesen wurden. Frische Blätter fanden volksmedizinisch auch als Umschlag bei Wunden und Hautreizungen Verwendung. Bei bekannter Nuss- oder Kastanienallergie sind die Früchte zu meiden; sehr hohe Dosen des gerbstoffreichen Blättertees können die Eisenaufnahme hemmen, weshalb er nicht dauerhaft in großen Mengen getrunken werden sollte.

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Blättertee bei Keuchhusten und Husten: Die getrockneten Blätter der Edelkastanie enthalten Tannine und Flavonoide mit adstringierender, antitussiver und schleimlösender Wirkung. Volksmedizinisch weit verbreitet bei Keuchhusten, Bronchitis und Halsschmerzen.

    Anleitung & Dosierung

    10–25 g getrocknete Blätter in 500 ml kochendes Wasser geben, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3× täglich eine Tasse trinken.

    Trockenmenge
    1025 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [2] [3] [4]

  • GurgelnBlattÄußerlichVolksmedizin

    Gurgellösung bei Halsschmerzen und Entzündungen: Der tanninreiche Blätterabsud wirkt adstringierend auf die Rachenschleimhaut und lindert Entzündungen. Auch bei Fieber und Ague (Wechselfieber) volksmedizinisch verwendet.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [2] [3]

  • RohFruchtInnerlichVolksmedizin

    Maronen als Nahrungsmittel: Die Früchte sind reich an Stärke (bis 45 % TG), arm an Fett und glutenfrei. Sie liefern Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Geröstete oder gekochte Kastanien sind seit der Antike ein Grundnahrungsmittel in Südeuropa.

    Quellen: [2] [5]

  • GewürzFruchtInnerlichVolksmedizin

    Kastanienmehl als Kochzutat: Getrocknete und gemahlene Kastanien ergeben ein glutenfreies Mehl, das für Brot, Pasta und Pfannkuchen verwendet wird. Besonders für Menschen mit Zöliakie geeignet.

    Quellen: [2] [5]

  • TinkturRindeÄußerlichTraditionell

    Rindenextrakt bei Kreislauf- und Hautproblemen: Die Rinde enthält hohe Mengen an hydrolysierbaren Tanninen (Ellagitannine: Castalagin, Vescalagin) mit antiatherogenen, antithrombotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften. In vitro und im Tiermodell belegt.

    Quellen: [1] [3]

  • UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin

    Blätterumschlag bei Wunden und Hautproblemen: Frische oder leicht gedämpfte Blätter werden als Umschlag auf Wunden, Hautausschläge oder entzündliche Hautveränderungen gelegt. Die Gerbstoffe wirken adstringierend und wundheilend.

    Quellen: [3] [4]

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Blättertee bei Durchfall: Die adstringierenden Gerbstoffe der Kastanienblätter (Castalagin, Vescalagin, Ellagsäure) hemmen übermäßige Darmperistaltik und lindern leichte Durchfälle. Volksmedizinisch in Südeuropa verbreitet.

    Quellen: [1] [2]

Verbreitung in Europa

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