Donum ∞ Dei
Foto von Gewöhnlicher Blutweiderich

© BS Thurner Hof · CC BY-SA 3.0 · Commons

Gewöhnlicher Blutweiderich

Lythrum salicaria · (Lythrum salicaria)

Weiderichgewächse (Lythraceae)

Beschreibung

Mit seinen leuchtend purpurroten Blütenständen säumt der Gewöhnliche Blutweiderich im Hochsommer Ufer, Gräben und feuchte Wiesen – schon der Name verweist auf die traditionelle blutstillende Wirkung. Das blühende Kraut der Weiderichgewächse enthält reichlich Gerbstoffe, bis zu 14 Prozent in den Blüten, die adstringierend auf Schleimhäute wirken. Bereits Dioskurides beschrieb eine Abkochung der Wurzel bei Ruhr und Blutungen, und bis heute wird Tee aus dem blühenden Kraut volksmedizinisch bei Durchfall eingesetzt, da die Gerbstoffe die Darmschleimhaut zusammenziehen. Äußerlich kommen starke Aufgüsse als Umschlag bei Wunden, Ekzemen und Hautinfektionen sowie als Gurgellösung bei Halsschmerzen zum Einsatz; traditionell wurde der Tee auch bei zu starker Menstruationsblutung getrunken. In der heutigen Kräutermedizin dient eine Tinktur als konzentriertes Gerbstoffpräparat bei Reizdarmbeschwerden. In üblicher Teedosierung von zwei bis vier Gramm täglich gilt Blutweiderich als gut verträglich; empfindliche Mägen sollten wegen des hohen Gerbstoffgehalts mit kleinen Mengen beginnen.

  • TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Tee aus dem blühenden Kraut (Abkochung oder Aufguss) wird volksmedizinisch bei Durchfall und Ruhr eingesetzt. Die hohen Gerbstoffgehalte (bis 14 % in Blüten) wirken adstringierend auf die Darmschleimhaut und hemmen sekretorische Vorgänge.

    Anleitung & Dosierung

    2–4 g getrocknetes Kraut mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen; 2–3× täglich.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [1] [2] [4]

  • TeeWurzelInnerlichVolksmedizin

    Abkochung der Wurzel (1–3 g auf 250 ml Wasser) war traditionell bei Ruhr und Blutfluss gebräuchlich, wie bereits Dioscurides berichtete. Die Wurzel enthält ca. 9 % Gerbstoffe.

    Anleitung & Dosierung

    1–3 g Wurzel 15 Minuten in 250 ml Wasser abkochen, abseihen.

    Trockenmenge
    13 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [1] [3] [4]

  • UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Umschläge mit einem starken Tee aus blühendem Kraut wurden äußerlich auf Wunden, Geschwüre, Ekzeme und Hautinfektionen (Impetigo) aufgelegt. Die adstringierende und antimikrobielle Wirkung unterstützt die Wundheilung.

    Quellen: [2] [3]

  • GurgelnKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Gurgeln mit Blutweiderich-Tee wurde bei Halsschmerzen und Rachenentzündungen angewendet. Die Gerbstoffe ziehen die Schleimhäute zusammen und verringern Entzündungsreize.

    Quellen: [2] [3]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Traditionell wurde Blutweiderich-Tee bei zu starker Menstruationsblutung eingesetzt. Die styptischen (blutstillenden) Eigenschaften werden auf den hohen Gerbstoff- und Flavonoidgehalt zurückgeführt.

    Quellen: [2] [4]

  • BadKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Sitzbäder oder lokale Bäder mit Blutweiderich-Extrakt wurden volksmedizinisch bei Scheidenproblemen (Ausfluss) und perianalen Beschwerden genutzt. PFAF nennt zudem die Anwendung bei Ekzem.

    Quellen: [2] [3]

  • TinkturKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Tinktur aus dem blühenden Kraut wird heute in der Kräutermedizin als Gerbstoff-Konzentrat verwendet — intern bei Reizdarmbeschwerden, extern als antiseptischer Umschlag.

    Quellen: [2] [4]

Verbreitung in Europa

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