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Gewöhnlicher Blutweiderich
Lythrum salicaria · (Lythrum salicaria)
Weiderichgewächse (Lythraceae)
Beschreibung
Der Gewöhnliche Blutweiderich ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Blutweideriche (Lythrum) innerhalb der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae).
- TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell
Tee aus dem blühenden Kraut (Abkochung oder Aufguss) wird volksmedizinisch bei Durchfall und Ruhr eingesetzt. Die hohen Gerbstoffgehalte (bis 14 % in Blüten) wirken adstringierend auf die Darmschleimhaut und hemmen sekretorische Vorgänge.
Anleitung & Dosierung
2–4 g getrocknetes Kraut mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen; 2–3× täglich.
- Trockenmenge
- 2–4 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
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- TeeWurzelInnerlichVolksmedizin
Abkochung der Wurzel (1–3 g auf 250 ml Wasser) war traditionell bei Ruhr und Blutfluss gebräuchlich, wie bereits Dioscurides berichtete. Die Wurzel enthält ca. 9 % Gerbstoffe.
Anleitung & Dosierung
1–3 g Wurzel 15 Minuten in 250 ml Wasser abkochen, abseihen.
- Trockenmenge
- 1–3 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
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- UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Umschläge mit einem starken Tee aus blühendem Kraut wurden äußerlich auf Wunden, Geschwüre, Ekzeme und Hautinfektionen (Impetigo) aufgelegt. Die adstringierende und antimikrobielle Wirkung unterstützt die Wundheilung.
- GurgelnKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Gurgeln mit Blutweiderich-Tee wurde bei Halsschmerzen und Rachenentzündungen angewendet. Die Gerbstoffe ziehen die Schleimhäute zusammen und verringern Entzündungsreize.
- TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Traditionell wurde Blutweiderich-Tee bei zu starker Menstruationsblutung eingesetzt. Die styptischen (blutstillenden) Eigenschaften werden auf den hohen Gerbstoff- und Flavonoidgehalt zurückgeführt.
- BadKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Sitzbäder oder lokale Bäder mit Blutweiderich-Extrakt wurden volksmedizinisch bei Scheidenproblemen (Ausfluss) und perianalen Beschwerden genutzt. PFAF nennt zudem die Anwendung bei Ekzem.
- TinkturKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Tinktur aus dem blühenden Kraut wird heute in der Kräutermedizin als Gerbstoff-Konzentrat verwendet — intern bei Reizdarmbeschwerden, extern als antiseptischer Umschlag.