Donum ∞ Dei
Foto von Waldmeister

© Jerzy Opioła · CC BY-SA 4.0 · Commons

Waldmeister

Vorsicht

Galium odoratum · (Galium odoratum)

Rötegewächse (Rubiaceae)

Beschreibung

Erst beim Antrocknen entfaltet Waldmeister seinen charakteristischen Heuduft nach frisch gemähtem Gras, der auf das enthaltene Cumarin zurückgeht und die Pflanze zur bekannten Zutat der Maibowle gemacht hat. Geerntet wird das Kraut kurz vor und während der Blüte im Mai und Juni, wenn auch Iridoide wie Asperulosid sowie Gerbstoffe enthalten sind. Volksheilkundlich wird ein leichter Aufguss abends bei Unruhe und Einschlafproblemen getrunken, traditionell auch bei Verdauungs- und Leberbeschwerden. Wegen des Cumaringehalts von bis zu einem Prozent in der Trockenmasse sollte die tägliche Aufnahme begrenzt bleiben, da größere Mengen Kopfschmerzen und Benommenheit auslösen und bei häufigem Verzehr die Leber belasten können. Feucht gelagertes Kraut kann zudem das stark blutverdünnende Dicumarin bilden, weshalb Waldmeister stets trocken und nur in Maßen verwendet werden sollte.

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Aufguss aus getrocknetem Kraut (1–2 g pro Tasse) bei Nervosität, Schlafstörungen und Spannungskopfschmerzen. Die Iridoidglykoside (Asperulosid) und das aus Cumaringlykosiden entstehende Cumarin wirken leicht sedativ und krampflösend.

    Anleitung & Dosierung
    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

    Quellen: [1] [2] [3]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinisch bei Leberleiden, Gallenwegserkrankungen und Ikterus eingesetzt. Die krampflösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften der Iridoidglykoside (Asperulosid, Monotropein) stützen diesen Einsatz.

    Anleitung & Dosierung
    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    3 Wochen

    Quellen: [2] [3]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Als mildes Diuretikum bei leichten Harnwegsreizungen und zur unterstützenden Durchspülungstherapie eingesetzt. Die Cumarinderivate wirken gefäßerweiternd und fördern die Nierendurchblutung.

    Anleitung & Dosierung
    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    Quellen: [2] [3]

  • UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Abgekühlter Aufguss oder frisch zerquetschtes Kraut als feuchte Kompresse bei kleinen Wunden, Hautreizungen und Verbrennungen leichten Grades. In-vitro-Studien belegen antioxidative und wundheilungsfördernde Eigenschaften der Polyphenole.

    Quellen: [1] [5]

  • GewürzKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Kurz welkes oder maximal 2–24 Stunden vorgetrocknetes frisches Kraut als Aromageber in der Maibowle und Kräuterlikören. Maximal 3–3,5 g frisches Kraut pro Liter (BfR-Empfehlung, Cumarin ≤ 0,1 mg/kg Körpergewicht/Tag). Trockenes Kraut verliert durch Sublimation einen Teil des Cumarins.

    Quellen: [1] [4]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinisch bei Venenschwäche und Krampfadern eingesetzt. Cumarin und Rutin stabilisieren die Kapillarwände und hemmen die Blutgerinnung moderat; bei Einnahme von Gerinnungshemmern kontraindiziert.

    Quellen: [2] [6]

Verbreitung in Europa

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