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Foto von Gemeines Gänsefingerkraut

© Walter Siegmund (talk) · CC BY-SA 3.0 · Commons

Gemeines Gänsefingerkraut

Argentina anserina · (Potentilla anserina)

Rosengewächse (Rosaceae)

Beschreibung

Das Gänsefingerkraut kriecht mit langen, wurzelnden Ausläufern über Wegränder, Ufer und beweidete Flächen. Kennzeichnend sind die gefiederten Blätter, deren Unterseite durch dichte Behaarung silbrig glänzt — daher der englische Name silverweed —, dazu einzeln stehende gelbe Blüten von Mai bis August. Genutzt wird das blühende Kraut. Sein hoher Gerbstoffgehalt wirkt zusammenziehend auf die Schleimhäute, und die Kommission E hat dafür gleich drei Anwendungen anerkannt: als Tee bei leichtem, akutem Durchfall, bei leichten Menstruationsschmerzen sowie als Gurgellösung bei Entzündungen von Mund und Rachen. Tierversuche zeigen einen erhöhten Spannungszustand der Gebärmuttermuskulatur, was die zweite Anwendung erklären könnte; belegt ist sie schwächer als die erste. Bei empfindlichem Magen können die Gerbstoffe reizen, weshalb sich das Kraut nicht als Dauertee eignet.

  • TeeKrautige TeileInnerlichKommission E

    Aufguss aus dem Kraut bei leichten, akuten Durchfallerkrankungen. Die Kommission E hat diese Indikation für Potentillae anserinae herba anerkannt. Die adstringierende Wirkung beruht auf dem Gerbstoffgehalt.

    Anleitung & Dosierung

    2 g getrocknetes Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 min ziehen lassen, abseihen. Tagesgesamtmenge 4–6 g Droge.

    Trockenmenge
    46 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [4] [5]

  • TeeKrautige TeileInnerlichKommission E

    Bei leichten Dysmenorrhoe-Beschwerden (Menstruationsschmerzen) ist die Anwendung von Gänsefingerkraut-Kraut durch die Kommission E anerkannt. Tierstudien zeigen eine tonus- und kontraktionssteigernde Wirkung am Uterusmuskel.

    Anleitung & Dosierung
    Trockenmenge
    46 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [4] [5]

  • GurgelnKrautige TeileÄußerlichKommission E

    Beim Gurgeln mit einem konzentrierteren Aufguss bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, ebenfalls durch die Kommission E für Potentillae anserinae herba anerkannt.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [4] [5]

  • TeeWurzelInnerlichTraditionell

    Die Wurzel enthält höhere Gerbstoffanteile als das oberirdische Kraut und wurde traditionell in stärkerem Aufguss bei Durchfall und Blutungen eingesetzt. Die Wurzel gilt als das gerbstoffreichste Pflanzenteil.

    Anleitung & Dosierung
    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    Quellen: [1] [3]

  • UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Gequetschtes oder zermahlenes Kraut wurde als Umschlag bei Geschwüren und Wunden aufgelegt. Die Volksmedizin nutzte es auch als lokales Schmerzmittel bei Zahn- und Gelenkbeschwerden.

    Quellen: [1] [3]

  • RohWurzelInnerlichVolksmedizin

    Die kohlenhydratreichen Wurzeln wurden in verschiedenen Kulturen (Nordamerika, Tibet) als Nahrungsquelle genutzt und erinnern im Geschmack an Pastinake. Besonders im Frühjahr und Herbst wurden sie gesammelt.

    Quellen: [2] [3]

Verbreitung in Europa

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