Donum ∞ Dei
Foto von Rettiche

© Eckard Wolff-Postler · CC BY-SA 3.0 · Commons

Rettiche

Vorsicht

Black_Spanish_radish · (Raphanus sativus var. niger)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Beschreibung

Die Rettiche bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Es gibt etwa drei Arten, die überwiegend im Mittelmeerraum beheimatet sind. Mit dem als Gewürz verwendeten Meerrettich sind sie innerhalb der Kreuzblütler nicht näher verwandt.

  • RohWurzelInnerlichKommission E

    Frischer schwarzer Rettich (Saft oder geriebene Wurzel) ist von der deutschen Kommission E als Cholagogum bei dyspeptischen Beschwerden biliären Ursprungs zugelassen. Die Isothiocyanate aus dem Abbau der Glucosinolate — vor allem Glucoraphenin und Glucoraphasatin — stimulieren die Gallenproduktion und -ausschüttung. Unterstützt die Entgiftungsleistung der Leber.

    Anleitung & Dosierung

    Frischer Rettichsaft: 30–40 ml unverdünnter Saft vor den Mahlzeiten (3-mal täglich). Oder: 50–100 g frisch geriebene Rettich­wurzel täglich. Kommission-E-Tagesdosis 50 ml frischer Saft verteilt auf 3 Gaben.

    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_gallstones_phytother] [#src_wiki_black_radish] [#src_detox_hepg2]

  • RohWurzelInnerlichKommission E

    Bei Völlegefühl und träger Verdauung empfiehlt die Kommission E schwarzen Rettich als bitterstoffhaltiges Verdauungsmittel. Die scharfen Senfölglykoside regen Magendrüsensekretion und Darmmotorik an. Traditionell auch als Magenreiniger und Leberstärkungsmittel bekannt.

    Anleitung & Dosierung

    50–100 g frisch geriebene Rettich­wurzel oder 30–40 ml Frischsaft zu den Hauptmahlzeiten.

    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_wiki_black_radish] [#src_pfaf_raphanus] [#src_gallstones_phytother]

  • TeeWurzelInnerlichTraditionell

    Traditionell wurde schwarzer Rettichsaft mit Honig als Hustenmittel und Schleimlöser eingesetzt. Ein Tee aus getrockneten Rettichscheiben ist weniger verbreitet, wirkt aber mild schleimlösend durch Senföle und Saponine.

    Anleitung & Dosierung

    5–10 g getrocknete Rettichscheiben in 200 ml Wasser 10 Minuten köcheln, abseihen. Alternativ: 1–2 Esslöffel frischer Rettichsaft mit Honig 3-mal täglich.

    Trockenmenge
    510 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_pfaf_raphanus] [#src_wiki_black_radish]

  • RohWurzelInnerlichKlinische Studie

    Laborstudien zeigen, dass wässriger schwarzer Rettich-Extrakt in humanen Leberzellen (HepG2) Cytochrom-P450-Enzyme (CYP1A1) und Phase-II-Entgiftungsenzyme (GST) hochreguliert. Dies unterstützt die Elimination von Mutagenen und Kanzerogenen. In einer Tierstudie beschleunigte Rettichdiät die Ausscheidung des Karzinogens DMBA.

    Anleitung & Dosierung

    30–50 ml frischer Rettichsaft täglich, nüchtern. Oder 50–100 g frisch geriebene Wurzel zu den Mahlzeiten.

    Anwendungen/Tag
    1×

    [#src_detox_hepg2] [#src_dmba_nutr_cancer]

  • RohWurzelInnerlichVolksmedizin

    In der mittel- und osteuropäischen Volksmedizin wird geriebener schwarzer Rettich mit Essig und Öl als Beilage bei schweren Speisen serviert, um die Verdauung anzuregen und Fettüberladung entgegenzuwirken. Die Isothiocyanate stimulieren Gallenfluss und Pankreas-Enzyme.

    Anleitung & Dosierung

    Frisch geriebene schwarze Rettich­wurzel mit Olivenöl, Apfelessig und Salz abschmecken. Als Salat oder Beilage servieren.

    Anwendungen/Tag
    1×

    [#src_wiki_black_radish] [#src_pfaf_raphanus]

  • TinkturWurzelInnerlichTraditionell

    Alkoholischer Frischauszug aus schwarzem Rettich (1:5, 45 % Ethanol) bewahrt flüchtige Isothiocyanate besser als Trockenextrakte. Traditionell zur Gallenregulation und Leberstimulation eingesetzt.

    Anleitung & Dosierung

    40–50 Tropfen der 1:5-Tinktur (Ethanol 40–45 %) vor den Mahlzeiten, 3-mal täglich. Nicht bei Gallensteinen anwenden ohne ärztliche Rücksprache.

    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_glucosinolate_jchromatogr] [#src_gallstones_phytother]

  • RohWurzelInnerlichVolksmedizin

    Frischer schwarzer Rettichsaft wurde volksmedizinisch äußerlich bei Hautpilzinfektionen und innerlich als allgemeines Stärkungs- und Immunmittel eingesetzt. Raphanin (Isothiocyanat) zeigt antimikrobielle Aktivität gegen diverse Bakterien und Pilze in vitro.

    Anleitung & Dosierung

    Frischer Presssaft äußerlich auf befallene Hautstellen auftragen oder täglich 20–30 ml frischen Saft trinken.

    Anwendungen/Tag
    1×

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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