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Silber-Weide

Vorsicht

Salix alba · (Salix alba)

Weidengewächse (Salicaceae)

Beschreibung

Die Silber-Weide ist eine Pflanzenart in der Gattung der Weiden (Salix) aus der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Der Name nimmt auf die silbrig erscheinenden schmal lanzettlichen Laubblätter Bezug. Sie ist eine der wenigen baumförmigen Weiden und war Baum des Jahres 1999.

  • TeeRindeInnerlichKommission E

    Abkochung der Weidenrinde (standardisiert auf Salicin) bei Rückenschmerzen, leichten Gelenksbeschwerden und Fieber — Kommission E positiv bewertet; EMA-Monographie führt das Dekokt als traditionelle Anwendung.

    Anleitung & Dosierung

    ABKOCHUNG (Dekokt) — Kommission E / EMA traditionelle Anwendung: 2–3 g grob zerkleinerte, getrocknete Weidenrinde (Salix alba, S. purpurea oder S. daphnoides) mit 200–250 ml kaltem Wasser ansetzen, langsam zum Kochen bringen, 10–15 Minuten köcheln lassen, dann abseihen. 3× täglich frisch zubereitet einnehmen. Tagesdosis standardisiert auf 60–120 mg Gesamtsalicin. EMA-Indikationen: kurzzeitige Linderung von Rückenschmerzen (Lumbago), leichten Gelenksschmerzen und erhöhter Körpertemperatur (Fieber). Anwendungsdauer maximal 4 Wochen ohne ärztliche Rücksprache. Bei Magen-Darm-Beschwerden die Rinde nach einer Mahlzeit einnehmen. Kein Einnehmen auf nüchternen Magen bei bekannter Magenempfindlichkeit.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

    Altersbeschränkung: ≥ 12 Jahre — Nicht bei Kindern unter 12 Jahren mit Fieber (Reye-Syndrom-Risiko analoges zu Acetylsalicylsäure). Laut EMA-Monographie: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

    [#src_ema_salix_cortex] [#src_escop_salix_cortex] [#src_kommission_e_salix]

  • TinkturRindeInnerlichKommission E

    Weidenrindentinktur bei rheumatischen Beschwerden, Fieber und Kopfschmerzen — Kommission E positiv bewertet.

    Anleitung & Dosierung

    TINKTUR (Droge-Auszug-Verhältnis 1:5 in 25–40 % Ethanol): 2–4 ml (~40–80 Tropfen) 3× täglich in etwas Wasser verdünnt einnehmen. Tagesdosis entspricht ca. 60–120 mg Gesamtsalicin. Kommission E positiv bei Fieber, rheumatischen Beschwerden und Kopfschmerzen. Tinktur wirkt im Vergleich zum Dekokt etwas schneller aufgrund besserer Extraktionseigenschaften der phenolischen Glycoside. Maximal 4 Wochen ohne ärztliche Kontrolle; nicht auf nüchternen Magen bei Magenempfindlichkeit.

    Flüssigkeit
    24 ml
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

    Altersbeschränkung: ≥ 12 Jahre — Nicht bei Kindern unter 12 Jahren mit Fieber (Reye-Syndrom-Risiko). Wegen Ethanolgehalt nicht bei Alkohol- oder Lebererkrankung.

    [#src_kommission_e_salix] [#src_escop_salix_cortex] [#src_wichtl_teedrogen]

  • TeeRindeInnerlichTraditionell

    Traditioneller Kaltauszug der Weidenrinde — volksheilkundliche Alternative zum Dekokt bei leichtem Fieber und Erkältungskopfschmerzen; schonender für den Magen.

    Anleitung & Dosierung

    KALTER AUFGUSS (traditionell): 1–2 g grob zerkleinerte Weidenrinde in 200 ml kaltem Wasser über 8 Stunden stehen lassen, dann absieben und auf Trinktemperatur erwärmen (oder kalt trinken). Manche traditionellen Quellen bevorzugen den Kaltauszug, da er Gerbstoffe schonender löst und weniger Magen reizend sein soll. 2× täglich. Traditionelle Anwendung bei leichten Erkältungsfieber und Kopfschmerzen. Bei Magenempfindlichkeit besser als heißes Dekokt geeignet.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    [#src_wichtl_teedrogen] [#src_pfaf_salix_alba] [#src_wp_de_salix]

  • BadRindeÄußerlichVolksmedizin

    Weidenrindenbad bei rheumatischen Beschwerden und Muskelverspannungen — externe adstringierende und schwach entzündungshemmende Volksheilkunde.

    Anleitung & Dosierung

    BADESATZ: 200–300 g getrocknete Weidenrinde in 3 Liter kaltem Wasser ansetzen, zum Kochen bringen, 20 Minuten köcheln lassen, absieben. Den konzentrierten Absud dem Badewasser (ca. 37–38 °C) zufügen. Badezeit 15–20 Minuten. Volksheilkundlich bei rheumatischen Gelenksbeschwerden, Muskelverspannungen und schwitzenden Füßen (adstringierende Wirkung der Gerbstoffe). Externe Anwendung umgeht Magen-Darm-Problematik. Haut anschließend gut abtrocknen und wärmen. Nicht bei offenen Wunden oder gereizter Haut anwenden.

    Trockenmenge
    200300 g
    Anwendungen/Tag
    1×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    [#src_pfaf_salix_alba] [#src_madaus_salix] [#src_wp_de_salix]

  • TinkturRindeÄußerlichVolksmedizin

    Äußerliche Einreibung mit Weidenrindentinktur bei lokalen Gelenks- und Muskelschmerzen — volksheilkundlich, Wirkung durch Salicin-Resorption und Ethanolreiz.

    Anleitung & Dosierung

    EINREIBE-TINKTUR (extern, unverdünnt oder 1:1 mit Wasser verdünnt): 5–10 ml Weidenrindentinktur (1:5 in 40–70 % Ethanol) auf die betroffenen Gelenke oder Muskeln auftragen und sanft einmassieren. 2× täglich anwenden, nach der Anwendung gut waschen. Volksheilkundliche externe Anwendung bei schmerzhaften Gelenken und Muskeln. Wirkung beruht auf Ethanolstimulation und schwacher Salicin-Resorption durch die Haut. Nicht auf offene oder gereizte Haut auftragen.

    Flüssigkeit
    510 ml
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

    [#src_pfaf_salix_alba] [#src_wp_en_salix]

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinischer Blättertee der Silber-Weide bei leichten Erkältungen und Fieber — schwächere Wirkung als Rindendekokt, reich an Flavonoiden und Gerbstoffen.

    Anleitung & Dosierung

    BLÄTTERAUFGUSS: 1–2 Teelöffel getrocknete Weidenblätter mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 2× täglich zwischen den Mahlzeiten. Geringerer Salicingehalt als Rinde — mildere Wirkung. Volksheilkundlich bei leichten Erkältungen und Fieber eingesetzt. Enthält ebenfalls Flavonoide und Gerbstoffe. Anwendung auf max. 2 Wochen begrenzen; bei ausbleibendem Effekt Rinden-Dekokt bevorzugen.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    [#src_pfaf_salix_alba] [#src_madaus_salix] [#src_wp_de_salix]

  • UmschlagRindeÄußerlichVolksmedizin

    Weidenrindenabsud als Umschlag bei kleinen Wunden, Ekzemen und gereizter Haut — adstringierende und schwach entzündungshemmende Volksheilkunde.

    Anleitung & Dosierung

    UMSCHLAG: 20–30 g Weidenrinde in 500 ml Wasser aufkochen, 15 Minuten köcheln, abkühlen lassen, abseihen. Ein sauberes Leinentuch in den lauwarmen Absud tauchen, ausdrücken und auf betroffene Hautpartien (schlecht heilende kleine Wunden, Ekzeme, juckende Haut) auflegen. 2× täglich, jeweils 15–20 Minuten. Adstringierende Wirkung der Gerbstoffe wirkt entzündungshemmend und zusammenziehend. Bei Zeichen von Entzündung oder Verschlechterung: Arzt aufsuchen.

    Trockenmenge
    2030 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    [#src_madaus_salix] [#src_pfaf_salix_alba]

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