Donum ∞ Dei
Foto von Große Kapuzinerkresse

© Wouter Hagens · Public domain · Commons

Große Kapuzinerkresse

Vorsicht

Tropaeolum majus · (Tropaeolum majus)

Kapuzinerkressegewächse (Tropaeolaceae)

Beschreibung

Die Große Kapuzinerkresse ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kapuzinerkressen (Tropaeolum) innerhalb der Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae). Sie wird als Zier- sowie Heilpflanze und in der Küche verwendet und wird in den gemäßigten Gebieten häufig als einjährige Pflanze kultiviert, da sie frostempfindlich ist.

  • TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Aufguss aus frischen oder getrockneten Blättern und Blüten bei Harnwegsinfektionen. Benzyl-Isothiocyanat (BITC) aus Glucotropaeolin erreicht nach oraler Aufnahme therapeutisch relevante Konzentrationen im Urin und hemmt dort uropathogene Keime.

    Anleitung & Dosierung

    2–3 g getrocknete Blätter/Blüten mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten bedeckt ziehen lassen, abseihen. 3× täglich trinken.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    [#src_angocin_uti_2024] [#src_angocin_antimicrobial_2007]

  • TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Tee aus Kapuzinerkresse-Kraut (oft kombiniert mit Meerrettich in Angocin Anti-Infekt N) bei akuten Atemwegsinfektionen. Klinische Beobachtungsstudie zeigt Wirksamkeit vergleichbar mit anderen Phytopharmaka bei akuten oberen Atemwegsinfektionen.

    Anleitung & Dosierung

    2–4 g getrocknetes Kraut mit 250 ml heißem Wasser aufgießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_angocin_urti_2025]

  • TinkturKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Ethanolische Tinktur aus dem frischen Kraut als konzentrierte BITC-Quelle. Volksmedizinisch bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten eingesetzt. Das flüchtige BITC ist im wässrigen Tee weniger stabil, daher bietet eine Tinktur eine konstante Dosierung.

    Anleitung & Dosierung

    [#src_bitc_metabolites_2013] [#src_glucotropaeolin_bioavailability_2014]

  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    Frische Blätter und Blüten als Salatzutat oder Garnierung. Reich an Vitamin C (ca. 130 mg/100 g), Lutein, Zeaxanthin sowie Glucotropaeolin. Pflanzliche Quelle für antimikrobielle Schwefelverbindungen bei gleichzeitig angenehm-würzigem Geschmack.

    [#src_wiki_en_tropaeolum] [#src_glucotropaeolin_biosynthesis_1996]

  • UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin

    Zerquetschte frische Blätter als Auflage auf kleine Wunden, Hautpickel und Insektenstiche. Die lokale BITC-Freisetzung wirkt antimikrobiell und leicht entzündungshemmend. Volksmedizinische Anwendung in Mitteleuropa und Südamerika.

    [#src_wiki_en_tropaeolum] [#src_bitc_antitumor_2006]

  • SalbeKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Mazerat oder Ölauszug aus Blüten und Blättern als Basis für Salben bei Hautproblemen. Traditionell bei Akne, kleinen Abszessen und schlecht heilenden Wunden verwendet.

    [#src_wiki_en_tropaeolum]

Verbreitung in Europa

🪴 Zuhause anbauen

☀ Licht
volle Sonne
💧 Wasser
alle paar Tage
🌱 Erde
Magerer Boden — sonst nur Blätter, keine Blüten
🪴 Topf
25 cm
⭐ Schwierigkeit
★☆☆ einfach
🐾 Haustiere
haustier-sicher

Tipps:

  • Nicht düngen — zu nährstoffreich = viele Blätter, wenig Blüten.
  • Blüten und Blätter pfeffrig-würzig im Salat.
  • Selbstaussäend — Samen sind Kapern-Ersatz.

Pflege-Tipps sind allgemeine Empfehlungen aus Indoor-Gardening-Praxis, keine wissenschaftlichen Quellen.

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⚠️ Besser nicht zusammen pflanzen

  • 🥬 Fenchel Fenchel ist stark allelopathisch und hemmt fast alle Nachbarn.

Quelle: Gertrud Franck, Gesunder Garten durch Mischkultur (1980, eigene Kuration) | Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration) | Klassische Mischkultur-Tradition (Three Sisters, Bauernregel)

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