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Foto von Rucola

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Rucola

Vorsicht

Eruca sativa · (Eruca sativa)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Beschreibung

Als Rucola werden verschiedene Pflanzenarten aus der Familie der Kreuzblütengewächse gehandelt. Rucola wird hauptsächlich als Salatpflanze angebaut. Im deutschsprachigen Raum ursprünglich als Rauke bekannt, aber in Vergessenheit geraten, wurden die Pflanzen unter ihrem italienischen Namen wieder populär.

  • RohBlattInnerlichKlinische Studie

    Rucola-Blätter gehören zu den nährstoffdichtesten Blattgemüsen Europas: 100 g liefern ca. 108 µg Vitamin K (ca. 90 % des Tagesbedarfs), 97 µg Folsäure (24 % DV), 160 mg Calcium, 47 mg Magnesium, 369 mg Kalium und 15 mg Vitamin C. Folsäure ist essenziell für Zellteilung und Neuralrohr-Entwicklung; Vitamin K für Blutgerinnung und Knochenmineralisation. Als Rohsalat, auf Pizza oder als Pesto-Basis wird die empfindliche Nährstoffmatrix am besten erhalten — langes Erhitzen baut Vitamin K und Folsäure ab.

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  • RohBlattInnerlichTraditionell

    In der mediterranen Volksmedizin gelten Rucola-Blätter als verdauungsfördernd (carminativ) und magentonisierend. Das charakteristische Bitterarома der Isothiocyanate und der leicht adstringierende Gerbstoffanteil regen die Magensaft- und Gallesekretion an. Traditionell wird Rucola vor dem Hauptgang als Rohsalat mit Zitrone und Olivenöl gereicht — dies entspricht der klassischen Apero-Funktion der Bitterkräuter. Kochen oder Dünsten mildert das Aroma und reduziert die verdauungsanregenden Isothiocyanate.

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  • RohSamenInnerlichTraditionell

    Rucola-Samen (Taramira-Öl in arabischer und indischer Tradition) werden kalt gepresst und ergeben ein pfefriges Speiseöl, das traditionell als Haartonikum und zur Hautpflege eingesetzt wird. Taramira-Öl enthält Erucasäure (C22:1) als Hauptfettsäure sowie Glucosinolate. In der Volksmedizin Nordafrikas und Südasiens gilt das Samenöl als wärmendes, tonisierendes Mittel.

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  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    Rucola hat seit der Antike den Ruf eines Aphrodisiakums — römische Dichter (Pseudo-Vergil, ‚Moretum') und ägyptische Überlieferungen beschreiben die Pflanze als libidofördernd. Wissenschaftlich wird dies mit dem hohen Anteil an Glucoerucin und Erucin in Verbindung gebracht, die H2S-Donor-Aktivität zeigen und in Tierversuchen vasodilatatorische und tonisierende Wirkungen aufwiesen. Volksmedizinische Überlieferung ohne klinischen Wirksamkeitsbeleg beim Menschen.

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  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    In der traditionellen Heilkunde des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens wurde Rucola als harntreibendes (diuretisches) und entschlackendes Mittel eingesetzt. Wässrige Auszüge aus Blättern und Samen galten als nierenprotektiv und unterstützend bei Harnwegsinfektionen. Präklinische Daten belegen eine diuretische Wirkung ethanolischer Samenextrakte im Tierversuch; keine klinischen Studien am Menschen.

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  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Der hohe Nitratgehalt von Rucola (ca. 467 mg/100 g frisch, EFSA-Referenzwert 2008) wird im Körper zu Nitrit und weiter zu Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt. NO ist ein wichtiger Vasodilatator und trägt zur Regulation des Blutdrucks bei — ein Effekt, der auch für Spinat und Rote Bete dokumentiert ist. Bei normalem Konsum (Salat-Portionen bis 50 g täglich) liegen die aufgenommenen Nitratmengen innerhalb des akzeptablen Tageswertes (ADI 3,7 mg/kg KG). Bei sehr hohem Tageskonsum und gleichzeitigem Verzehr nitrosaminbildender Lebensmittel (Käse, Wurstwaren) ist Vorsicht geboten.

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  • GewürzBlattInnerlichTraditionell

    Rucola wird als Würzkraut in der mediterranen Küche vielseitig eingesetzt: als Pesto (roh püriert mit Parmesan, Pinienkernen und Olivenöl), auf heißer Pizza nach dem Backen gestreut, in Pasta gerührt oder als Risotto-Einlage. Die kurze Hitzeexposition (nachträglich auf heiße Gerichte) erhält Aroma und Vitamin K weitgehend. Als Würzkraut in kleinen Mengen (10–20 g) ist der Nitratbeitrag pro Mahlzeit gering.

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Verbreitung in Europa

🪴 Zuhause anbauen

☀ Licht
Halbschatten
💧 Wasser
alle paar Tage
🌱 Erde
Standard-Anzuchterde
🪴 Topf
15 cm
⭐ Schwierigkeit
★☆☆ einfach
🐾 Haustiere
haustier-sicher

Tipps:

  • Schießt schnell in Blüte bei Wärme/Trockenheit — gleichmäßig gießen.
  • Halbschatten ist besser als knallige Sonne — bleibt länger zart.
  • Alle 2-3 Wochen neu aussäen für ständige Ernte.

Pflege-Tipps sind allgemeine Empfehlungen aus Indoor-Gardening-Praxis, keine wissenschaftlichen Quellen.

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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