Donum ∞ Dei
Blühende Indische Flohsamen-Pflanze (Plantago ovata) mit schmalen Blättern und dichten eiförmigen Ähren am natürlichen Standort

© Joshua Tree National Park (US National Park Service) · Public domain · Commons

Indischer Flohsamen

Blond psyllium · (Plantago ovata)

Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Beschreibung

Der Indische Flohsamen (Plantago ovata), auch Indischer Wegerich oder Ispaghula genannt, ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Wegerichgewächse. Sie bildet eine bodennahe Rosette schmaler, linealischer Blätter und nur 2 bis 10 cm hohe Blütenstände mit dichten, eiförmigen Ähren. Heimisch ist die Art in den Trockengebieten Nordafrikas und Südwestasiens - von den Kanaren über das Mittelmeer, den Vorderen Orient und die Arabische Halbinsel bis nach Afghanistan, Pakistan und Indien; angebaut wird sie vor allem in Indien und Pakistan. Medizinisch genutzt werden die kleinen, bootförmigen Samen (Plantaginis ovatae semen) und vor allem deren Samenschale (Testa, Plantaginis ovatae testa - die 'Flohsamenschalen' bzw. 'Ispaghula husk'). Diese enthält reichlich Schleimstoffe auf Arabinoxylan-Basis, die in Wasser stark aufquellen und ein vielfaches ihres Volumens an Flüssigkeit binden.

  • RohSamenInnerlichEMA gut belegt

    Hauptanwendung mit von der EMA anerkannter 'well-established use'-Evidenz: Die Flohsamenschalen quellen im Darm auf, vergrößern das Stuhlvolumen, erhöhen den Wassergehalt des Stuhls und üben so einen sanften, dehnungsreizvermittelten Reiz auf die Darmperistaltik aus. Eingesetzt bei chronischer (habitueller) Verstopfung. Entscheidend ist die Einnahme mit reichlich Flüssigkeit.

    Anleitung & Dosierung

    Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: meist 7-11 g Flohsamenschalen täglich, aufgeteilt auf mehrere Einzelgaben. Jede Einzeldosis (etwa 3-5 g) in ein volles Glas (mindestens 150 ml) kaltes Wasser einrühren, zügig trinken und mit reichlich weiterer Flüssigkeit nachtrinken - mindestens 30 ml Wasser pro Gramm Schalen. NICHT unmittelbar vor dem Zubettgehen einnehmen. Der Wirkungseintritt erfolgt in der Regel nach 12-24 Stunden, voll ausgeprägt erst nach 2-3 Tagen. Zwischen der Einnahme und der Einnahme anderer Arzneimittel mindestens eine halbe bis eine Stunde Abstand halten.

    Trockenmenge
    711 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Altersbeschränkung: ≥ 12 Jahre — Standardanwendung für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren. Für jüngere Kinder nur nach ärztlicher Rücksprache.

    [#src_ema_tegumentum] [#src_ema_semen] [#src_wikipedia_de]

  • RohSamenInnerlichEMA gut belegt

    Von der EMA als 'well-established use' anerkannt: Bei Beschwerden, bei denen eine erleichterte Darmentleerung mit weichem Stuhl erwünscht ist - zum Beispiel Analfissuren, Hämorrhoiden oder nach anorektalen Eingriffen. Die quellenden Schalen halten den Stuhl weich und voluminös und mindern so den Pressdruck.

    Anleitung & Dosierung

    Dosierung wie bei der Verstopfungsanwendung (etwa 7-11 g täglich, mit reichlich Flüssigkeit). Ziel ist hier ein weicher, leicht abzusetzender Stuhl, um den Schmerz beim Stuhlgang zu verringern, etwa bei Analfissuren, Hämorrhoiden oder nach anorektalen Operationen.

    Trockenmenge
    711 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Altersbeschränkung: ≥ 12 Jahre — Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren; bei jüngeren Kindern nur nach ärztlicher Rücksprache.

    [#src_ema_tegumentum] [#src_ema_semen]

  • RohSamenInnerlichEMA gut belegt

    Die EMA-Monografie zur Samenschale führt die Anwendung als Ballaststoffergänzung - unter anderem beim Reizdarmsyndrom - unter 'well-established use' (ab 12 Jahren). Die löslichen Schleimstoffe regulieren die Stuhlkonsistenz und können sowohl Verstopfung als auch Durchfall beim Reizdarm günstig beeinflussen.

    Anleitung & Dosierung

    Als lösliche Ballaststoffquelle, etwa unterstützend beim Reizdarmsyndrom: schrittweise eingeschlichene Dosis (oft 4-10 g täglich, verteilt) jeweils in mindestens 150 ml Flüssigkeit einrühren und mit reichlich Wasser nachtrinken. Anwendung beim Reizdarmsyndrom nur nach gesicherter ärztlicher Diagnose.

    Trockenmenge
    410 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    Altersbeschränkung: ≥ 12 Jahre — Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

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  • RohSamenInnerlichEMA gut belegt

    Die EMA-Monografie zur Samenschale nennt die unterstützende Anwendung bei erhöhtem Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie) als 'well-established use' (ab 12 Jahren, unter ärztlicher Aufsicht). Die löslichen Schleimstoffe binden Gallensäuren im Darm und können so den LDL-Cholesterinspiegel günstig beeinflussen.

    Anleitung & Dosierung

    Als ergänzende diätetische Maßnahme bei erhöhtem Cholesterinspiegel, nur unter ärztlicher Aufsicht: meist mehrere Gramm Flohsamenschalen täglich (oft im Bereich 7-11 g, verteilt), jeweils in reichlich Flüssigkeit. Ersetzt keine ärztlich verordnete cholesterinsenkende Therapie.

    Trockenmenge
    711 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Altersbeschränkung: ≥ 12 Jahre — Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren, unter ärztlicher Aufsicht.

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  • RohSamenInnerlichTraditionell

    Aufgrund ihrer hohen Wasserbindungskapazität werden die Flohsamenschalen traditionell auch zur Stuhleindickung bei leichtem Durchfall genutzt - dann bewusst mit weniger Flüssigkeit. Diese 'zweiseitige' (bei Verstopfung wie bei Durchfall regulierende) Anwendung beruht auf der Quell- und Wasserbindungswirkung der Schleimstoffe.

    Anleitung & Dosierung

    Bei leichtem, unspezifischem Durchfall werden die Schalen traditionell mit nur wenig Flüssigkeit (gerade so, dass sie quellen) eingenommen, damit sie überschüssiges Wasser im Darm binden und den Stuhl eindicken. Bei anhaltendem Durchfall über mehr als zwei Tage ärztlichen Rat einholen.

    Trockenmenge
    35 g
    Anwendungen/Tag
    2×

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