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Foto von Gewöhnlicher Liguster

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Gewöhnlicher Liguster

Giftig🐾

Ligustrum vulgare · (Ligustrum vulgare)

Ölbaumgewächse (Oleaceae)

Beschreibung

Als dichte, schnittverträgliche Heckenpflanze prägt der Gewöhnliche Liguster viele europäische Gärten und blüht von Mai bis Juli in stark duftenden weißen Rispen, die Bienen und Wildbienen reichlich Nektar liefern. Aus den reifen, glänzend schwarzen Beeren wurde historisch ein violetter bis bläulicher Farbstoff für Tinten und Textilien gewonnen, und die zähen Zweige dienten früher der Korbflechterei – daher auch der alte Name „Beinholz". Volksmedizinisch wurde ein Aufguss der Blätter wegen der enthaltenen Iridoidglykoside und Gerbstoffe gelegentlich als adstringierende Mundspülung bei Rachenentzündungen genutzt, allerdings nur zum Gurgeln, nicht zum Schlucken. Denn Beeren und Blätter des Ölbaumgewächses sind giftig: Sie enthalten Secoiridoidglykoside wie Ligustrosid und Oleuropein, und bereits sechs bis zehn Beeren können bei Kindern Erbrechen, Bauchschmerzen und Kreislaufbeschwerden auslösen. Der Liguster gehört damit zu den häufigsten Pflanzenvergiftungen in mitteleuropäischen Gärten und ist auch für Hunde, Katzen und Pferde gefährlich. Verwechslungsgefahr besteht mit dem essbaren Holunder – dessen Beeren hängen jedoch in Dolden, während Ligusterbeeren aufrecht in Rispen stehen.

  • GurgelnBlattÄußerlichVolksmedizin

    Volksmedizinische Anwendung eines Aufgusses aus Liguster-Blättern als adstringierende Gurgelung bei Mund- und Rachenentzündungen. Die enthaltenen Iridoidglykoside und Gerbstoffe wirken zusammenziehend auf entzündete Schleimhäute. Nur Mundspülung, nicht schlucken — Beeren und Blätter sind innerlich toxisch.

    Anleitung & Dosierung

    1-2 g getrocknete Blätter mit kochendem Wasser uebergiessen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und abkuehlen lassen. Nur gurgeln, nicht schlucken. Anwendung auf wenige Tage begrenzen.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [1] [4]

  • UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin

    Aeusserliche Anwendung eines Blaetterdekokts als Umschlag bei kleineren Hautreizungen, oberflaechlichen Wunden und entzuendeten Stellen. Adstringierende Wirkung der Gerbstoffe; rein traditionelle Verwendung ohne klinische Evidenz.

    Anleitung & Dosierung

    5-10 g getrocknete Blaetter in 500 ml Wasser 15 Minuten koecheln lassen, abseihen, ein sauberes Tuch traenken und auf die betroffene Stelle legen. Nur aeusserlich.

    Trockenmenge
    510 g

    Quellen: [2] [4]

  • RohFruchtÄußerlichVolksmedizin

    Historische Faerberverwendung: Aus den reifen, schwarz glaenzenden Beeren wurde traditionell ein violetter bis blaeulicher Farbstoff fuer Tinten, Textilien und Aquarellfarben gewonnen. Ethnobotanische Verwendung, nicht medizinisch. Beeren bleiben dabei toxisch — kein Verzehr.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

  • RohBlüteÄußerlichTraditionell

    Bienenweide: Die stark duftenden weissen Liguster-Bluetenrispen erscheinen von Mai bis Juli und liefern Nektar und Pollen fuer Honigbienen und Wildbienen. Der entstehende Honig hat einen kraeftig-bitteren Geschmack und wird selten sortenrein geerntet; oekologisch bedeutsame Trachtpflanze in Hecken.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [2]

  • RohGanze PflanzeÄußerlichTraditionell

    Klassische Heckenpflanze fuer Sicht- und Laermschutz in Gaerten und Parks. Schnittvertraegliche, dichte Wuchsform; halbimmergruen in milden Wintern. Ornamentale Hauptverwendung; ethnobotanisch als 'Zaunriegel' und 'Rainweide' benannt.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

  • RohRindeÄußerlichVolksmedizin

    Historische Verwendung der zaehen Liguster-Zweige fuer Korbflechterei, Bindemittel und einfache Geraetschaften. Der alte Name 'Beinholz' verweist auf die Verarbeitung des Holzes zu Drechselarbeiten und kleinen Gebrauchsgegenstaenden. Ethnobotanische, nicht medizinische Verwendung.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [3]

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