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Gemeine Esche
VorsichtFraxinus excelsior · (Fraxinus excelsior)
Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Beschreibung
Die Gemeine Esche, Gewöhnliche Esche oder Hohe Esche, auch Hochesche und kurz nur Esche genannt, ist eine in Europa heimische Baumart aus der Gattung der Eschen. Mit einer Wuchshöhe bis 40 m zählt sie zu den höchsten Laubbäumen Europas. An exponierteren Standorten erreicht das Ölbaumgewächs jedoch nur um 15 bis 20 m.
- TeeBlattInnerlichTraditionell
Eschenblätter-Tee wird in der europäischen Volksmedizin traditionell bei leichten Gelenkbeschwerden und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Die entzündungshemmende Wirkung wird auf das Zusammenspiel von Secoiridoiden (Oleuropein, Ligstrosid), Flavonoiden (Rutin) und Hydroxyzimtsäuren zurückgeführt. Die EMA/HMPC-Monographie (EMA/HMPC/239271/2011) klassifiziert diese Indikation als traditionelle Anwendung.
Anleitung & Dosierung
1,5–5 g getrocknete, zerkleinerte Eschenblätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Bis zu 3 Tassen täglich trinken.
- Trockenmenge
- 1.5–5 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
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- TeeBlattInnerlichTraditionell
Eschenblätter-Tee wird traditionell als Aquaretikum (harntreibendes Mittel) zur Unterstützung der Nierenfunktion und bei leichten Harnwegsbeschwerden eingesetzt. Mannitol und Kaliumsalze in den Blättern fördern die Diurese. Die EMA/HMPC-Monographie führt diese Indikation als traditionelle pflanzliche Anwendung.
Anleitung & Dosierung
1,5–5 g getrocknete Eschenblätter in 150 ml kochendem Wasser 10 Minuten ziehen lassen. Ausreichend Flüssigkeit (mind. 2 Liter täglich) zuführen.
- Trockenmenge
- 1.5–5 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
- TinkturRindeInnerlichVolksmedizin
Alkoholischer Rindenextrakt junger Eschenzweige wurde in der Volksmedizin bei Gelenkrheumatismus und Fieber eingesetzt. Die Rinde enthält höhere Anteile an Iridoid-Bitterstoffen und Cumarinen (Fraxin, Fraxetin, Esculin) als die Blätter.
Anleitung & Dosierung
Fertigpräparat oder 1:5-Tinktur (Ethanol 40–60 %): 50 Tropfen bis zu 3-mal täglich, nicht länger als 4 Wochen ohne ärztliche Absprache.
- Anwendungen/Tag
- 3×
- TeeBlattInnerlichVolksmedizin
In der traditionellen Volksmedizin wurden Eschenblätter wegen ihrer milden purgierenden Wirkung bei Obstipation und Verdauungsträgheit genutzt. Das enthaltene Mannitol wirkt osmotisch abführend. Diese Anwendung ist im wissenschaftlichen Sinne nicht belegt.
Anleitung & Dosierung
2–4 g getrocknete Blätter in 200 ml heißem Wasser 10 Minuten ziehen lassen. Abends trinken.
- Trockenmenge
- 2–4 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- TeeRindeInnerlichVolksmedizin
Eschenrinde wurde in Europa historisch als Alternative zur Chinarinde (Chinin) bei Wechselfieber (Malaria-ähnliche Erkrankungen) eingesetzt. Die bitteren Iridoid-Glykoside wirken tonisch. Diese Anwendung ist heute obsolet und lediglich historisch dokumentiert.
Anleitung & Dosierung
2–5 g zerkleinerte Eschenrinde in 250 ml Wasser 15 Minuten köcheln, abseihen. Historische Anwendung — bei Fieber immer ärztlichen Rat einholen.
- Trockenmenge
- 2–5 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin
Frische oder gedämpfte Eschenblätter wurden volksmedizinisch als feuchter Umschlag auf schlecht heilende Wunden, Geschwüre und Hautleiden gelegt. Der Gerbstoffgehalt wirkt adstringierend und mäßig antiseptisch.
- BadBlattÄußerlichVolksmedizin
Vollbäder mit konzentriertem Eschenblätter-Aufguss wurden traditionell bei Gicht und rheumatischen Gelenkschmerzen angewendet. Die Wärme und möglicherweise transdermale Absorption der Phenolsäuren unterstützen die lokale Durchblutung.
Anleitung & Dosierung
100 g getrocknete Eschenblätter in 2 Liter Wasser 10 Minuten kochen, abseihen und in die Badewanne (37–38 °C) geben. Bad 15–20 Minuten.