Donum ∞ Dei
Foto von Wurzelpetersilie

© User:MarkusHagenlocher · CC BY-SA 3.0 · Commons

Wurzelpetersilie

Vorsicht🐾

Parsley · (Petroselinum crispum subsp. tuberosum)

Doldenblütler (Apiaceae)

Beschreibung

Im Gegensatz zur Blattpetersilie bildet die Wurzelpetersilie eine kräftige, weiße Pfahlwurzel aus, die im Herbst geerntet wird und mit knapp 130 mg Vitamin C pro 100 g Frischgewicht zu den vitaminreichsten heimischen Wurzelgemüsen zählt. Sie liefert außerdem Folat, Eisen sowie die Flavonoide Apigenin und Luteolin. In der Küche würzt sie Suppen und Eintöpfe, als Tee wird sie volksheilkundlich bei Verdauungs- und Harnwegsbeschwerden eingesetzt, die Blätter zusätzlich bei Menstruationsbeschwerden. In küchenüblichen Mengen gilt Wurzelpetersilie als unbedenklich. Konzentrierte Extrakte oder das ätherische Öl mit den Inhaltsstoffen Apiol und Myristicin wirken hingegen in hohen Dosen leber- und nierenschädigend sowie neurotoxisch und sollten keinesfalls in der Schwangerschaft angewendet werden. Wegen des Furocumaringehalts kann nach dem Verzehr größerer Mengen frischer Pflanze zudem eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut auftreten; bei Nieren- oder Lebererkrankungen ist vor medizinischer Anwendung ärztlicher Rat einzuholen.

  • GewürzWurzelInnerlichVolksmedizin

    Die Wurzel der Hamburger Petersilie (Tuberosum-Gruppe) wird in mittel- und osteuropäischen Küchen als Suppengemüse, Eintopfzutat und Rohkost gegessen. Sie schmeckt nach Sellerie-Petersilie mit nussiger Note. Reich an Vitamin C, Vitamin A, Folat und Eisen. Ernährungsphysiologisch gut belegt; als Heilmittel keine eigenständige Evidenz.

    Quellen: [1] [2] [6]

  • TeeWurzelInnerlichVolksmedizin

    Tee aus getrockneten Petersilienwurzeln wird volksmedizinisch als mildes Diuretikum bei Blasenbeschwerden, Steinen und Ödemen eingesetzt. PFAF listet die Anwendung als 'effektiv bei Steinen und Gelbsucht, Wassersucht, Zystitis'. Wirkmechanismus: Furocumarine und ätherisches Öl (Apiole) stimulieren die Nierentätigkeit. Keine klinischen Studien verfügbar.

    Anleitung & Dosierung

    2–5 g getrocknete Wurzelstücke mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. 2–3 Tassen täglich. Ausreichend Flüssigkeit zuführen (mind. 2 l täglich). Nicht bei Nierenerkrankungen anwenden.

    Trockenmenge
    25 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [7] [8]

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Petersilienblätter-Tee wird volksmedizinisch bei Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Krämpfe) und zur Anregung des Monatsflusses eingesetzt. Die antispasmodische und emmenagoge Wirkung ist auf Myristicin und Apiole im ätherischen Öl zurückzuführen. Wegen emmenagogenem Potenzial in der Schwangerschaft kontraindiziert.

    Anleitung & Dosierung

    2–4 g getrocknete Petersilienblätter in 200 ml heißem Wasser 10 Min. ziehen lassen. 2 Tassen täglich, nicht in der Schwangerschaft.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    Quellen: [7] [8]

  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    Frische Petersilienblätter sind eine der vitamin- und mineralstoffreichsten Küchengemüse: exzellente Quelle für Vitamin C (bis 130 mg/100g), Vitamin K, Folat, Eisen und Flavonoide (Apigenin, Luteolin). Regelmäßiger Verzehr unterstützt die Immunfunktion und antioxidative Kapazität. Ernährungsphysiologischer Wert gut belegt.

    Quellen: [4] [5]

  • GewürzBlattInnerlichVolksmedizin

    Als Würzkraut in der europäischen Küche allgegenwärtig. Die aromatischen Inhaltsstoffe (Apiol, Myristicin, Limonene) fördern die Verdauung und wirken karminativ. Kulinarische Mengen unbedenklich; sehr hohe Dosen des ätherischen Öls (Extrakte, nicht Kochkraut) sind hepato- und nephrotoxisch.

    Quellen: [3] [7]

  • BadKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    In der europäischen Volksmedizin werden Petersilienaufgüsse als Haartönung bei schuppen- oder seborrhöischen Haarerkrankungen sowie als erfrischende Haarspülung eingesetzt. PFAF dokumentiert eine antidandruffe Wirkung. Dekokt der Blätter auf die Kopfhaut auftragen und einwirken lassen.

    Quellen: [2] [8]

🤝 Permakultur-Partner

Diese Pflanze ist in deinem Garten ein/e:

Wurzel-Lockerer Bestäuber-Magnet

✨ Beste Symbiose-Partner

⚠️ Besser nicht zusammen pflanzen

Quelle: Gertrud Franck, Gesunder Garten durch Mischkultur (1980, eigene Kuration) | Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

Mehr aus dieser Familie · Doldenblütler

DEENFRESBG