© Louise Wolff --darina 00:30, 7 May 2005 (UTC) · CC BY-SA 3.0 · Commons
Dieffenbachien
Giftig🐾Dieffenbachia · (Dieffenbachia seguine)
Aronstabgewächse (Araceae)
Beschreibung
Ihren volkstümlichen Namen „Stummer Stock" verdankt die Dieffenbachie einer drastischen Eigenschaft: Wer in ein Blatt beisst, verliert durch die enthaltenen Nadelkristalle aus Calciumoxalat vorübergehend die Fähigkeit zu sprechen. Die tropische Zimmerpflanze aus der Familie der Aronstabgewächse wird das ganze Jahr über als attraktive Blattpflanze kultiviert, in ihrer Heimat auch ethnobotanisch genutzt und gilt volkstümlich als Verbesserer des Raumklimas. Sämtliche Pflanzenteile, besonders der milchige Saft, enthalten neben den scharfen Oxalat-Nadeln auch eiweissspaltende Enzyme. Bereits der Kontakt mit Mund oder Rachen führt zu starkem Brennen, Speichelfluss und rascher Schwellung — beim Verschlucken grösserer Mengen kann im schlimmsten Fall die Atemwege blockiert werden, ein medizinischer Notfall. Auch für Hunde und Katzen ist die Pflanze giftig. Dieffenbachien gehören daher grundsätzlich ausser Reichweite von Kindern und Haustieren.
Nur äußerlich anwenden!
Diese Pflanze darf NICHT innerlich eingenommen werden. Nur Umschläge, Salben, Bäder.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
Nicht einnehmen. Als Zimmerpflanze mit normalem Abstand unbedenklich.
In der Stillzeit KONTRAINDIZIERT
Nicht einnehmen. Als Zimmerpflanze mit normalem Abstand unbedenklich.
Bei Kindern KONTRAINDIZIERT
ABSOLUT von Kindern fernhalten. Bereits kleines Ankauen kann Atemwegsblockade verursachen.
Als Zimmerpflanze aufgestellt filtert die Dieffenbachie Formaldehyd und Xylol aus der Raumluft. Die Wolverton-Studie (NASA 1989) nennt sie als eine der wirksamsten luftreinigenden Pflanzen für Innenräume.
Historisch-ethnobotanisch: In der Karibik wurde Dieffenbachia gegen Lähmungen eingesetzt — eine gefährliche Praxis ohne therapeutische Grundlage. NUR historisch relevant, nicht reproduzieren.
Dekorative Zimmerpflanze mit markant gemusterten Blättern; gedeiht auch in schattigen Bereichen und verbessert dort die Raumluft.
⚠ Nur äußerlich anwenden
STARK GIFTIG — Calcium-Oxalat-Raphiden verursachen sofortige Mund- und Rachenschwellung, starkes Brennen und Speichelfluss. Bei Verschlucken kann Atemwegsblockade entstehen (medizinischer Notfall). GIFTIG für Hunde und Katzen. Sofort Arzt oder Giftnotruf kontaktieren. ASPCA-Einstufung (abgerufen 2026-08-10): für Hunde und Katzen giftig. Die ASPCA stuft die ganze Gattung so ein.
Nicht einnehmen. Als Zimmerpflanze mit normalem Abstand unbedenklich.
Nicht einnehmen. Als Zimmerpflanze mit normalem Abstand unbedenklich.
ABSOLUT von Kindern fernhalten. Bereits kleines Ankauen kann Atemwegsblockade verursachen.
Kontraindikationen
- Kinder: vollständig unzugänglich aufstellen — Gefahr der Atemwegsblockade.
- Haustiere (Hunde, Katzen): vollständig unzugänglich aufstellen.
- Keine medizinische Eigenanwendung irgendwelcher Pflanzenteile.
Erntet wird: alle Pflanzenteile, besonders der Saft
- Tageszeit:
- Ganzjährig als Zimmerpflanze nutzbar. Beim Umtopfen Handschuhe tragen — Saft reizt Haut und Augen.
- Tageszeit:
- Blätter (ausschließlich dekorativ) können im Sommer entnommen werden. Stets Schutzhandschuhe tragen.
- Trocknung:
- Nicht für medizinische Trocknung geeignet.
- Calcium oxalate raphidesMineralstoffGanze Pflanze
Nadelförmige Kristalle in spezialisierten Zellen (Idioblasten); primärer Toxizitätsmechanismus — mechanische Schleimhautverletzung und Schwellung.
- Proteolytic enzymes (plant proteases)SonstigeGanze Pflanze
Verstärken die Gewebeschädigung durch die Oxalat-Raphiden; synergistischer Toxizitätseffekt.
- Diterpene estersSonstigeBlatt
Hautreizende Verbindungen im Milchsaft; können Kontaktdermatitis auslösen.
- Steroidal saponinsSaponinGanze Pflanze
Beitrag zur allgemeinen Toxizität; hämolytische Eigenschaften.
- FlavonoidsFlavonoidBlatt
Antioxidative Sekundärmetaboliten; pharmacological significance gering.
- [1]MonographieInterior Landscape Plants for Indoor Air Pollution Abatement (NASA TM-101766)(abgerufen: 2026-05-24)
- [4]MonographieDieffenbachia seguine — Plants For A Future (PFAF)(abgerufen: 2026-05-24)
- [5]MonographieASPCA Animal Poison Control — Dieffenbachia (Dieffenbachia)(abgerufen: 2026-08-10)
- [6]MonographieCliniTox Giftpflanzen — Dieffenbachia seguine (Jacq.) Schott: stark giftig ++ (Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Universität Zürich)(abgerufen: 2026-08-10)
- [2]WikipediaDieffenbachie (Wikipedia DE)(abgerufen: 2026-05-24)
- [3]WikipediaDieffenbachia seguine (Wikipedia EN)(abgerufen: 2026-05-24)