Donum ∞ Dei
Foto von Estragon

© Cillas · CC BY-SA 4.0 · Commons

Estragon

Vorsicht🐾

Tarragon · (Artemisia dracunculus)

Korbblütler (Asteraceae)

Beschreibung

Schmale, glänzend grüne Blätter mit mildem Anisaroma machen dieses Korbblütlergewächs zu einem der vier klassischen 'fines herbes' der französischen Küche und zur namensgebenden Zutat der Sauce Béarnaise. Geerntet wird das Kraut vor der Blüte zwischen Juni und September; sein ätherisches Öl enthält reichlich Estragol, dazu die Flavonoide Quercetin und Rutin. Ein Aufguss aus den getrockneten Blättern wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Schluckauf eingesetzt, da die bitteren Inhaltsstoffe die Gallensekretion anregen sollen. In der Volksmedizin Zentralasiens und des Nahen Ostens galt Estragon zudem als fiebersenkendes Mittel; in Iran und Armenien werden frische Blätter bis heute täglich als Teil des Kräutertellers Sabzi khordan gegessen. WARNHINWEIS: In üblichen Küchenmengen unbedenklich; das ätherische Öl enthält jedoch Estragol und Methyleugenol, laut EFSA genotoxisch und potenziell krebserregend — konzentrierte innerliche Anwendung ist zu vermeiden. Personen mit Korbblütler-Allergie sollten vorsichtig sein.

  • GewürzKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Frische oder getrocknete Blätter und Triebspitzen werden als aromatisches Gewürzkraut in der Küche eingesetzt. Estragon ist eine der klassischen 'fines herbes' der französischen Küche und Grundbestandteil der Sauce Béarnaise. Die Blätter entfalten ein mildes Anisaroma und passen zu Geflügel, Fisch, Eierspeisen und Essig-Marinaden.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [2]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Ein Aufguss aus den getrockneten Blättern wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit und Schluckauf eingesetzt. Die bitteren Wirkstoffe und ätherischen Öle sollen die Gallensekretion und Magentätigkeit anregen.

    Anleitung & Dosierung

    1–2 g getrocknete Blätter mit 150 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [3] [4]

  • TinkturKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    In der Volksmedizin Zentralasiens und des Nahen Ostens wurden Extrakte aus Estragon als fiebersenkend und verdauungsfördernd eingesetzt, ebenso bei Appetitlosigkeit und Magenschwäche.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [4]

  • UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Breiumschläge aus den frischen Blättern wurden in der Volksmedizin äußerlich bei Rheuma, Gicht und Gelenkschmerzen aufgelegt.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [3]

  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    In der Volksmedizin wurden frische Blätter bei Zahnschmerzen gekaut, da ätherische Öle wie Estragol eine leichte lokalanästhetische Wirkung zeigen. In Gebieten Irans und Armeniens werden frische Blätter als Teil des traditionellen Kräutertellers (Sabzi khordan) täglich als Beilage gegessen.

    Quellen: [2] [3]

  • Ätherisches ÖlKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Das ätherische Öl von Estragon zeigt in Laborstudien antibakterielle und antifungale Aktivität, bedingt durch hohe Anteile an Estragol und Methyleugenol. Eine externe Nutzung (stark verdünnt) wird in der Aromatherapie beschrieben. Die konzentrierte Einnahme ist wegen des Genotoxizitätspotenzials nicht zu empfehlen.

    Quellen: [4]

Verbreitung in Europa

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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