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Estragon
VorsichtTarragon · (Artemisia dracunculus)
Korbblütler (Asteraceae)
Beschreibung
Estragon, veraltet auch Dragon bzw. Dragun genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Artemisia innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird als Heil- und Gewürzpflanze verwendet.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
Nicht als Heilpflanzenzubereitung (Tee, Extrakt, Öl) in der Schwangerschaft anwenden — emmenagoge Wirkung möglich. Kleine Küchenmengen gelten als unbedenklich.
- GewürzKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Frische oder getrocknete Blätter und Triebspitzen werden als aromatisches Gewürzkraut in der Küche eingesetzt. Estragon ist eine der klassischen 'fines herbes' der französischen Küche und Grundbestandteil der Sauce Béarnaise. Die Blätter entfalten ein mildes Anisaroma und passen zu Geflügel, Fisch, Eierspeisen und Essig-Marinaden.
Anleitung & Dosierung
- TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Ein Aufguss aus den getrockneten Blättern wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit und Schluckauf eingesetzt. Die bitteren Wirkstoffe und ätherischen Öle sollen die Gallensekretion und Magentätigkeit anregen.
Anleitung & Dosierung
1–2 g getrocknete Blätter mit 150 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.
- Trockenmenge
- 1–2 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
- TinkturKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
In der Volksmedizin Zentralasiens und des Nahen Ostens wurden Extrakte aus Estragon als fiebersenkend und verdauungsfördernd eingesetzt, ebenso bei Appetitlosigkeit und Magenschwäche.
Anleitung & Dosierung
- UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Breiumschläge aus den frischen Blättern wurden in der Volksmedizin äußerlich bei Rheuma, Gicht und Gelenkschmerzen aufgelegt.
Anleitung & Dosierung
- RohBlattInnerlichVolksmedizin
In der Volksmedizin wurden frische Blätter bei Zahnschmerzen gekaut, da ätherische Öle wie Estragol eine leichte lokalanästhetische Wirkung zeigen. In Gebieten Irans und Armeniens werden frische Blätter als Teil des traditionellen Kräutertellers (Sabzi khordan) täglich als Beilage gegessen.
- Ätherisches ÖlKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin
Das ätherische Öl von Estragon zeigt in Laborstudien antibakterielle und antifungale Aktivität, bedingt durch hohe Anteile an Estragol und Methyleugenol. Eine externe Nutzung (stark verdünnt) wird in der Aromatherapie beschrieben. Die konzentrierte Einnahme ist wegen des Genotoxizitätspotenzials nicht zu empfehlen.
Verbreitung in Europa
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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)