Donum ∞ Dei
Gelb-orange Strahlenblüte der Arnika auf Bergwiese

© Otto Wilhelm Thomé, Flora von Deutschland (1885) · Public domain · Commons

Arnika

Vorsicht

Arnica · (Arnica montana)

Korbblütler (Asteraceae)

Beschreibung

Die Arnika ist eine mehrjährige Gebirgspflanze mit leuchtend gelb-orangen Strahlenblüten, die auf nährstoffarmen Wiesen in den Mittelgebirgen und Alpen wächst. Sie steht in Deutschland unter Naturschutz und darf in der Natur nicht gesammelt werden. Ihre Blütenextrakte sind eines der bekanntesten Mittel der traditionellen Heilkunde gegen Prellungen und Blutergüsse — ausschließlich zur äußerlichen Anwendung.

  • UmschlagBlüteÄußerlichKommission E

    Arnikatinktur (1:10 in 70 % Ethanol), mit Wasser 1:3 bis 1:10 verdünnt, als feuchter Umschlag (Kompresse) auf Prellungen, Blutergüssen, Verstauchungen und stumpfen Verletzungen. Ausschließlich auf intakter, unversehrter Haut. Kompresse 2–3× täglich für 20–30 Minuten auflegen, gut mit einem Tuch abdecken. Kommission E hat die Anwendung bei stumpfen Verletzungen, Hämatomen, Muskel- und Gelenkbeschwerden positiv bewertet.

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  • TinkturBlüteÄußerlichKommission E

    Unverdünnte oder schwach verdünnte Arnikatinktur (DAB: Tinctura Arnicae 1:10, Ethanol 70 %) als Einreibung bei Muskelkater, Zerrungen und Gelenkschmerzen nach sportlicher Belastung. Nur auf unversehrter Haut auftragen, nicht unter luftundurchlässige Verbände. Kommission E hat Arnika für die topische Anwendung bei stumpfen Verletzungen positiv bewertet; die EMA stuft die Anwendung als traditionell ein.

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  • SalbeBlüteÄußerlichKommission E

    Arnikasalbe oder -gel (standardisiert auf Sesquiterpenlactone, üblicherweise 0,5–1 % Helenalin-Derivate oder entsprechend 15 % Tinktur in Salbengrundlage) zur äußerlichen Anwendung bei stumpfen Verletzungen, Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden, Prellungen und Verstauchungen. 2–3× täglich dünn auftragen, nicht auf offene Wunden. Kommission E bewertet Arnikazubereitungen zur äußerlichen Anwendung positiv; die EMA-Monographie führt Arnika als traditionelle Anwendung.

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  • BadBlüteÄußerlichTraditionell

    Arnika-Sitzbad oder Teil-/Fußbad bei müden, schmerzenden Muskeln und leichten Gelenkbeschwerden nach körperlicher Arbeit: 2–3 EL getrocknete Arnikablüten (ca. 5–10 g) mit 1 Liter siedendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und dem Badewasser beifügen (Wassertemperatur 36–38 °C, Badezeit 15–20 Minuten). Traditionelle Volksanwendung, in deutschsprachiger Kräuterliteratur gut belegt (Wichtl, Hänsel/Sticher). Nicht bei Hautschäden, offenen Wunden oder bekannter Korbblütler-Allergie.

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  • UmschlagBlüteÄußerlichKommission E

    Arnikatinktur, mit Wasser verdünnt (1:5 bis 1:10), als Umschlag bei Insektenstichen und oberflächlichen Hautirritationen (nicht auf offenen Wunden). Kompresse mit sauberem Tuch auf die betroffene Stelle legen, 15–20 Minuten einwirken lassen. Kommission E nennt Insektenstiche explizit als Indikation für äußerliche Arnikazubereitungen. Nur auf intakter Haut — Anwendung auf offenen Wunden ist kontraindiziert (lokale Schleimhautreizung, Kontaktdermatitis-Risiko).

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  • SalbeBlüteÄußerlichKlinische Studie

    Standardisiertes Arnikagel (50 g Arnikablüten-Tinktur pro 100 g, entspricht ~15 % Urtinktur) klinisch untersucht bei Arthrose der Fingergelenke und Knie: In randomisierten kontrollierten Studien (u. a. Knuesel et al. 2002, Wiesenauer 2004) zeigte Arnikagel vergleichbare Wirksamkeit zu Ibuprofen-Gel bei der Schmerzreduktion und Verbesserung der Gelenkfunktion. Anwendung 3× täglich auf die betroffenen Gelenke, mindestens 3–6 Wochen zur Wirkungsbeurteilung. Nur als Ergänzung, nicht als Ersatz für ärztlich verordnete Arthrosetherapie.

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  • TinkturBlüteÄußerlichVolksmedizin

    Volksmedizinische Anwendung von Arnikatinktur (stark verdünnt 1:10 in Wasser) bei Frostbeulen (Perniones) und Kälteschäden der Haut: als Umschlag oder vorsichtige Einreibung zur Förderung der lokalen Durchblutung. In der deutschen Volksheilkunde (Kneipp-Tradition) und schweizerischen Kräutermedizin (Künzle) seit Langem überliefert. Klinische Belege fehlen — rein traditionelle Anwendung. Nur auf intakter, nicht aufgebrochener Haut.

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Klassische Zitate

"Die Arnika ist eine wahre Wunderpflanze bei Quetschungen und Verstauchungen — doch nur äußerlich angewendet."

— Künzle, 1911 Chrut und Uchrut · Arnika (Arnica montana) — Wundpflanze

Verbreitung in Europa

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