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Beifuß
VorsichtArtemisia vulgaris · (Artemisia vulgaris)
Korbblütler (Asteraceae)
Beschreibung
Der Gemeine Beifuß, auch Gewürzbeifuß oder Gewöhnlicher Beifuß, kurz auch Beifuß, genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Artemisia in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
Ausgeprägte uterotone Wirkung; kann Uteruskontraktionen auslösen und Fehlgeburt provozieren. Strikt meiden.
In der Stillzeit KONTRAINDIZIERT
Keine ausreichenden Daten; wegen des Thujongehalts im ätherischen Öl vorsorglich kontraindiziert.
Bei Kindern KONTRAINDIZIERT
Wegen Thujongehalt und potenzieller neurotoxischer Wirkung nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden.
- TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Aufguss aus dem blühenden Kraut (1–2 g pro Tasse) als Bittermittel zur Anregung der Verdauungsdrüsen bei Appetitlosigkeit, Blähungen und dyspeptischen Beschwerden. Die Sesquiterpenlactone (Vulgarin) und ätherischen Öle (1,8-Cineol, Campher) sind für die bittere, carminative Wirkung verantwortlich.
Anleitung & Dosierung
- Trockenmenge
- 1–2 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
- Max. Anwendungsdauer
- 4 Wochen
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- TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Traditionell als Emmenagogum bei unregelmäßiger, ausbleibender oder schmerzhafter Menstruation eingesetzt (Dysmenorrhoe, Amenorrhoe). Die Flavonoide Eriodictyol und Apigenin besitzen schwache östrogene Aktivität und können Uteruskontraktionen stimulieren — daher strikt in der Schwangerschaft kontraindiziert.
Anleitung & Dosierung
- Trockenmenge
- 1–2 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 2 Wochen
- GewürzBlattInnerlichTraditionell
Getrocknete oder frische Blätter als Küchenkraut zu fettem Fleisch (Gans, Ente), Füllungen und Grutbier. Die ätherischen Öle regen die Fettverdauung und Gallensekretion an. In Deutschland und Vietnam traditionelle Küchenpflanze.
- UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin
Warme Kräuterauflage aus frisch zerquetschten Blättern oder feuchtem Teeaufguss bei Gelenkschmerzen und Menstruationskrämpfen. Äußerliche Anwendung vermeidet die Resorption größerer Thujonmengen.
- Ätherisches ÖlKrautige TeileÄußerlichTraditionell
In der traditionellen chinesischen Medizin werden getrocknete Blätter und Stängel zu Moxastäben gepresst und zur Wärmeakupunktur (Moxibustion) verbrannt, um Akupunkturpunkte zu stimulieren. Diese Anwendung ist von der internen Einnahme streng zu unterscheiden.
- TinkturKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Alkoholischer Auszug aus blühendem Kraut als bitteres Tonikum; stärker konzentriert als der Teeaufguss. Wegen des Thujongehalts nur in kleinen Dosen (max. 2–4 ml/Tag) und nicht dauerhaft anwenden.
- TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
In der Volksheilkunde als Expektorans und Antispasmodikum bei Atemwegserkrankungen und Asthma eingesetzt. Das ätherische Öl mit 1,8-Cineol und die anticholinergen Eigenschaften wirken bronchodilatatorisch (Tierversuche).