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Panax ginseng (Ginseng) mit Blättern und roten Beeren

© Nina Filippova · CC BY 4.0 · Commons

Ginseng

Vorsicht

Asian ginseng · (Panax ginseng)

Araliengewächse (Araliaceae)

Beschreibung

Ginseng ist eine ausdauernde Waldpflanze aus der Familie der Araliengewächse, heimisch in den schattigen Bergwäldern Koreas, Nordostchinas und des russischen Fernen Ostens. Oberirdisch bleibt sie unscheinbar: ein einzelner Stängel mit gefingerten Blättern und im Sommer einer Dolde leuchtend roter Beeren. Verwendet wird die fleischige Wurzel, die vier bis sechs Jahre heranwächst, bevor sie im Herbst geerntet wird — daher der hohe Preis. Der Gattungsname Panax kommt aus dem Griechischen und heißt sinngemäß Allheilmittel; er beschreibt den Ruf der Pflanze, nicht ihre belegte Wirkung. Man unterscheidet weißen Ginseng, der nur geschält und getrocknet wird, und roten, der vorher gedämpft wird; dabei verändert sich das Muster der Inhaltsstoffe. Kennzeichnend sind die Ginsenoside, eine Gruppe von Saponinen, ergänzt durch Polysaccharide. Ginseng ist nicht harmlos: Schlaflosigkeit ist die häufigste Nebenwirkung, und er kann Blutzucker und Blutgerinnung beeinflussen.

  • TinkturWurzelInnerlichTraditionell

    Traditionell als Tonikum bei Erschöpfung, Stress und nachlassender Leistungsfähigkeit eingesetzt; im Westen als Adaptogen vermarktet. Eine Übersichtsarbeit von 2023 fand für allgemeine Müdigkeit — nicht die einer bestimmten Erkrankung — einen kleinen günstigen Effekt, allerdings mit uneinheitlichen Ergebnissen.

    Quellen: [1] [3]

  • TeeWurzelInnerlichKlinische Studie

    Ginseng wird für kognitive Funktion, Müdigkeit und Immunsystem beworben. Das amerikanische NCCIH beschreibt bescheidene Hinweise auf eine bessere geistige Leistung bei Menschen mittleren Alters — bei jüngeren zeigte sich nichts. Zu Grippe gibt es vorläufige Hinweise auf ein geringeres Erkrankungsrisiko, nicht aber auf mildere Verläufe. Für sportliche Leistung fand sich in den meisten Untersuchungen kein Nutzen. Insgesamt bleibt die Beweislage dünn.

    Quellen: [1] [2]

  • TinkturWurzelInnerlichKlinische Studie

    Eine Übersicht von 2022 fand bei Menschen mit Prädiabetes und Diabetes Verbesserungen bei Nüchternblutzucker, Gesamtcholesterin und einzelnen Entzündungswerten; die Gesamtlage bleibt jedoch unklar. Für die Einnahme bei Erektionsstörungen deuten Untersuchungen auf eine Besserung hin. Beides sind Hinweise, keine gesicherten Ergebnisse — und der Blutzucker-Effekt ist zugleich der Grund für die Vorsicht bei Diabetes-Medikamenten.

    Quellen: [1]

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