© John Torrey, M.D., F.L.S. (A Flora of the State of New-York, Vol. 1, 1843) · Public domain · Commons
Traubensilberkerze
VorsichtBlack cohosh · (Actaea racemosa)
Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Beschreibung
Die Traubensilberkerze (Actaea racemosa, früher Cimicifuga racemosa), auch Wanzenkraut, Schwarze Schlangenwurzel oder Frauenwurzel genannt, ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist im östlichen und zentralen Nordamerika in schattigen Laubwäldern heimisch und erreicht Wuchshöhen von etwa 0,75 bis 2,5 Metern. Aus einem kräftigen, schwärzlichen Wurzelstock treiben große, mehrfach gefiederte Blätter und hohe, schlanke Blütenstände, die im Sommer (etwa Juni bis September) lange, kerzenartige Trauben kleiner, weißer, vielstaubblättriger Blüten tragen. Medizinisch genutzt wird der getrocknete Wurzelstock mitsamt den Wurzeln (Cimicifugae rhizoma). Daraus werden vor allem standardisierte, trockene ethanolische bzw. isopropanolische Extrakte hergestellt, die traditionell und arzneilich gegen Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
In der Schwangerschaft nicht anwenden. Sicherheit und Unbedenklichkeit sind nicht ausreichend belegt, und die Indikation (Wechseljahresbeschwerden) betrifft nicht Schwangere.
In der Stillzeit KONTRAINDIZIERT
In der Stillzeit nicht anwenden, da keine ausreichenden Daten zur Sicherheit für das gestillte Kind vorliegen.
Bei Kindern KONTRAINDIZIERT
Nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die Anwendung ist auf erwachsene Frauen mit Wechseljahresbeschwerden beschränkt; für jüngere Personen liegen keine ausreichenden Daten vor.
- TinkturWurzelstockInnerlichEMA gut belegt
Hauptanwendung: Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, vermehrtem Schwitzen, Schlafstörungen und nervöser Reizbarkeit. Die EMA (HMPC) führt den Wurzelstock-Trockenextrakt bei Hitzewallungen und Schwitzen unter 'well-established use'; die breitere traditionelle bzw. erfahrungsheilkundliche Anwendung (auch Schlafstörungen und nervöse Reizbarkeit, wie in der ESCOP-Monografie) wird hier als traditionelle Anwendung eingeordnet. Der Wirkmechanismus ist nicht endgültig geklärt; diskutiert wird eine zentralnervöse (nicht primär östrogenartige) Wirkung des Gesamtextrakts.
Anleitung & Dosierung
Angewendet werden überwiegend fertige, standardisierte Trockenextrakte aus dem Wurzelstock (z. B. trockener ethanolischer Extrakt, Droge-Extrakt-Verhältnis etwa 5-10:1, oder isopropanolischer Extrakt), kein selbst angesetzter Tee oder Frischauszug. Die übliche Tagesdosis entspricht etwa 40 mg getrocknetem Wurzelstock und liefert je nach Präparat rund 5-6,5 mg Nativextrakt täglich; die genaue Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen Fertigarzneimittel und dessen Packungsbeilage. Die hier angegebenen Milliliter-Werte beziehen sich auf flüssige ethanolische Zubereitungen und sind nur ein grober Anhalt. Die Wirkung tritt nicht sofort, sondern oft erst nach mehreren Wochen ein. Halten die Beschwerden an oder verschlimmern sie sich, ist ärztlicher Rat einzuholen; ohne ärztliche Rücksprache sollte die Anwendung 6 Monate nicht überschreiten.
- Flüssigkeit
- 1–2 ml
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 26 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Nur für erwachsene Frauen. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da hierfür keine ausreichenden Daten vorliegen und die Indikation (Wechseljahresbeschwerden) Erwachsene betrifft.
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