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Foto von Waldkiefer

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Waldkiefer

Vorsicht

Pinus sylvestris · (Pinus sylvestris)

Kieferngewächse (Pinaceae)

Beschreibung

Mit ihrer charakteristischen rötlich-orangen Rinde im oberen Stammbereich zählt die Waldkiefer (Pinaceae) zu den prägenden Bäumen europäischer Nadelwälder. Im Frühjahr gesammelte junge Triebe (Pini turiones) und das daraus destillierte Nadelöl – reich an Alpha- und Beta-Pinen sowie Bornylacetat – sind von der Kommission E für die Inhalation und für Bäder bei Katarrhen der Atemwege sowie bei rheumatischen Beschwerden anerkannt; die sekretolytische und mild antiseptische Wirkung erleichtert das Abhusten. In der siebenbürgischen Volksmedizin wird aus den Trieben seit Generationen ein Hustensirup gekocht. Äußerlich verdünnt eingerieben soll das Öl durchblutungsfördernd bei Muskel- und Nervenschmerzen wirken, Kiefernharz diente traditionell als Wundauflage. Innerlich darf das ätherische Öl nicht bei Asthma oder Keuchhusten angewendet werden, bei Kindern unter zwei Jahren ist die Anwendung im Gesichtsbereich wegen Glottisspasmus-Gefahr strikt zu meiden.

  • InhalationKrautige TeileÄußerlichKommission E

    Inhalation von Kiefernadelöl (Pini aetheroleum) oder einem Aufguss junger Triebe lindert traditionell Katarrhe der oberen und unteren Atemwege. Alpha-Pinen und Bornylacetat wirken sekretolytisch und mild antiseptisch auf die Bronchialschleimhaut.

    Anleitung & Dosierung

    Altersbeschränkung: ≥ 2 Jahre — Ätherisches Kiefernadelöl darf bei Kindern unter 2 Jahren nicht im Gesichtsbereich angewendet werden — Gefahr des Glottisspasmus mit Atemstillstand.

    Quellen: [1] [2] [3]

  • BadKrautige TeileÄußerlichKommission E

    Kiefernnadelölbäder werden traditionell bei Erkältungskrankheiten und rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Das ätherische Öl wird über die Haut resorbiert und entfaltet durchblutungsfördernde sowie muskelentspannende Wirkung.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [2]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Tee aus jungen Kieferntrieben (Pini turiones) wirkt expektorierend und mild antiseptisch. Flavonoide (Quercetin, Kämpferol) und Vitamin C tragen zur immunstärkenden Wirkung bei, die in der Volksmedizin bei Erkältungen und Bronchitis genutzt wird.

    Anleitung & Dosierung

    2–3 g getrocknete junge Kieferntriebe mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen. 3-mal täglich trinken.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [3] [5] [6]

  • Ätherisches ÖlKrautige TeileÄußerlichKommission E

    Äußerlich aufgetragenes Kiefernadelöl (in fettem Trägeröl verdünnt) wird traditionell bei leichten Muskel- und Nervenschmerzen sowie rheumatischen Beschwerden eingerieben. Die durchblutungsfördernde Wirkung von Alpha-Pinen unterstützt die lokale Erwärmung.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [2] [3]

  • InhalationKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    In der siebenbürgischen Volksmedizin wird Sirup aus frischen Kieferntrieben (Pini turiones) seit Generationen bei Asthma, Husten, Katarrhen und Laryngitis eingesetzt. Die Zubereitung — Triebe mit Wasser aufgekocht, dann mit Zucker im Verhältnis 1:1 eingekocht — entspricht einer schleimhautberuhigenden Hustenmedizin.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [4]

  • UmschlagGanze PflanzeÄußerlichVolksmedizin

    Harzauflagen aus dem Kiefernharz (Resina Pini) werden in der Volksmedizin bei Wunden, Furunkeln und Hautinfektionen eingesetzt. Harzsäuren und Phytoncide wirken antibakteriell und hemmen Schimmelpilze.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [4] [6]

Verbreitung in Europa

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