Donum ∞ Dei
Blühendes Schöllkraut (Chelidonium majus) mit gelben vierzähligen Blüten und gelappten Blättern.

© Bogdan (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Commons

Schöllkraut

Giftig🐾

Greater celandine · (Chelidonium majus)

Mohngewächse (Papaveraceae)

Beschreibung

Verletzt man einen Stängel des Schöllkrauts, quillt sofort ein gelb-oranger Milchsaft hervor — das sicherste Erkennungsmerkmal dieses Mohngewächses, das bis etwa 70 Zentimeter hoch wird und von Mai bis Oktober an Mauern, Zäunen und Wegrändern blüht. Die wechselständigen Laubblätter sind tief eingeschnitten und gelappt, die kleinen gelben Blüten vierzählig. Die ganze Pflanze enthält über zwanzig Isochinolin-Alkaloide, darunter Chelidonin, Sanguinarin, Chelerythrin und Coptisin; sie ist giftig, die Wurzel hochgiftig. Traditionell wird der frische Milchsaft mehrmals täglich äußerlich auf Warzen getupft, wobei gesunde Haut ausgespart bleiben sollte. Von der innerlichen Anwendung als Tee oder Tinktur wird heute dringend abgeraten: Es sind zahlreiche Fälle schwerer Leberschäden dokumentiert, von der toxischen Hepatitis bis zum Leberversagen.

  • RohKrautige TeileÄußerlichTraditionell

    Der frische gelb-orange Milchsaft wird traditionell mehrmals täglich direkt auf Warzen aufgetupft. Volkstümliche Anwendung in mehreren europäischen Ländern; gesunde Haut sollte ausgespart werden, da der Saft reizend wirkt.

    Quellen: [1] [2]

Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden

Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.

  • TinkturKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Innerlich wurde eine alkoholische Tinktur aus dem Kraut traditionell bei krampfartigen Galle- und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Die innerliche Anwendung wird heute wegen dokumentierter, teils schwerer Leberschäden (toxische Hepatitis bis Leberversagen) abgeraten.

    Quellen: [1] [3]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Ein Tee (Aufguss) aus dem getrockneten Kraut galt volkstümlich als krampflösend bei Magen-Darm- und Gallenbeschwerden. Wegen der Lebertoxizität der Alkaloide ist von der innerlichen Einnahme dringend abzuraten.

    Quellen: [1]

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