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Schöllkraut
Giftig🐾Greater celandine · (Chelidonium majus)
Mohngewächse (Papaveraceae)
Beschreibung
Das Schöllkraut ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Mohngewächse, die Wuchshöhen bis etwa 70 cm erreicht. Beim Verletzen tritt aus den gegliederten Milchröhren ein charakteristischer gelb-oranger Milchsaft aus. Die wechselständigen Laubblätter sind tief eingeschnitten und gelappt, die kleinen vierzähligen Blüten sind gelb und erscheinen von Mai bis Oktober. Die ganze Pflanze enthält über 20 Isochinolin-Alkaloide und gilt als giftig, in der Wurzel sogar als hochgiftig. Traditionell wurde der frische Milchsaft äußerlich gegen Warzen verwendet.
- RohKrautige TeileÄußerlichTraditionell
Der frische gelb-orange Milchsaft wird traditionell mehrmals täglich direkt auf Warzen aufgetupft. Volkstümliche Anwendung in mehreren europäischen Ländern; gesunde Haut sollte ausgespart werden, da der Saft reizend wirkt.
Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden
Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.
- TinkturKrautige TeileInnerlichTraditionell
Innerlich wurde eine alkoholische Tinktur aus dem Kraut traditionell bei krampfartigen Galle- und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Die innerliche Anwendung wird heute wegen dokumentierter, teils schwerer Leberschäden (toxische Hepatitis bis Leberversagen) abgeraten.
- TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin
Ein Tee (Aufguss) aus dem getrockneten Kraut galt volkstümlich als krampflösend bei Magen-Darm- und Gallenbeschwerden. Wegen der Lebertoxizität der Alkaloide ist von der innerlichen Einnahme dringend abzuraten.