Donum ∞ Dei
Foto von Klatschmohn

© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain · Commons

Klatschmohn

Vorsicht

Papaver rhoeas · (Papaver rhoeas)

Mohngewächse (Papaveraceae)

Beschreibung

Die leuchtend roten, papierdünnen Blütenblätter des Klatschmohns prägen im Frühsommer Getreidefelder und Wegränder und fallen oft schon nach wenigen Tagen wieder ab. Gesammelt werden die Blüten zwischen Mai und Juli; sie enthalten schleimbildende Polysaccharide, Anthocyane sowie geringe Mengen des Alkaloids Rhoeadin. Als Tee oder Tinktur wird Klatschmohn volksheilkundlich bei nervöser Unruhe sowie bei Husten und Halsreizung eingesetzt, die Samen werden roh als Nahrungsmittel genutzt. Wichtig zur Unterscheidung: Die Rhoeadin-Alkaloide des Klatschmohns sind chemisch nicht mit den Morphin-Alkaloiden des kontrollierten Schlafmohns (Papaver somniferum) verwandt und machen nicht abhängig. Dennoch wirkt die Pflanze mild sedierend, weshalb eine Überdosierung sowie die Kombination mit Alkohol oder Schlafmitteln vermieden werden sollte. Beim Sammeln in freier Natur besteht zudem Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Mohnarten.

  • TeeBlüteInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinische Verwendung von Klatschmohn-Blütenblättern als mildes Schlaf- und Beruhigungstee. Das Alkaloid Rhoeadin wirkt leicht sedierend. KEIN Bezug zu Papaver somniferum — keine Opiate, keine Suchtgefahr.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

  • TeeBlüteInnerlichVolksmedizin

    Traditionelle Verwendung als reizlindernder Hustentee bei trockenem Reizhusten. Schleimstoffe der Blütenblätter umhüllen gereizte Schleimhäute. Historisch in Kräuterhusten­sirups verwendet.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

  • TinkturBlüteInnerlichVolksmedizin

    Historische Verwendung in Kräuterlikören und Tinkturen bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden. Kombiniert sedierende Eigenschaften des Rhoeadins mit antispasmodischer Wirkung auf den Verdauungstrakt.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

  • RohSamenInnerlichVolksmedizin

    Samen des Klatschmohns sind alkaloidfrei und essbar. Traditionelle Verwendung als Backzutat in Brot und Gebäck. Gute Quelle für ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffe. Keine medizinische Wirkung der Samen.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

  • UmschlagBlüteÄußerlichVolksmedizin

    Volksmedizinische äusserliche Anwendung frischer Blütenblätter als feuchter Umschlag bei Hautreizungen und leichten Entzündungen. Die Schleimstoffe wirken hautberuhigend und kühlend.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [2] [4]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Historische Verwendung von Klatschmohn-Kraut (Blätter und Stiele) vor der Blütenbildung als Frühjahrskraut in der Küche und Volksmedizin. Achtung: nach Knospenbildung steigt der Alkaloidgehalt — dann nicht mehr verzehren.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

Verbreitung in Europa

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