© Darkone (Fotograf) · CC BY-SA 1.0 · Commons
Rotbuche
VorsichtFagus sylvatica · (Fagus sylvatica)
Buchengewächse (Fagaceae)
Beschreibung
Die Rotbuche, oft Gewöhnliche Buche genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Buchen (Fagus) innerhalb der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Umgangssprachlich wird sie gewöhnlich als Buche bezeichnet. Die botanische Schreibweise Rot-Buche betont die Zugehörigkeit zur Gattung der Buchen.
- TeeRindeInnerlichVolksmedizin
Buchenrinden-Abkochung wurde in der europäischen Volksmedizin bei Fieber, Erkältung und leichten Atemwegsbeschwerden eingesetzt. Die Rinde enthält Gerbstoffe, Catechin und Epicatechin, die adstringierend, antipyretisch und leicht antiseptisch wirken.
Anleitung & Dosierung
2–5 g getrocknete Buchenrinde in 250 ml Wasser 15 Minuten köcheln, abseihen. 2-mal täglich trinken. Nur kurzfristig anwenden.
- Trockenmenge
- 2–5 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin
Junge Buchenblätter wurden volksmedizinisch als feuchter Umschlag auf entzündete Hautstellen, Furunkeln und schlecht heilende Wunden gelegt. Die entzündungshemmenden Eigenschaften frischer Blätter sind auf ihren Gehalt an Flavonoiden und Phenolsäuren zurückzuführen.
- InhalationRindeInnerlichVolksmedizin
Buchenholzteer (gewonnen durch Trockendestillation der Äste) wurde historisch als stimulierendes Expektorans innerlich und als antiseptische Einreibung bei Hauterkrankungen äußerlich verwendet. Der Teer enthält Guajakol und Kreosol als Wirkprinzipien. Wegen möglicher Toxizität und fehlender moderner Sicherheitsdaten nur von historischem Interesse.
- RohSamenInnerlichVolksmedizin
Bucheckern wurden seit der Antike als Nahrungsmittel genutzt (40 % Öl, 23 % Protein, 22 % Stärke). Roh nur in kleinen Mengen essen — sie enthalten Fagin (Trimethylamin) und Oxalsäure, die bei größeren Mengen Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen. Erhitzen (Rösten) zersetzt das Fagin; Einweichen und Auslaugen reduziert Tanningehalt für die Mehlbereitung.
- RohBlattInnerlichVolksmedizin
Junge Buchenblätter im Frühjahr (vor dem Austreiben der Blüten, April–Mai) sind essbar und leicht süßlich. Sie wurden als Salatbeigabe oder Wildgemüse verwendet. Volksmedizinisch galten sie als leicht entzündungshemmend und stärkend.
- SalbeRindeÄußerlichVolksmedizin
Rindenextrakt der Rotbuche wurde volksheilkundlich in antiseptischen Salben oder Ölauszügen bei Hautausschlägen und Zahnschmerzen eingesetzt. Die antimikrobielle Wirkung der Polyphenole (Catechin, Epicatechin, Protokatechusäure) gegen Staphylococcus aureus und Candida-Arten wurde im Labor bestätigt.