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Foto von Oleander

© Alvesgaspar · CC BY 2.5 · Commons

Oleander

Giftig🐾

Nerium · (Nerium oleander)

Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)

Beschreibung

Der Oleander, auch Rosenlorbeer genannt, ist die einzige Art der Pflanzengattung Oleander (Nerium) innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Alle Pflanzenteile sind giftig. Es gibt mehr als 200 Sorten.

  • SalbeBlattÄußerlichVolksmedizin

    Volksmedizinische äusserliche Anwendung von Oleander-Blattabsuden bei Krätze (Skabies) und parasitärem Hautbefall im Mittelmeerraum und in Indien. Auch die Behandlung von Lepra-Hautläsionen mit Wurzelrindenöl ist in der ayurvedischen Tradition dokumentiert. Wegen der starken Hautirritation und perkutanen Glykosidresorption über verletzte Haut heute nicht mehr empfohlen.

    Anleitung & Dosierung

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  • SalbeWurzelÄußerlichVolksmedizin

    Indisch-ayurvedische Anwendung von Oleander-Wurzelpaste auf genitale Ulzera und Hautgeschwüre. Daneben wird Wurzelrindenöl bei schuppigen Hautkrankheiten und Lepra-bedingten Läsionen aufgetragen. Trotz traditioneller Verbreitung gilt diese Anwendung wegen perkutaner Toxizität heute als gefährlich.

    Anleitung & Dosierung

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Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden

Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.

  • TinkturBlattInnerlichTraditionell

    Historische pharmazeutische Verwendung standardisierter Oleander-Blattextrakte (Folia Nerii) als Herzglykosid-Quelle bei Herzinsuffizienz und Wassersucht — analog zu Digitalis purpurea. Wirkprinzip: Hemmung der Na+/K+-ATPase der Herzmuskelzelle durch Oleandrin und verwandte Cardenolide, dadurch positiv inotrope Wirkung. Heute obsolet, weil Digoxin und Digitoxin standardisierter und sicherer dosierbar sind; die therapeutische Breite von Oleander-Extrakten ist extrem schmal.

    Anleitung & Dosierung

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  • TinkturBlattInnerlichVolksmedizin

    Homöopathische Verwendung von Nerium oleander (Urtinktur, D2–D30) bei Herzschwäche, Arrhythmien und Aszites in der klassischen Homöopathie. In hohen Verdünnungen (ab D6) gelten die Präparate als sicher, weil keine pharmakologisch wirksame Glykosidmenge mehr enthalten ist. Urtinktur und niedrige Potenzen bleiben hochtoxisch.

    Anleitung & Dosierung

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  • TinkturWurzelInnerlichVolksmedizin

    Antike und mittelalterliche Verwendung als angebliches Antidot bei Schlangenbiss (Mischung mit Raute, oral verabreicht) — bereits von Plinius dem Älteren und Dioskurides erwähnt. Diese Anwendung ist nach heutigem Wissen toxikologisch kontraproduktiv und additiv gefährlich.

    Anleitung & Dosierung

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  • TinkturBlattInnerlichTraditionell

    Untersuchung von Oleandrin und Oleander-Extrakten (z. B. Anvirzel, PBI-05204) als experimentelle Krebs- und antivirale Therapie in klinischen Studien. Ergebnisse sind bislang negativ: Die US-FDA lehnte 2020 einen Antrag auf Oleandrin als Nahrungsergänzungsmittel ab; klinische Wirksamkeit ist nicht belegt. Anwendung ausserhalb kontrollierter Studien ist gefährlich.

    Anleitung & Dosierung

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