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Weinraute
Giftig🐾Common rue · (Ruta graveolens)
Rautengewächse (Rutaceae)
Beschreibung
Die Weinraute ist ein immergrüner Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum, der meist 30–50 cm, selten bis 100 cm hoch wird. Ihre blaugrünen, zwei- bis dreifach gefiederten Blätter verströmen beim Zerreiben einen strengen, durchdringenden Geruch. Von Juni bis November erscheinen grünlich-gelbe Blüten. Sie war jahrhundertelang eine bedeutende Heil-, Gewürz- und Schutzpflanze (gegen Hexen und Unheil), gilt heute aber als giftig und phototoxisch. Die Kommission E lehnte 1989 eine therapeutische Anwendung ab.
Äußerlich wurde die Pflanze bei Gelenkschmerzen, Hautleiden und Warzen aufgelegt. Achtung: Hautkontakt kann zusammen mit Sonnenlicht schwere blasenbildende Verbrennungen (Phytophotodermatitis) auslösen.
Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden
Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.
Historisch wurde ein Aufguss der Blätter bei Frauenleiden und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Innerliche Anwendung ist heute wegen abortiver Wirkung, Lebertoxizität und Vergiftungsgefahr abzulehnen – besonders in der Schwangerschaft strikt verboten.
In der mediterranen Küche wurden winzige Mengen der Blätter als kräftiges, bitteres Gewürz verwendet. Nur Spuren – größere Mengen sind giftig.
Quellen: [2]
Phototoxisch (schwere blasenbildende Phytophotodermatitis bei Hautkontakt und Sonnenlicht). Abortiv und teratogen wirkend – in der Schwangerschaft strikt verboten. Hohe Dosen verursachen Magenschmerzen, Erbrechen, Leberschäden bis hin zum Tod; mutagen und hepatotoxisch.
Erntet wird: Blühende oberirdische Teile (Blätter und Triebspitzen)
- Furanocumarine (Psoralen, Bergapten, Xanthotoxin)Glykosid
Lichtsensibilisierende Furanocumarine – Hauptursache der Phototoxizität.
- RutinFlavonoid
Namensgebendes Flavonoid-Glykosid, kapillarstärkend.
- Ätherisches Öl (2-Undecanon)Ätherisches Öl
Ätherisches Öl mit 2-Undecanon als Hauptbestandteil; verantwortlich für den strengen Geruch.
- Acridon-Alkaloide (Rutacridon, Skimmianin)Alkaloid
Alkaloide wie Rutacridon und Skimmianin; teils mutagen.
- [1]WikipediaWeinraute – Wikipedia(abgerufen: 2026-06-24)
- [2]WikipediaRuta graveolens – Wikipedia(abgerufen: 2026-06-24)