Donum ∞ Dei
Botanische Tafel des Saat-Hohlzahns (Galeopsis segetum) von Jacob Sturm, 1796, mit gelben Blüten und behaarten Blättern.

© Jacob Sturm (Johann Georg Sturm, Deutschlands Flora in Abbildungen) · Public domain · Commons

Saat-Hohlzahn

Vorsicht

Downy hemp-nettle · (Galeopsis segetum)

Lippenblütler (Lamiaceae)

Beschreibung

Der Saat-Hohlzahn (Galeopsis segetum, auch Gelber Hohlzahn oder Ockergelber Hohlzahn genannt) ist eine einjährige, weich behaarte Pflanze aus der Familie der Lippenblütler, die Wuchshöhen von 10 bis 50 cm erreicht. Die blassgelben bis weißlichen Blüten sind 2,5 bis 3 cm lang und tragen häufig einen gelben Schlund mit gelegentlichen purpurnen Flecken. Trotz der oberflächlichen Ähnlichkeit mit der Brennnessel besitzt die Pflanze keine Brennhaare. Sie wächst als Ackerwildkraut bevorzugt auf nährstoffarmen, kalkmeidenden Sand-, Kies- und Schotterböden an Feld- und Wegrändern in West- und südlichem Mitteleuropa. Das getrocknete Kraut (Galeopsidis herba) war historisch eine kieselsäurereiche Husten- und Lungendroge.

  • TeeKrautige TeileInnerlichKommission E

    Die Kommission E bewertete Galeopsidis herba positiv zur unterstützenden Anwendung bei leichten Katarrhen der Luftwege. Die schwache schleimlösende Wirkung wird den Saponinen zugeschrieben, die adstringierende und reizmildernde den Gerbstoffen und der Kieselsäure. Die klinische Evidenz ist insgesamt schwach.

    Anleitung & Dosierung

    Etwa 2 g (1 Teelöffel) getrocknetes Hohlzahnkraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Mehrmals täglich eine frisch bereitete Tasse trinken (Tagesdosis circa 6 g).

    Trockenmenge
    22 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

    [#src_kommission_e] [#src_ptaheute] [#src_spektrum]

  • TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Volksheilkundlich gilt der Tee aus dem oberirdischen Kraut wegen seines Saponin- und Kieselsäuregehalts als mild schleimlösend ('schleimerweichend'). Die Wirkung ist traditionell überliefert, nicht klinisch belegt.

    Anleitung & Dosierung

    Als Aufguss aus dem blühenden Kraut zubereiten; traditionell zur Erleichterung des Abhustens von zähem Schleim getrunken.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

    [#src_spektrum] [#src_pfaf] [#src_dewiki]

  • GurgelnKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Wegen der adstringierenden Gerbstoffe wurde der Aufguss volkstümlich zum Gurgeln bei Reizungen im Mund- und Rachenraum genutzt. Reine Erfahrungsanwendung ohne klinischen Nachweis.

    Anleitung & Dosierung

    Einen stärkeren Aufguss (circa 3 g auf 150 ml Wasser, 10 Minuten ziehen, abgekühlt) als Gurgellösung verwenden. Nicht schlucken; nur gurgeln und ausspucken.

    [#src_ptaheute] [#src_naturalmedicinalherbs]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    In der älteren Volksheilkunde wurde eine Abkochung bei Keuchhusten, Bronchitis und Tracheitis eingesetzt. Dies ist nur von historischer Bedeutung und nicht durch Studien gestützt.

    Anleitung & Dosierung

    Historisch als Abkochung des blühenden Krauts verwendet. Bei Keuchhusten bei Kindern nur nach ärztlicher Rücksprache; heute durch sichere Behandlungen ersetzt.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    3 Wochen

    [#src_pfaf] [#src_naturalmedicinalherbs] [#src_madaus]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Dem Hohlzahnkraut wurde traditionell eine schwach diuretische Wirkung zugeschrieben. Diese Anwendung ist rein erfahrungsheilkundlich und nicht belegt.

    Anleitung & Dosierung

    Aufguss aus dem Kraut; volkstümlich als mild harntreibendes Getränk. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

    Trockenmenge
    22 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    [#src_pfaf] [#src_spektrum]

  • UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin

    Äußerlich wurden frische, zerquetschte Blätter volkstümlich bei oberflächlichen Schwellungen und Hautreizungen aufgelegt. Diese Anwendung ist nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

    Anleitung & Dosierung

    Frische, zerquetschte Blätter als Auflage auf die betroffene Hautstelle legen. Nicht auf offene Wunden anwenden. Wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.

    [#src_ptaheute] [#src_madaus]

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