Donum ∞ Dei
Botanische Tafel des Boldostrauchs mit männlicher und weiblicher Pflanze, Blüten, Früchten und Blütendetails

© Franz Eugen Köhler, in Köhler's Medizinal-Pflanzen (1897), Plate 104 · Public domain · Commons

Boldo

Vorsicht🐾

Boldo · (Peumus boldus)

Monimiengewächse (Monimiaceae)

Beschreibung

Boldo (Peumus boldus) ist ein immergrüner, aromatischer Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Monimiengewächse, der in den trockenen Hügelregionen Zentralchiles heimisch ist und Wuchshöhen von etwa 6 bis selten 15 Metern erreicht. Die gegenständigen, ledrigen Blätter sind oberseits rau und verströmen beim Zerreiben einen kräftigen, kampferartigen Duft. Arzneilich genutzt wird das getrocknete Blatt, das Boldoblatt (Boldi folium). Es enthält das Aporphin-Alkaloid Boldin sowie ein ätherisches Öl, das reich an Ascaridol, p-Cymol und 1,8-Cineol ist. Boldo regt traditionell den Gallenfluss an und wird bei leichten Verdauungsbeschwerden und milden Krämpfen des Magen-Darm-Trakts verwendet.

  • TeeBlattInnerlichTraditionell

    Leichte Verdauungsbeschwerden und milde Magen-Darm-Krämpfe

    Anleitung & Dosierung

    1 bis 2 g zerkleinerte, getrocknete Boldoblätter mit etwa 150 ml heißem Wasser übergießen, 5 bis 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Zwei- bis dreimal täglich als Aufguss trinken. Bevorzugt wässrige Zubereitungen verwenden, da das schwer wasserlösliche Ascaridol so kaum in den Tee übergeht. Nur kurzfristig anwenden; halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an oder verschlimmern sie sich, ärztlichen Rat einholen.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Nur für Erwachsene. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

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  • TinkturBlattInnerlichTraditionell

    Standardisierter wässriger Trockenextrakt bei Verdauungsbeschwerden

    Anleitung & Dosierung

    Standardisierte Trockenextrakte (5:1, wässrig) aus Boldoblättern werden mit bis zu 400 mg zweimal täglich dosiert. Selbst angesetzte alkoholische Tinkturen sind weniger geeignet, da Alkohol mehr des bedenklichen Ascaridols aus dem ätherischen Öl löst als Wasser; fertige, auf den Ascaridolgehalt geprüfte Präparate sind vorzuziehen. Nur kurzfristig anwenden; bei Beschwerden über zwei Wochen ärztlichen Rat einholen.

    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Nur für Erwachsene. Die Anwendung unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

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