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Schwarze Pfefferkörner (Piper nigrum)

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Schwarzer Pfeffer

Vorsicht

Black pepper · (Piper nigrum)

Pfeffergewächse (Piperaceae)

Beschreibung

Schwarzer Pfeffer ist eine tropische, kletternde Staude aus der Familie der Pfeffergewächse, die an Stützen mehrere Meter hoch rankt. Sie stammt von der Malabarküste im Südwesten Indiens; angebaut wird sie heute in ganz Südostasien und in Brasilien. Die Blüten sitzen in hängenden Ähren, aus denen sich dicht gedrängte Steinfrüchte entwickeln. Schwarz, weiß und grün sind keine verschiedenen Arten, sondern dieselbe Frucht in verschiedener Verarbeitung: schwarzer Pfeffer wird unreif geerntet und mit Schale getrocknet, wobei sie sich dunkel runzelt; weißer Pfeffer stammt von reifen Früchten, deren Fruchtfleisch abgelöst wird; grüner Pfeffer wird unreif eingelegt oder schnell getrocknet. Die Schärfe kommt vom Alkaloid Piperin, das Aroma vom ätherischen Öl mit Limonen, Pinen und β-Caryophyllen. In der Küche gilt Pfeffer in üblichen Mengen als unbedenklich. Aufmerksamkeit verlangen dagegen konzentrierte Piperin-Präparate, wie sie Kurkuma-Kapseln oft beigemischt sind: Piperin kann den Abbau von Arzneimitteln in der Leber hemmen und deren Wirkung dadurch verstärken.

  • GewürzFruchtInnerlichTraditionell

    Getrocknete Pfefferkörner sind ein weltweit verbreitetes Küchengewürz; traditionell auch bei Husten, Erkältung und Verdauungsbeschwerden verwendet (überlieferte Erfahrung, kein Wirksamkeitsnachweis). Das Aroma sitzt im ätherischen Öl und entweicht nach dem Mahlen rasch — deshalb schmeckt frisch gemahlener Pfeffer deutlich kräftiger als fertiges Pulver.

    Quellen: [1]

  • GewürzFruchtInnerlichKlinische Studie

    Piperin kann die Aufnahme und Plasmaspiegel anderer Stoffe erhöhen, indem es Stoffwechsel-Enzyme (CYP3A4) und den Transporter P-Glykoprotein hemmt; dies wurde in Studien gezeigt. Genau darauf beruht die verbreitete Kombination aus Kurkuma und Pfefferextrakt: Piperin verzögert den Abbau des Curcumins. Derselbe Mechanismus trifft aber auch Arzneimittel, die über CYP3A4 abgebaut werden — die erwünschte Wirkung beim Gewürz ist beim Medikament ein Risiko.

    Quellen: [2] [3]

  • RohFruchtInnerlichVolksmedizin

    In Indien gelten schwarzer Pfeffer und der verwandte Lange Pfeffer (Piper longum) als milchbildend. Belastbare klinische Studien dazu gibt es nicht — die Stillzeit-Datenbank LactMed führt diese Verwendung ausdrücklich als unbelegt.

    Quellen: [4]

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