Donum ∞ Dei
Foto von Echter Ysop

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Echter Ysop

Vorsicht

Hyssopus officinalis · (Hyssopus officinalis)

Lippenblütler (Lamiaceae)

Beschreibung

Ysop ist ein kleiner, immergrüner Halbstrauch des Mittelmeerraums mit schmalen Blättern und tiefblauen Blütenähren, der in Kloster- und Bauerngärten seit dem Mittelalter kultiviert wird. Sein Aroma ist intensiv minzig mit deutlicher Bitternote; in der Küche würzt er kräftige Gerichte, gehört in manche Za'atar-Mischungen und steckt in Kräuterlikören wie Chartreuse und Absinth. Geerntet wird das blühende Kraut. Traditionell ist der Aufguss ein Mittel bei hartnäckigem Husten, Bronchitis und verschleimten Atemwegen; als schleimlösender Bestandteil gilt vor allem das Diterpenlacton Marrubiin, während das 1,8-Cineol im ätherischen Öl die Dampfinhalation begründet. Abgekühlt und konzentriert dient derselbe Aufguss als Gurgellösung bei Halsschmerzen, warm als Umschlag bei Prellungen. Wichtig: Das reine ätherische Öl gehört ausschließlich verdünnt auf die Haut und niemals in den Mund — schon wenige Tropfen können bei Kindern Krampfanfälle auslösen.

  • TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Aufguss aus blühendem Ysopkraut ist das traditionelle Mittel bei Bronchitis, hartnäckigem Husten und Verschleimung der Atemwege. Das Diterpen-Lacton Marrubiin gilt als Hauptverantwortlicher der schleimlösenden (expektorierenden) Wirkung.

    Anleitung & Dosierung

    2–4 g getrocknetes blühendes Kraut mit kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 3 × täglich 1 Tasse, maximal 4 Wochen.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

    Quellen: [1] [2] [3]

  • GurgelnKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Konzentrierter abgekühlter Aufguss zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Entzündungen der Mundschleimhaut. Die adstringierenden Gerbstoffe und antimikrobiellen Phenolsäuren unterstützen die antiseptische Wirkung.

    Quellen: [1] [3]

  • TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Ysoptee regt die Magensaftproduktion an, wirkt karminativ (blähungswidrig) und lindert Krämpfe des oberen Verdauungstraktes. Historisch bei chronischer Gastritis, Appetitlosigkeit und Völlegefühl eingesetzt.

    Anleitung & Dosierung

    2–3 g getrocknetes Kraut aufgießen; vor oder nach den Mahlzeiten warm trinken.

    Trockenmenge
    23 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [1] [2] [3]

  • GewürzBlattInnerlichVolksmedizin

    Frische oder getrocknete Ysopblätter und -blüten als aromatisches Würzkraut in der mediterranen und Nahost-Küche. Bestandteil des nahöstlichen Gewürzmischung Za'atar; auch in Chartreuse und Absinth verwendet. Intensives minziges Aroma mit leichter Bitterkeit.

    Quellen: [1]

  • UmschlagKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Warme Umschläge mit konzentriertem Ysopaufguss bei Rheuma, Prellungen und schlecht heilenden Wunden. Antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften des ätherischen Öls und der Flavonoide unterstützen die lokale Anwendung.

    Quellen: [2] [3]

  • InhalationKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Dampfinhalation mit Ysopkraut-Aufguss bei Katarrhen der oberen Atemwege. 1,8-Cineol (Cineol) im ätherischen Öl hat schleimhautreizlindernde und bronchuserweiternde Wirkung.

    Quellen: [3]

Verbreitung in Europa

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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