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Polpala
VorsichtOuret lanata · (Aerva lanata)
Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Beschreibung
Polpala erkennt man an ihrem feinen, silbrig-wolligen Flaum, der Stängel und schmale Blätter dieser bodennahen, ausdauernden Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse überzieht; sie gedeiht ganzjährig in den Tropen Afrikas und Asiens. Genutzt wird meist das ganze Kraut, seltener die Wurzel, als Tee bei Harnwegsbeschwerden – die ayurvedische Überlieferung beschreibt zudem Anwendungen bei Atemwegsreizung, als Leberstärkung und äußerlich als Auflage auf Wunden. Zu den nachgewiesenen Inhaltsstoffen zählen Saponine mit rund 7–8 % Anteil, Gerbstoffe, die Flavonole Kämpferol und Quercetin sowie mehrere Aerva-spezifische Alkaloide in Spuren. Die Anwendung sollte auf kurze Kuren von höchstens sieben Tagen beschränkt bleiben, da Tierstudien nach dauerhafter Hochdosierung Veränderungen am Nierengewebe zeigten. In der Schwangerschaft, bei Niereninsuffizienz und akuten Nierenentzündungen wird von der Anwendung abgeraten.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
Aerva lanata gilt in der ayurvedischen und ethnobotanischen Literatur als emmenagog und mit antifertiler Wirkung — Anwendung in der Schwangerschaft kontraindiziert.
Kritische Wechselwirkungen mit:
Nephrotoxische Arzneimittel (Aminoglykoside, Ciclosporin, NSAR bei Risikopatienten, Cisplatin)
Klassischer Polpala-Aufguss aus dem ayurvedischen und sri-lankischen Heilpflanzenschatz — Hauptanwendung als Diuretikum und 'Steinbrecher' (Pashanabheda) bei Harnsteinen und Sand im Urin. Pilot-Studien an der Universität Colombo (Gunatilake et al. 2012) bestätigen die diuretische Wirkung, mahnen aber zur kurzen Anwendungsdauer.
Anleitung & Dosierung
AYURVEDISCHER POLPALA-TEE: 3–5 g getrocknetes Aerva-lanata-Kraut (ganze Pflanze, fein zerkleinert) mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 5–10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 1–2 Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten, ausreichend Wasser zusätzlich trinken (mindestens 2 Liter/Tag), um die Spülwirkung zu unterstützen. ANWENDUNGSDAUER MAXIMAL 1 WOCHE — die ayurvedische Tradition selbst beschränkt die Polpala-Anwendung auf kurze Kuren, weil eine längere Hochdosis-Einnahme im Rattenmodell strukturelle Veränderungen an den proximalen Nierentubuli verursacht hat. Bei diagnostizierten Nierensteinen, Niereninsuffizienz oder unter Diabetesmedikation immer ärztlich begleiten.
- Trockenmenge
- 3–5 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 1 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Wegen fehlender pädiatrischer Daten und der renalen Wirkung nur für Erwachsene.
Volkstümlicher Wurzel-Dekokt — in Rajasthan und Tamil Nadu bei Harnsteinen, schmerzhaftem Wasserlassen (Strangurie) und Liberkrankungen verwendet. Wegen höherer Wirkstoffdichte stärker als der Krauttee, aber genauso strikt zeitlich zu begrenzen.
Anleitung & Dosierung
WURZEL-DEKOKT (klassische 'Pashanabheda'-Zubereitung): 3–6 g getrocknete, zerkleinerte Aerva-lanata-Wurzel in 300 ml kaltem Wasser ansetzen, langsam aufkochen und 15–20 Minuten köcheln lassen, abseihen. 1–2 Tassen täglich, möglichst frisch und warm. Wirkstark in Bezug auf die diuretische und steinlösende Wirkung — auf eine Woche begrenzen, danach mindestens 3 Wochen Pause. Stets reichlich Wasser begleitend trinken.
- Trockenmenge
- 3–6 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 1 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Nur für Erwachsene — keine pädiatrischen Sicherheitsdaten.
Traditioneller Polpala-Hustentee — in Ayurveda und Siddha-Medizin bei Husten, Bronchitis und leichtem Asthma überliefert. Mechanistisch durch Saponine und Flavonoide (sekretolytisch, entzündungshemmend) erklärbar; klinisch nicht standardisiert.
Anleitung & Dosierung
HUSTENTEE (volksmedizinisch): 2–4 g getrocknetes Polpala-Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Bei Bedarf mit etwas Honig süßen. 2–3 Tassen täglich bei Reizhusten, Bronchitis oder asthmatischen Beschwerden — überliefert in indischen und sri-lankischen Volksrezepturen. Nicht über eine Woche hinaus ohne ärztliche Abklärung.
- Trockenmenge
- 2–4 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
- Max. Anwendungsdauer
- 1 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Volksanwendung — pädiatrisch nicht etabliert.
Stammes- und volksmedizinische Anwendung in Rajasthan: Wurzelsaft oder -aufguss gegen Lebercholestase, Gelbsucht und Verdauungsstörungen. Belegt durch ethnobotanische Reviews (Goyal et al. 2011), ohne klinische Evidenz.
Anleitung & Dosierung
WURZEL-AUFGUSS bei Gelbsucht (Volksmedizin Rajasthan): 2–4 g getrocknete Wurzel zerkleinern, mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10–15 Minuten ziehen lassen, abseihen. 1–2 Tassen täglich für maximal eine Woche — traditionell bei Leberstau, leichter Gelbsucht (Ikterus) und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Bei manifester Gelbsucht oder Hepatitis IMMER ärztliche Abklärung — die Anwendung ersetzt keinesfalls eine ärztliche Diagnose.
- Trockenmenge
- 2–4 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 1 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Volksanwendung — nur Erwachsene; bei Lebererkrankungen ärztlich begleiten.
Quellen: [2]
Nutritive Verwendung als Wildgemüse — junge Blätter werden in Westafrika, Indien und Sri Lanka in Eintöpfen und als Spinatersatz gekocht. Gleichzeitig Heilpflanze, daher Übermaß vermeiden.
Anleitung & Dosierung
BLATTGEMÜSE: Junge Blätter (zart, vor Blüte) ernten, gründlich waschen und wie Spinat zubereiten — in Suppen, Curries oder leicht gedünstet mit Zwiebel und Knoblauch. In Westafrika und Südindien als Wildgemüse geschätzt — guter Eisen-, Kalzium- und Eiweißgehalt (Trockenanalysen: ca. 22 % Rohprotein, hohe Aschegehalte mit Phosphat und Kalium). Mengen für gelegentlichen Verzehr unkritisch; bei täglichem Verzehr großer Mengen über lange Zeit gilt die gleiche Vorsicht wie für den Heiltee.
Volksmedizinischer Frischblatt-Umschlag bei kleineren Verletzungen und (traditionell) als Notmaßnahme bei Schlangenbissen — ethnobotanisch dokumentiert, klinisch nicht belegt. Heutige Anwendung allenfalls bei harmlosen Hautirritationen als Notbehelf.
Anleitung & Dosierung
FRISCHE BLATT-AUFLAGE: Frische Polpala-Blätter zwischen den Fingern oder im Mörser leicht zerdrücken, bis Pflanzensaft austritt, und direkt auf kleine Wunden, Insektenstiche oder Schlangenbisse (als ERSTE-HILFE-Notmaßnahme — Schlangenbiss bleibt immer ein ärztlicher Notfall, sofort 112/Klinik) auflegen. 1–2 mal täglich erneuern. Traditionelle Anwendung in afrikanischer und südindischer Stammesmedizin, ohne klinische Daten. NICHT auf große offene Wunden — Kontaminationsrisiko mit Erdkeimen.
Aerva lanata (Polpala) ist eine sehr wirksame Heilpflanze mit klar abgrenzbarem Anwendungsfenster: KURZE KUREN von höchstens 7 Tagen, danach mindestens 3 Wochen Pause. Tier-Studien (Gunatilake et al., Pharmacognosy Research 2012) zeigten nach 30 Tagen täglicher Hochdosis-Polpala-Infusion strukturelle Veränderungen an den proximalen Nierentubuli — die ayurvedische Tradition kennt diese Begrenzung seit Jahrhunderten und verwendet Polpala nur als Stoßtherapie. NICHT bei: diagnostizierter Niereninsuffizienz, akuter Pyelonephritis, schwerer Dehydratation; ausreichend Wasser begleitend trinken. Bei Diabetikern: Polpala wirkt blutzuckersenkend — additive Wirkung mit Antidiabetika möglich, Blutzucker kontrollieren. Bei Diuretika-Therapie (Furosemid, Thiazide): additiver Wasser- und Kaliumverlust möglich, Elektrolyte beobachten. In der Schwangerschaft KEINE Anwendung — die Pflanze gilt traditionell als emmenagog und antifertil. Bei diagnostizierten Nierensteinen ärztliche Begleitung obligatorisch — die meisten Steine erfordern stoßwellen- oder endoskopische Behandlung, ein Pflanzentee ist allenfalls Begleitung.
⏱ Max. Daueranwendung: 1 Wochen
Aerva lanata gilt in der ayurvedischen und ethnobotanischen Literatur als emmenagog und mit antifertiler Wirkung — Anwendung in der Schwangerschaft kontraindiziert.
Keine systematischen Daten zur Anwendung in der Stillzeit; vor dem Hintergrund der diuretischen und potenziell nephroaktiven Wirkung in der Stillzeit nicht empfohlen.
Keine etablierten pädiatrischen Daten — innerliche Anwendung nur durch erwachsene Personen, bei Kindern nicht empfohlen.
Wechselwirkungen
Orale Antidiabetika und Insulin (Metformin, Sulfonylharnstoffe, Insulin)
Aerva-lanata-Extrakte zeigen in mehreren tierexperimentellen Studien eine signifikante blutzuckersenkende Wirkung (hypoglykämisch und antihyperglykämisch). Bei gleichzeitiger Einnahme antidiabetischer Arzneimittel ist eine additive Senkung des Blutzuckers möglich — Risiko einer Hypoglykämie. Blutzucker engmaschig kontrollieren; ggf. Dosisanpassung der Antidiabetika in Rücksprache mit Arzt.
Diuretika (Furosemid, Hydrochlorothiazid und andere Thiazide, Schleifendiuretika)
Polpala wirkt selbst diuretisch (Pashanabheda-Wirkung) und kann die wasserausschwemmende und kaliuretische Wirkung verschreibungspflichtiger Diuretika verstärken. Risiko einer Dehydratation, eines Elektrolytverlustes (insbesondere Hypokaliämie) und einer Verstärkung von Blutdruckabfällen. Elektrolyte und Kreatinin überwachen, ausreichend Wasser trinken.
Nephrotoxische Arzneimittel (Aminoglykoside, Ciclosporin, NSAR bei Risikopatienten, Cisplatin)
Im Rattenmodell führte 30-tägige Polpala-Hochdosis-Anwendung zu strukturellen Veränderungen am proximalen Tubulus. Bei gleichzeitiger Therapie mit potenziell nephrotoxischen Arzneimitteln ist eine additive Belastung der Nierentubuli denkbar — Polpala in solchen Konstellationen vermeiden oder nur unter ärztlicher Kontrolle einsetzen.
Kontraindikationen
- Schwangerschaft (traditionell als emmenagog und antifertil beschrieben).
- Niereninsuffizienz, manifeste chronische Nierenerkrankung — wegen tierexperimentell dokumentierter Tubulus-Veränderungen bei Langzeit-Hochdosis.
- Akute Pyelonephritis und schwere Dehydratation — diuretische Wirkung könnte den Zustand verschlechtern.
- Überempfindlichkeit gegen Aerva lanata oder andere Amaranthaceae.
Erntet wird: Kraut
- Tageszeit:
- In tropischen und subtropischen Anbaugebieten (Indien, Sri Lanka, Westafrika) am späten Vormittag eines trockenen Tages, sobald der Tau abgetrocknet ist und die Pflanze in der Vollblüte oder kurz nach Beginn der Blüte steht — höchster Wirkstoffgehalt an Alkaloiden, Flavonoiden und Saponinen. In gemäßigten Anbauten (Topfkultur Mitteleuropa) entsprechend im Spätsommer/Frühherbst, vor dem ersten Kühltag.
- Trocknung:
- ERNTE: Ganze Pflanze mit oberen 15–25 cm der grünen Triebe samt Blüten und Blättern (ohne verholzte Stängelbasis) bodennah abschneiden, ggf. Wurzelteile separat ausgraben. TROCKNUNG: einlagig auf Tüchern oder Sieben im Schatten ausbreiten, gute Belüftung, max. 40 °C — höhere Temperaturen zerstören die Alkaloide. Dauer 5–10 Tage. Trocken sind die Triebe, wenn sich Stiele leicht brechen lassen. Die wollig-weißen Blütenstände bleiben charakteristisch silbrig. Lagerung luftdicht in dunklen Gläsern oder Papiertüten, kühl, trocken — innerhalb von 12 Monaten verarbeiten.
- Lagerung:
- 12 Monate — Luftdicht in dunklen Gläsern oder Papiertüten, kühl (unter 25 °C) und trocken. Innerhalb von 12 Monaten verarbeiten — bei deutlichem Aroma- und Farbverlust nicht mehr verwenden.
- Tageszeit:
- Im späten Herbst bis Winter, am Ende der Vegetationsphase — die Wurzel hat dann den höchsten Wirkstoff- und Saponinanteil (Pashanabheda-Qualität). An einem trockenen, kühlen Tag ausgraben, sobald die oberirdischen Teile bräunlich werden.
- Trocknung:
- ERNTE: Wurzel vorsichtig mit Grabgabel ausgraben, Anhaftungen mit Bürste entfernen (nicht waschen, sonst Saponin-Verluste). In 1–2 cm dicke Scheiben schneiden. TROCKNUNG: einlagig im Schatten bei max. 40 °C, gut belüftet — 7–14 Tage. Trocken, wenn Scheiben hart und brechbar sind. Lagerung in dunklen, luftdichten Gläsern, kühl unter 20 °C — innerhalb von 18 Monaten aufbrauchen.
- Lagerung:
- 18 Monate — Dunkle, luftdichte Gläser, kühl unter 20 °C. Aufbrauchen innerhalb 18 Monaten.
- Aervin, Methylaervin, Aervosid, Ervolanin, Aervolanin (Aerva-spezifische Alkaloide)AlkaloidAnteil: Spuren bis 1 %Ganze Pflanze
Charakteristische Alkaloide der Gattung Aerva — namensgebende 'Aerva-Carbazol-Alkaloide'. Im Krautanteil bis zu etwa 11 % bezogen auf Trockensubstanz für die alkaloidische Gesamtfraktion angegeben; Einzelalkaloide nur in Spuren. Pharmakologisch werden mit dieser Klasse die spasmolytischen und teils antiproliferativen Effekte des Krauts in Verbindung gebracht.
- Kämpferol und Quercetin (Flavonol-Aglycone)FlavonoidAnteil: 0,1-0,5 %Ganze Pflanze
Hauptflavonole der Polpala — antioxidativ, kapillarprotektiv und antiurolithisch. In der Studie Lekha et al. 2017 wurden Quercetin und Betulin als wesentliche antiurolithische Wirkstoffe an kalziumoxalat-induzierten Rattennieren identifiziert (2 mg/kg/d über 28 Tage signifikante Reduktion der Steinbildung).
- Isorhamnetin, Persinol, Persinosid A und BFlavonoidAnteil: Spuren bis 0,2 %Blüte
Begleitflavonoide neben Kämpferol und Quercetin — Isorhamnetin als 3'-O-Methyl-Quercetin trägt zur antioxidativen Gesamtwirkung bei. Persinol und die Persinoside sind als Aerva-Markerverbindungen für die analytische Drogenidentifizierung wichtig.
- β-Sitosterol und β-Sitosteryl-Palmitat (Phytosterole)SonstigeAnteil: 0,1-0,4 %Ganze Pflanze
Verbreitetes Phytosterol — antiphlogistisch, cholesterolsenkend und mit leichter Wirkung auf die glatte Muskulatur der Harnwege. Trägt zur diuretisch-spasmolytischen Gesamtwirkung des Polpala-Tees bei.
- Saponine (Triterpensaponine, Lupeol und Lupeol-Acetat)SaponinAnteil: ca. 7-8 %Blatt
Hochmolekulare Triterpensaponine — im Blatt bis ca. 7,7 % gemessen. Sekretolytisch (löst Schleim in Atemwegen) und diuretisch (Aktivierung der Nierentubuli und Reizung der Harnwege). Lupeol ist außerdem antiphlogistisch und antitumoral in vitro. Trägt zur 'Steinbrecher'-Wirkung (Pashanabheda) bei, weil Saponine die Kalzium-Oxalat-Kristallaggregation in vitro reduzieren.
- Tannine (Gerbstoffe)GerbstoffAnteil: ca. 1-3 %Ganze Pflanze
Hydrolysierbare und kondensierte Gerbstoffe — adstringierend, leicht antibakteriell und antiviral. Tragen zur entzündungshemmenden Wirkung bei Harnwegsentzündungen bei und stabilisieren die Schleimhaut der Harnwege.
- Methylgrevillat und BenzoesäurePhenolsäureAnteil: SpurenGanze Pflanze
Aromatische Begleitstoffe — Benzoesäure mit milder antimikrobieller Wirkung; Methylgrevillat als phenolischer Ester ohne dominante eigene Wirkung, aber als Marker in der HPTLC-Fingerprint-Analyse der Droge eingesetzt.
- Mineralstoffe (Kalium, Phosphat, Kalzium, Eisen)MineralstoffAnteil: Asche ca. 30 % der TSBlatt
Auffällig hohe Aschegehalte im Polpala-Kraut (ca. 31 % der Trockensubstanz) mit hohen Anteilen Phosphat und Kalium — Kaliumreichtum erklärt einen Teil der diuretischen Wirkung. Wichtig: Bei Niereninsuffizienz und Hyperkaliämie-Risiko gerade dieser Mineralgehalt zu beachten.
- [2]MonographieGoyal M., Pareek A., Nagori B.P., Sasmal D. — Aerva lanata: A review on phytochemistry and pharmacological aspects. Pharmacognosy Reviews 5(10):195–198, 2011.(abgerufen: 2026-05-26)
- [3]MonographieGunatilake M., Lokuhetty M.D.S., Bartholomeusz N.A., Edirisuriye D.T., Kularatne M.U., Date A. — Aerva lanata (Polpala): Its effects on the structure and function of the urinary tract. Pharmacognosy Research 4(4):181–188, 2012.(abgerufen: 2026-05-26)
- [4]MonographieLekha G., Mohan K., Samy I.A. — Antiurolithiatic activity of natural constituents isolated from Aerva lanata. Journal of Ayurveda and Integrative Medicine, 2017 (PMC5747499) — quercetin and betulin in calcium-oxalate rat model.(abgerufen: 2026-05-26)
- [5]MonographieBoopathi C.A. — A Review on Phytochemistry and Biological Activities of Aerva (Amaranthaceae). Natural Products Chemistry & Research review article, 2017.(abgerufen: 2026-05-26)
- [1]WikipediaOuret lanata / Aerva lanata (Wikipedia EN)(abgerufen: 2026-05-26)
Verbreitung in Europa
🪴 Zuhause anbauen
- ☀ Licht
- volle Sonne
- 💧 Wasser
- alle paar Tage
- 🌱 Erde
- Sandige Erde mit Drainage
- 🪴 Topf
- 20 cm
- ⭐ Schwierigkeit
- ★★☆ mittel
- 🐾 Haustiere
- ungiftig — nicht extern geprüft
Tipps:
- Liebt Wärme — unter 15°C ins Haus.
- Nicht überdüngen — wächst auch auf armen Böden.
- Blätter und Kraut für Tee verwenden.
Pflege-Tipps sind allgemeine Empfehlungen aus Indoor-Gardening-Praxis, keine wissenschaftlichen Quellen.