© Francisco Manuel Blanco (O.S.A.) · Public domain · Commons
Polpala
VorsichtOuret lanata · (Aerva lanata)
Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Beschreibung
Beschreibung für Polpala folgt — siehe Wikipedia-Artikel.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
Aerva lanata gilt in der ayurvedischen und ethnobotanischen Literatur als emmenagog und mit antifertiler Wirkung — Anwendung in der Schwangerschaft kontraindiziert.
Kritische Wechselwirkungen mit:
Nephrotoxische Arzneimittel (Aminoglykoside, Ciclosporin, NSAR bei Risikopatienten, Cisplatin)
- TeeGanze PflanzeInnerlichTraditionell
Klassischer Polpala-Aufguss aus dem ayurvedischen und sri-lankischen Heilpflanzenschatz — Hauptanwendung als Diuretikum und 'Steinbrecher' (Pashanabheda) bei Harnsteinen und Sand im Urin. Pilot-Studien an der Universität Colombo (Gunatilake et al. 2012) bestätigen die diuretische Wirkung, mahnen aber zur kurzen Anwendungsdauer.
Anleitung & Dosierung
AYURVEDISCHER POLPALA-TEE: 3–5 g getrocknetes Aerva-lanata-Kraut (ganze Pflanze, fein zerkleinert) mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 5–10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 1–2 Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten, ausreichend Wasser zusätzlich trinken (mindestens 2 Liter/Tag), um die Spülwirkung zu unterstützen. ANWENDUNGSDAUER MAXIMAL 1 WOCHE — die ayurvedische Tradition selbst beschränkt die Polpala-Anwendung auf kurze Kuren, weil eine längere Hochdosis-Einnahme im Rattenmodell strukturelle Veränderungen an den proximalen Nierentubuli verursacht hat. Bei diagnostizierten Nierensteinen, Niereninsuffizienz oder unter Diabetesmedikation immer ärztlich begleiten.
- Trockenmenge
- 3–5 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 1 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Wegen fehlender pädiatrischer Daten und der renalen Wirkung nur für Erwachsene.
[#src_goyal_aerva_phytochem_2011] [#src_gunatilake_polpala_urinary_2012] [#src_wp_en_aerva_lanata]
- TeeWurzelInnerlichTraditionell
Volkstümlicher Wurzel-Dekokt — in Rajasthan und Tamil Nadu bei Harnsteinen, schmerzhaftem Wasserlassen (Strangurie) und Liberkrankungen verwendet. Wegen höherer Wirkstoffdichte stärker als der Krauttee, aber genauso strikt zeitlich zu begrenzen.
Anleitung & Dosierung
WURZEL-DEKOKT (klassische 'Pashanabheda'-Zubereitung): 3–6 g getrocknete, zerkleinerte Aerva-lanata-Wurzel in 300 ml kaltem Wasser ansetzen, langsam aufkochen und 15–20 Minuten köcheln lassen, abseihen. 1–2 Tassen täglich, möglichst frisch und warm. Wirkstark in Bezug auf die diuretische und steinlösende Wirkung — auf eine Woche begrenzen, danach mindestens 3 Wochen Pause. Stets reichlich Wasser begleitend trinken.
- Trockenmenge
- 3–6 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 1 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Nur für Erwachsene — keine pädiatrischen Sicherheitsdaten.
[#src_goyal_aerva_phytochem_2011] [#src_ijpsdr_aerva_antiurolithiatic_2017]
- TeeGanze PflanzeInnerlichVolksmedizin
Traditioneller Polpala-Hustentee — in Ayurveda und Siddha-Medizin bei Husten, Bronchitis und leichtem Asthma überliefert. Mechanistisch durch Saponine und Flavonoide (sekretolytisch, entzündungshemmend) erklärbar; klinisch nicht standardisiert.
Anleitung & Dosierung
HUSTENTEE (volksmedizinisch): 2–4 g getrocknetes Polpala-Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Bei Bedarf mit etwas Honig süßen. 2–3 Tassen täglich bei Reizhusten, Bronchitis oder asthmatischen Beschwerden — überliefert in indischen und sri-lankischen Volksrezepturen. Nicht über eine Woche hinaus ohne ärztliche Abklärung.
- Trockenmenge
- 2–4 g
- Anwendungen/Tag
- 3×
- Max. Anwendungsdauer
- 1 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Volksanwendung — pädiatrisch nicht etabliert.
[#src_goyal_aerva_phytochem_2011] [#src_longdom_aerva_review]
- TeeWurzelInnerlichVolksmedizin
Stammes- und volksmedizinische Anwendung in Rajasthan: Wurzelsaft oder -aufguss gegen Lebercholestase, Gelbsucht und Verdauungsstörungen. Belegt durch ethnobotanische Reviews (Goyal et al. 2011), ohne klinische Evidenz.
Anleitung & Dosierung
WURZEL-AUFGUSS bei Gelbsucht (Volksmedizin Rajasthan): 2–4 g getrocknete Wurzel zerkleinern, mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10–15 Minuten ziehen lassen, abseihen. 1–2 Tassen täglich für maximal eine Woche — traditionell bei Leberstau, leichter Gelbsucht (Ikterus) und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Bei manifester Gelbsucht oder Hepatitis IMMER ärztliche Abklärung — die Anwendung ersetzt keinesfalls eine ärztliche Diagnose.
- Trockenmenge
- 2–4 g
- Anwendungen/Tag
- 2×
- Max. Anwendungsdauer
- 1 Wochen
⚠ Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Volksanwendung — nur Erwachsene; bei Lebererkrankungen ärztlich begleiten.
- RohBlattInnerlichTraditionell
Nutritive Verwendung als Wildgemüse — junge Blätter werden in Westafrika, Indien und Sri Lanka in Eintöpfen und als Spinatersatz gekocht. Gleichzeitig Heilpflanze, daher Übermaß vermeiden.
Anleitung & Dosierung
BLATTGEMÜSE: Junge Blätter (zart, vor Blüte) ernten, gründlich waschen und wie Spinat zubereiten — in Suppen, Curries oder leicht gedünstet mit Zwiebel und Knoblauch. In Westafrika und Südindien als Wildgemüse geschätzt — guter Eisen-, Kalzium- und Eiweißgehalt (Trockenanalysen: ca. 22 % Rohprotein, hohe Aschegehalte mit Phosphat und Kalium). Mengen für gelegentlichen Verzehr unkritisch; bei täglichem Verzehr großer Mengen über lange Zeit gilt die gleiche Vorsicht wie für den Heiltee.
- UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin
Volksmedizinischer Frischblatt-Umschlag bei kleineren Verletzungen und (traditionell) als Notmaßnahme bei Schlangenbissen — ethnobotanisch dokumentiert, klinisch nicht belegt. Heutige Anwendung allenfalls bei harmlosen Hautirritationen als Notbehelf.
Anleitung & Dosierung
FRISCHE BLATT-AUFLAGE: Frische Polpala-Blätter zwischen den Fingern oder im Mörser leicht zerdrücken, bis Pflanzensaft austritt, und direkt auf kleine Wunden, Insektenstiche oder Schlangenbisse (als ERSTE-HILFE-Notmaßnahme — Schlangenbiss bleibt immer ein ärztlicher Notfall, sofort 112/Klinik) auflegen. 1–2 mal täglich erneuern. Traditionelle Anwendung in afrikanischer und südindischer Stammesmedizin, ohne klinische Daten. NICHT auf große offene Wunden — Kontaminationsrisiko mit Erdkeimen.
Verbreitung in Europa
🪴 Zuhause anbauen
- ☀ Licht
- volle Sonne
- 💧 Wasser
- alle paar Tage
- 🌱 Erde
- Sandige Erde mit Drainage
- 🪴 Topf
- 20 cm
- ⭐ Schwierigkeit
- ★★☆ mittel
- 🐾 Haustiere
- haustier-sicher
Tipps:
- Liebt Wärme — unter 15°C ins Haus.
- Nicht überdüngen — wächst auch auf armen Böden.
- Blätter und Kraut für Tee verwenden.
Pflege-Tipps sind allgemeine Empfehlungen aus Indoor-Gardening-Praxis, keine wissenschaftlichen Quellen.