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Foto von Schwarzes Bilsenkraut

© H. Zell · CC BY-SA 3.0 · Commons

Schwarzes Bilsenkraut

Giftig🐾

Hyoscyamus niger · (Hyoscyamus niger)

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Beschreibung

Das Schwarze Bilsenkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bilsenkräuter innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden

Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.

  • InhalationBlattInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinische Inhalation von Bilsenkraut-Rauch bei Asthma bronchiale und Keuchhusten. Getrocknete Blätter wurden auf Kohle verbrannt und der Rauch inhaliert. Historisch in Europa und dem Orient verbreitet — anticholinerge Bronchodilatation als Wirkprinzip. Heute wegen Toxizität obsolet.

    Anleitung & Dosierung

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  • TinkturBlattInnerlichTraditionell

    Historische pharmazeutische Verwendung von Hyoscyamin-/Scopolamin-Extrakten aus Bilsenkraut als präoperatives Sedativum und zur Reduzierung von Bronchialsekret vor Narkosen. Bilsenkraut-Tinktur war bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Pharmakopöen enthalten. Heute durch reine Isolate (Scopolamin-TTS, Atropin-Injektionslösung) ersetzt.

    Anleitung & Dosierung

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  • TinkturKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Homöopathische Verwendung von Hyoscyamus (D6–C30) bei Erregungs- und Krampfzuständen, Schlafstörungen und manisch-halluzinatorischen Symptombildern. Reine homöopathische Verdünnungen (ab C12) enthalten keine pharmakologisch wirksamen Alkaloidmengen. Verbreitet in der klassischen Homöopathie als Konstitutionsmittel.

    Anleitung & Dosierung

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  • RohSamenInnerlichVolksmedizin

    Ethnobotanische und schamanische Verwendung: Bilsenkraut-Samen galten als bewusstseinsverändernde Substanz in nordeuropäischen und nahöstlichen Ritualen. Archäologische Funde aus dem römischen Niederlande (Houten-Castellum, 70–100 n. Chr.) belegen das absichtliche Sammeln von Samen — vermutlich für rituelle oder medizinische Zwecke. Auch in der mittelalterlichen Hexenküche (Flugsalbe) erwähnt.

    Anleitung & Dosierung

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  • TinkturBlattInnerlichVolksmedizin

    Historische Verwendung von Bilsenkraut in der mittelalterlichen Braukunde: Vor der Einführung von Hopfen wurden Bilsenkraut-Blätter und -Samen als berauschende Bierzusätze verwendet (Grutbier). Die etymologische Verbindung zum Stadtnamen Pilsen (Plzeň) wird in der Wissenschaft diskutiert, gilt aber als nicht gesichert. Das Reinheitsgebot (1516) beendete diese Praxis in Deutschland.

    Anleitung & Dosierung

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  • TinkturWurzelInnerlichTraditionell

    Pharmazeutische Quelle für Scopolamin-Isolate: Hyoscyamus niger ist neben Duboisia spp. eine der kommerziellen Ausgangspflanzen für die Scopolamingewinnung (Reisekrankheitspflaster, Prämedikation). Hairy-Root-Kulturen und Bioreaktortechnologie ermöglichen heute standardisierte Alkaloidproduktion ohne Wildsammlung.

    Anleitung & Dosierung

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