Donum ∞ Dei
Foto von Stevia

© Flyingbikie (Robert Lynch, Melbourne/Australia) · CC0 · Commons

Stevia

Stevia rebaudiana · (Stevia rebaudiana)

Korbblütler (Asteraceae)

Beschreibung

In Paraguay und Brasilien kauten die Guaraní die Blätter dieses Korbblütlers seit Jahrhunderten pur oder süssten damit ihren Mate-Tee – der Name „ka'a he'ẽ“ bedeutet schlicht „süsses Kraut“. Verantwortlich dafür sind Steviolglycoside wie Steviosid und Rebaudiosid A, die 200 bis 300 Mal süsser als Zucker schmecken und heute als kalorienfreier Zuckerersatz (E 960) weltweit genutzt werden; die EFSA hat dafür eine zulässige Tagesdosis von 4 mg pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. In der südamerikanischen Volksmedizin diente die Pflanze zudem als Aufguss bei Verdauungsbeschwerden, Fieber und zur Unterstützung der Leberfunktion – für diese Anwendungen fehlen jedoch belastbare klinische Daten. Die enthaltenen Flavonoide Quercetin und Kaempferol sowie Chlorogensäure tragen zusätzlich antioxidative Eigenschaften bei. In haushaltsüblichen Mengen gilt Stevia als sicher; bei bekannter Allergie gegen Korbblütler wie Kamille oder Ringelblume ist Vorsicht geboten, ebenso bei hochdosierten Extrakten in der Schwangerschaft.

  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    Die Guaraní-Völker Paraguays und Brasiliens kauten frische Stevia-Blätter seit Jahrhunderten als süßen Genuss und zur Süßung von Matetee. Der volksmedizinische Name "ka'a he'ẽ" (süßes Kraut) belegt den kulturellen Stellenwert als Nahrungsergänzung und Wohlbefindenspflanze.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    In der Volksmedizin Südamerikas wurde Stevia-Tee bei Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl und zur allgemeinen Stärkung eingesetzt. Ethnobotanische Aufzeichnungen belegen den Einsatz bei Magen-Darm-Beschwerden durch die Guaraní.

    Anleitung & Dosierung

    1–2 g getrocknete Blätter mit 200 ml heißem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    Quellen: [1] [4]

  • GewürzBlattInnerlichKlinische Studie

    Getrocknete und pulverisierte Stevia-Blätter werden weltweit als kalorienfreier Zuckerersatz eingesetzt. Die enthaltenen Steviolglycoside (vor allem Steviosid und Rebaudiosid A) sind 200–300-fach süßer als Zucker. Die EFSA bewertete Steviolglycoside als Lebensmittelzusatzstoff (E 960) und etablierte einen ADI von 4 mg/kg Körpergewicht pro Tag.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [2] [3]

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinisch wurde Stevia in Südamerika zur Unterstützung des Blutdrucks eingesetzt. Pharmakologische Studien zeigten vasodilatatorische Effekte von Steviosid über Calcium-Kanal-Antagonismus, wobei diese Effekte bei üblichen Süßstoff-Mengen klinisch nicht relevant sind.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [3] [4]

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinisch in Südamerika zur Unterstützung bei Fieber, Infektionen und Hautproblemen eingesetzt. In vitro-Studien zeigen antimikrobielle Aktivität flüchtiger Öle aus den Blättern gegenüber bestimmten Bakterien und Pilzen.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [4]

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Ethnomedizinische Berichte aus Paraguay und Brasilien dokumentieren die Verwendung von Stevia-Tee als Diuretikum und zur Unterstützung der Leberfunktion. In vitro und Tierversuche zeigen hepatoprotektive Effekte, klinische Belege beim Menschen fehlen.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [4]

Verbreitung in Europa

🪴 Zuhause anbauen

☀ Licht
hell, indirekt
💧 Wasser
alle paar Tage
🌱 Erde
Locker, humusreich, leicht sauer
🪴 Topf
20 cm
⭐ Schwierigkeit
★★☆ mittel
🐾 Haustiere
ungiftig — von der ASPCA geprüft

Tipps:

  • Nicht austrocknen lassen — Stevia wird schnell hängend bei Wassermangel.
  • Vor der Blüte sind die Blätter am süßesten — dann ernten.
  • Im Winter heller, kühler Standort (~12-15°C), wenig Wasser.

Pflege-Tipps sind allgemeine Empfehlungen aus Indoor-Gardening-Praxis, keine wissenschaftlichen Quellen.

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