Donum ∞ Dei
Foto von Sanddorn

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Sanddorn

Vorsicht

Sea buckthorn · (Hippophae rhamnoides)

Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)

Beschreibung

Sanddorn, auch Fasan(en)beer(e), Haffdorn, Seedorn und häufig „Zitrone des Nordens“ genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sanddorne (Hippophaë) innerhalb der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). Die Früchte sind für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt und werden insbesondere zu Nahrungsmitteln und Getränken sowie zu Hautpflegeprodukten verarbeitet.

  • RohFruchtInnerlichTraditionell

    Frischfrüchte und Presssaft als außerordentlich vitamin-C-reiche Nahrungsquelle — traditionelle Immunstärkung in Nord- und Zentraleuropa sowie Zentralasien.

    Anleitung & Dosierung

    FRISCHVERZEHR / SAFT: Vollreife orangerote bis tiefrote Beeren (Sept.–Okt.) enthalten je nach Sorte 200–900 mg Vitamin C pro 100 g — damit gehören sie zu den vitamin-C-reichsten heimischen Früchten. Roh sind sie extrem sauer und adstringierend; für den Frischverzehr mit Honig, Zucker oder süßen Früchten mischen. Üblicher: Presssaft, Muttersaft (unverdünnt, 10–30 ml täglich), oder mit Wasser und Honig verdünnt als vitaminreiches Kaltgetränk. Nicht erhitzen über 60 °C, da hitzeempfindliche Vitamine (C, B-Vitamine) zerstört werden. Die ungewöhnlich hohe Vitamin-C-Konzentration macht Sanddorn zum traditionellen immunstärkenden Herbst- und Wintermittel in Sibirien, Zentralasien und Nordeuropa.

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  • RohSamenÄußerlichTraditionell

    Kaltgepresstes Sanddornkernöl zur Hautregeneration und Wundpflege — reich an essentiellen Fettsäuren und Vitamin E, volksmedizinisch bei trockener, rissiger Haut und Schleimhautreizungen.

    Anleitung & Dosierung

    SANDDORNKERNÖL (extern): Aus den Kernen (Samen) durch Kaltpressung gewonnenes Öl, reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure ca. 36 %, Ölsäure ca. 15 %, Alpha-Linolensäure ca. 32 %) sowie Tocopherolen (Vitamin E). Auf gereinigter Haut unverdünnt oder in Creme/Salbe eingearbeitet (2–5 %) auftragen. Traditionell zur Wundpflege, bei trockener, spröder und rissiger Haut, zur Regeneration von Narben und bei Schleimhautreizungen (z. B. leichte Verbrennungen, Strahlendermatitis — Volksmedizin). Tiefgelbes bis rötliches Kernöl vom Fruchtfleischöl (Pulpa-Öl, noch karotinreicher, orange) unterscheiden: Kernöl hat milderen Eigengeruch und weniger karotinierende Wirkung.

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  • SalbeFruchtÄußerlichTraditionell

    Sanddornpulpa-Öl in Salbenbasis bei entzündlicher Haut, Schleimhautentzündungen und volksmedizinisch bei Magengeschwüren — hohes Karotinoid-Profil mit regenerativer Wirkung.

    Anleitung & Dosierung

    SANDDORNPULPA-ÖL / SALBE: Das tieforange, karotinreiche Fruchtfleischöl (Pulpa-Öl, gewonnen durch Extraktion des Fruchtfleisches nach Kernentfernung, C40-Carotinoide 30–40 mg/100 g) färbt die Haut intensiv orange — Anwendung daher verdünnt (3–10 % in neutraler Grundlage wie Sheabutter, Jojobaöl oder Bienenwachssalbe). Auf gereinigte Haut dünn auftragen, kurz einmassieren. Traditionelle Anwendung bei schuppender, entzündeter Haut (Dermatitis, Psoriasis-begleitend), bei Schleimhautentzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut sowie volksmedizinisch bei Magengeschwüren (Pulpa-Öl oral — wissenschaftlich noch unzureichend belegt). Schwangerschaftsstreifen-Prophylaxe in Volksmedizin Nord- und Osteuropas.

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  • TeeFruchtInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinischer Sanddornbeerentee als immunstärkendes Wintergetränk in Nord- und Osteuropa — reich an Vitamin C und Carotinoiden.

    Anleitung & Dosierung

    SANDDORNTEE (Beeren): 2–4 TL getrocknete, leicht zerdrückte Sanddornbeeren in 250 ml kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 8–10 Minuten köcheln lassen (Dekokt), dann abseihen und nach Belieben mit Honig süßen. 2 Tassen täglich. Volksmedizinisch als immunstärkendes Wintergetränk in Russland, den baltischen Staaten und Nordeuropa verbreitet — besonders zur Erkältungsprophylaxe und bei grippalem Infekt. Vitamin C ist hitzeempfindlich: durch Kochen geht ein Teil verloren, der verbleibende Anteil bleibt jedoch bedeutend (besser: Kalt- oder Warmaufguss unter 60 °C). Für Warmaufguss Beeren zerdrücken, mit 70–80 °C heißem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    2×

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  • TinkturFruchtInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinischer Sanddornlikör als Vitaminstoss in Erkältungszeit — mazerierte Beeren in Korn oder Wodka, tradtionelles Hausrezept Nord- und Osteuropas.

    Anleitung & Dosierung

    SANDDORNLIKÖR / TINKTUREN-ANSATZ (volksmedizinisch): 250 g frische oder gefrorene Sanddornbeeren mit 500 ml Korn (38 %) oder Wodka und 3–4 EL Honig in einem verschließbaren Glas 4–6 Wochen kühl und dunkel mazerieren, täglich schütteln, dann filtrieren und abfüllen. 1–2 Esslöffel (10–15 ml) 1–2× täglich als traditioneller Vitaminstoß in der Erkältungszeit. Hinweis: Dies ist ein volksheilkundliches Hausrezept (keine standardisierte Tinktur) — der Ethanolgehalt ist mäßig; nicht bei Alkoholproblematik, Schwangerschaft, Stillzeit oder Kindern.

    Flüssigkeit
    515 ml
    Anwendungen/Tag
    2×

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  • GewürzFruchtInnerlichVolksmedizin

    Vielseitige Küchenzutat: Saft, Konfitüre, Gelee, Soßen, Smoothies — hochvitaminös, intensiv säuerlich; in mongolischer und tibetischer Volksmedizin auch als Verdauungsmittel.

    Anleitung & Dosierung

    KÜCHE: Sanddornbeeren (frisch, gefroren, als Muttersaft oder Püree) werden vielseitig eingesetzt: Saft und Muttersaft pur oder verdünnt als vitaminreiches Getränk; zu Konfitüre, Gelee und Marmelade eingekocht (sehr pektinreich — geliert ohne Zusatz-Pektin); als Fruchtsoße zu Wildgerichten und Käse; Sanddornbutter (Püree mit Butter und Honig); in Smoothies mit Banane oder Mango zur Geschmacksabmilderung. In der mongolischen und tibetischen Volksmedizin traditionell als Verdauungsmittel (Beeren und Blätter) und Energiemittel für Hochgebirgsregionen. Stark säuerlich-herb — benötigt in der Küche immer Süßungsmittel (Honig, Zucker, süße Früchte).

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  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    Volksmedizinischer Blättertee als mildes Antioxidans und Stärkungsmittel — in Russland und Zentralasien bei Gelenkbeschwerden und zur allgemeinen Stärkung.

    Anleitung & Dosierung

    BLÄTTERTEE: 1–2 TL getrocknete Sanddornblätter mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 7–8 Minuten ziehen lassen, abseihen. 2 Tassen täglich. Sanddornblätter enthalten Flavonoide (Isorhamnetin, Quercetin, Kaempferol) und Gerbstoffe. Volksmedizinisch in Russland und Zentralasien als allgemeines Stärkungs- und Antioxidansmittel, bei Gelenkbeschwerden (Rheuma, Gicht — volkstümlich) und zur Hautpflege von innen. Blättertee ist mild im Geschmack (leicht herb), kein starkes Heilmittel — Geerntete Blätter im Frühsommer (Mai–Juni) verwenden, vor der Beerenreife. Keine EMA- oder Kommission-E-Monographie.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    2×

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Verbreitung in Europa

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