Donum ∞ Dei
Blühender Zweig von Camellia sinensis (Teestrauch) mit weißer Blüte

© AxelBoldt · Public domain · Commons

Teestrauch

Vorsicht

Tea plant · (Camellia sinensis)

Teestrauchgewächse (Theaceae)

Beschreibung

Der Teestrauch ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Teestrauchgewächse, ursprünglich aus dem Grenzgebiet zwischen Südwestchina, Nordostindien und Myanmar. Sich selbst überlassen würde er mehrere Meter hoch werden; auf den Plantagen hält man ihn durch Schnitt auf Hüfthöhe, damit die jungen Triebe von Hand gepflückt werden können. Geerntet wird meist nur die Knospe mit den zwei folgenden Blättern. Aus seinen ledrigen, gesägten Blättern stammen alle echten Teesorten — grüner, weißer, Oolong- und schwarzer Tee. Die Unterschiede entstehen nicht durch verschiedene Pflanzen, sondern allein durch die Verarbeitung: Grüner Tee wird gleich nach der Ernte erhitzt, damit die Blattenzyme abgetötet werden; schwarzer Tee darf vorher durchoxidieren, wovon er Farbe und Malzton bekommt; Oolong liegt dazwischen. Die Blätter enthalten Koffein, die Aminosäure L-Theanin sowie Polyphenole, allen voran die Catechine mit dem viel untersuchten EGCG. Als Getränk gilt Tee für Erwachsene als unbedenklich. Bei konzentrierten Grüntee-Extrakten sieht es anders aus — dazu steht Genaueres im Sicherheits-Abschnitt.

  • TeeBlattInnerlichTraditionell

    Tee enthält Koffein und wirkt anregend; er wird traditionell als Genuss- und Wachmacher-Getränk getrunken. Das L-Theanin im Blatt dämpft die Koffeinwirkung etwas ab — deshalb wird sie oft als ruhiger empfunden als beim Kaffee. Wie viel Koffein in die Tasse gelangt, hängt stark von Ziehzeit und Wassertemperatur ab.

    Anleitung & Dosierung

    Grüner Tee verträgt kein kochendes Wasser: 70–80 °C, ein bis drei Minuten. Zu heiß oder zu lange, und die Gerbstoffe machen ihn bitter. Schwarzer Tee dagegen mit kochendem Wasser, drei bis fünf Minuten.

    Anwendungen/Tag
    4×

    Quellen: [1] [4]

  • TeeBlattInnerlichKlinische Studie

    Die Blätter sind reich an Catechinen (v. a. EGCG) mit antioxidativen Eigenschaften im Labor. Studien deuten auf eine bescheidene Senkung von Cholesterin hin; ein gesicherter gesundheitlicher Nutzen beim Menschen ist nicht belegt. Das amerikanische NCCIH fasst die Lage so zusammen, dass für keine Erkrankung ein gesicherter Nutzen von Grüntee nachgewiesen ist — was im Labor überzeugt, hält beim Menschen bisher nicht Schritt.

    Quellen: [1] [2]

  • TeeBlattInnerlichKlinische Studie

    Die Polyphenole im Tee binden pflanzliches Eisen im Darm und verringern dessen Aufnahme erheblich — ein Effekt, der beim Menschen gut gemessen ist. Für die meisten ist das ohne Belang; bei Eisenmangel, in der Schwangerschaft oder bei vegetarischer Ernährung lohnt es sich, Tee mit ein bis zwei Stunden Abstand zur Mahlzeit zu trinken. Vitamin C zum Essen wirkt in die Gegenrichtung.

    Quellen: [4]

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