Donum ∞ Dei
Foto von Beifuß

© Unknown (see Commons) · CC BY-SA 3.0 · Commons

Beifuß

Vorsicht

Artemisia vulgaris · (Artemisia vulgaris)

Korbblütler (Asteraceae)

Beschreibung

Tief fiederteilige Blätter mit silbrig-weiß filzig behaarter Unterseite und rötlich überlaufene, bis zu zwei Meter hohe Stängel kennzeichnen dieses Korbblütlergewächs, das an Wegrändern, Ödland und Ufern Mitteleuropas gedeiht. Geerntet wird das blühende Kraut zwischen Juli und September; sein ätherisches Öl kann je nach Chemotyp bis zu 48 Prozent Campher sowie Cineol und Beta-Thujon enthalten. Ein Aufguss aus dem Kraut dient traditionell als Bittermittel zur Anregung der Verdauungssäfte bei Appetitlosigkeit und Blähungen; überliefert ist zudem eine Anwendung als Emmenagogum bei ausbleibender oder schmerzhafter Menstruation. In der traditionellen chinesischen Medizin werden getrocknete Blätter zu Moxastäben gepresst und zur Wärmeakupunktur verbrannt; kulinarisch würzt Beifuß fettes Fleisch wie Gans und Ente. WARNHINWEIS: Wegen möglicher wehenauslösender Wirkung strikt in der Schwangerschaft kontraindiziert. Das enthaltene Thujon ist in hohen Dosen neurotoxisch, weshalb von Daueranwendung abzuraten ist; Personen mit Korbblütler-Allergie haben ein erhöhtes Sensibilisierungsrisiko.

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Aufguss aus dem blühenden Kraut (1–2 g pro Tasse) als Bittermittel zur Anregung der Verdauungsdrüsen bei Appetitlosigkeit, Blähungen und dyspeptischen Beschwerden. Die Sesquiterpenlactone (Vulgarin) und ätherischen Öle (1,8-Cineol, Campher) sind für die bittere, carminative Wirkung verantwortlich.

    Anleitung & Dosierung
    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    3×
    Max. Anwendungsdauer
    4 Wochen

    Quellen: [1] [3] [4]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Traditionell als Emmenagogum bei unregelmäßiger, ausbleibender oder schmerzhafter Menstruation eingesetzt (Dysmenorrhoe, Amenorrhoe). Die Flavonoide Eriodictyol und Apigenin besitzen schwache östrogene Aktivität und können Uteruskontraktionen stimulieren — daher strikt in der Schwangerschaft kontraindiziert.

    Anleitung & Dosierung
    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    2×
    Max. Anwendungsdauer
    2 Wochen

    Quellen: [3] [4]

  • GewürzBlattInnerlichTraditionell

    Getrocknete oder frische Blätter als Küchenkraut zu fettem Fleisch (Gans, Ente), Füllungen und Grutbier. Die ätherischen Öle regen die Fettverdauung und Gallensekretion an. In Deutschland und Vietnam traditionelle Küchenpflanze.

    Quellen: [1] [2]

  • UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin

    Warme Kräuterauflage aus frisch zerquetschten Blättern oder feuchtem Teeaufguss bei Gelenkschmerzen und Menstruationskrämpfen. Äußerliche Anwendung vermeidet die Resorption größerer Thujonmengen.

    Quellen: [1] [3]

  • Ätherisches ÖlKrautige TeileÄußerlichTraditionell

    In der traditionellen chinesischen Medizin werden getrocknete Blätter und Stängel zu Moxastäben gepresst und zur Wärmeakupunktur (Moxibustion) verbrannt, um Akupunkturpunkte zu stimulieren. Diese Anwendung ist von der internen Einnahme streng zu unterscheiden.

    Quellen: [2] [4]

  • TinkturKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Alkoholischer Auszug aus blühendem Kraut als bitteres Tonikum; stärker konzentriert als der Teeaufguss. Wegen des Thujongehalts nur in kleinen Dosen (max. 2–4 ml/Tag) und nicht dauerhaft anwenden.

    Quellen: [3] [4]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    In der Volksheilkunde als Expektorans und Antispasmodikum bei Atemwegserkrankungen und Asthma eingesetzt. Das ätherische Öl mit 1,8-Cineol und die anticholinergen Eigenschaften wirken bronchodilatatorisch (Tierversuche).

    Quellen: [4]

Verbreitung in Europa

Mehr aus dieser Familie · Korbblütler

DEENFRESBG