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Foto von Indisches Basilikum

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Indisches Basilikum

Vorsicht

Ocimum tenuiflorum · (Ocimum tenuiflorum)

Lippenblütler (Lamiaceae)

Beschreibung

Indisches Basilikum, auch Tulsi bzw. Tulasi, , Königsbasilikum oder Heiliges Basilikum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Basilikum (Ocimum) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihr natürliches Vorkommen reicht vom tropischen und subtropischen Asien bis zum nördlichen Australien.

  • TeeKrautige TeileInnerlichTraditionell

    Tulsi-Tee aus getrockneten Blättern und Blüten wird in der Ayurveda seit Jahrhunderten als Rasayana (Verjüngungsmittel) und Adaptogen eingesetzt. Er gilt als ausgleichendes Tonikum bei Stressbelastung, geistiger Erschöpfung und zur allgemeinen Immunstärkung. Moderne Übersichtsarbeiten (Srivastava 2021) bestätigen das adaptogene Profil, das vor allem auf Eugenol, Ursol- und Rosmarinsäure zurückgeführt wird.

    Anleitung & Dosierung

    2–5 g getrocknete Tulsi-Blätter und Blütenstängel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen. Bis zu 3 Tassen täglich.

    Trockenmenge
    25 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_srivastava_tulsi_adaptogen] [#src_pooja_phytoconstituents] [#src_verma_phytopharmacology]

  • TeeBlattInnerlichTraditionell

    In der ayurvedischen und traditionellen indischen Medizin wird Tulsi-Blätter-Tee bei Husten, Erkältungen, Bronchitis und fieberhaften Infektionen eingesetzt. Eugenol wirkt antibakteriell und antiviral; Kampfer und Caryophyllen unterstützen die bronchiale Clearance. Die Wirksamkeit ist traditionell gut dokumentiert, klinische RCT-Daten zu Atemwegsinfektionen fehlen.

    Anleitung & Dosierung

    3–6 g frische oder getrocknete Blätter mit 250 ml heißem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen. Optional mit frischem Ingwer und Honig mischen. 3 × täglich warm trinken.

    Trockenmenge
    36 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    [#src_bokelmann_holy_basil] [#src_verma_phytopharmacology] [#src_pooja_phytoconstituents]

  • TinkturKrautige TeileInnerlichKlinische Studie

    Eine placebokontrollierte Doppelblind-Studie (Lopresti et al. 2022, Frontiers in Nutrition, DOI 10.3389/fnut.2022.965130) untersuchte Holixer™ — einen standardisierten Extrakt aus Ocimum tenuiflorum — bei 53 Erwachsenen mit subjektivem Stress über 8 Wochen. Primärer Endpunkt war der Perceived Stress Scale Score. Der Extrakt zeigte signifikante Verbesserungen bei Stress, Stimmung und Schlafqualität gegenüber Placebo.

    Anleitung & Dosierung

    Standardisierter Extrakt (Holixer™) gemäß Herstellerangabe: 250–500 mg Extrakt zweimal täglich mit Wasser. Fertigtinktur 1:5 (40–60 % Ethanol): 30–40 Tropfen bis zu 3× täglich.

    Anwendungen/Tag
    2×

    [#src_lopresti_rct_stress]

  • TeeBlattInnerlichTraditionell

    In der ayurvedischen Tradition gilt Tulsi als Deepana (Verdauungsfeuer-Anreger) und Vata-Pachana (Blähungs-Reduzierer). Wässrige Blätterauszüge werden bei dyspeptischen Beschwerden, Übelkeit, Blähungen und zur Leberunterstützung eingesetzt. Eugenol wirkt spasmolytisch auf die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts.

    Anleitung & Dosierung

    2–4 g getrocknete Blätter in 200 ml heißem Wasser 10 Minuten ziehen lassen. Nach dem Essen trinken.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    [#src_pooja_phytoconstituents] [#src_sharma_comparative]

  • Ätherisches ÖlBlattÄußerlichTraditionell

    Ätherisches Tulsi-Öl (Methyl-Eugenol-Chemotyp oder Eugenol-Chemotyp) wird äußerlich in verdünnter Form (1–2 % in Trägeröl) bei Hautinfektionen, Insektenstichen und zur Inhalation bei Atemwegsinfektionen eingesetzt. Yamani et al. (2016) dokumentierten eine signifikante antimikrobielle Aktivität gegen E. coli, P. aeruginosa und S. aureus in vitro.

    [#src_yamani_antimicrobial] [#src_verma_phytopharmacology]

  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Frische Tulsi-Blätter werden in Indien täglich als Puja-Opfergabe und als funktionelles Nahrungsmittel (Kauen am Morgen auf nüchternen Magen) eingenommen. Diese Praxis gilt in der Ayurveda als immunstärkend und purifiziierend. Das Kauen roher Blätter wird wegen des Eugenol-Gehalts als schonend antibakteriell für die Mundflora betrachtet.

    [#src_bokelmann_holy_basil] [#src_srivastava_tulsi_adaptogen]

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    In der Volksmedizin Südostasiens und Indiens werden Tulsi-Aufgüsse bei leichten rheumatischen Gelenkschmerzen und zur Förderung der Durchblutung eingesetzt. Die anti-inflammatorische Wirkung von Ursol- und Oleanolsäure wird in vitro durch Hemmung von COX-2 und 5-LOX belegt; klinische Daten für diese spezifische Indikation liegen nicht vor.

    Anleitung & Dosierung

    3–5 g getrocknetes Tulsi-Kraut in 300 ml kochendem Wasser 10 Minuten ziehen lassen. Morgens und abends je eine Tasse trinken.

    Trockenmenge
    35 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    [#src_sharma_comparative] [#src_upadhyay_flavonoids]

Verbreitung in Europa

🪴 Zuhause anbauen

☀ Licht
volle Sonne
💧 Wasser
alle paar Tage
🌱 Erde
Lockere Kräutererde
🪴 Topf
18 cm
⭐ Schwierigkeit
★★☆ mittel
🐾 Haustiere
haustier-sicher

Tipps:

  • Wie normales Basilikum, aber etwas robuster.
  • Regelmäßig Spitzen ernten für buschigen Wuchs.
  • Mag morgens Wasser, nachmittags Sonne.

Pflege-Tipps sind allgemeine Empfehlungen aus Indoor-Gardening-Praxis, keine wissenschaftlichen Quellen.

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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