Donum ∞ Dei
Foto von Echter Sellerie

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Echter Sellerie

Vorsicht

Apium graveolens · (Apium graveolens)

Doldenblütler (Apiaceae)

Beschreibung

Die knackigen, gerippten Stängel dieses Doldenblütlers wachsen dicht gebündelt aus einer Blattrosette und werden zwischen Juli und Oktober zusammen mit Wurzel und Samen geerntet. Roh als kalorienarmes Gemüse oder Snack verzehrt, liefern die Stiele nennenswerte Mengen an Vitamin K, Folat und Kalium; die Phthalide Butylphthalid und Sedanolid, Hauptbestandteile des Samenöls, sorgen für das typische Aroma. Ein Aufguss aus gequetschten Samen wird in der europäischen Volksmedizin traditionell als harntreibendes Mittel bei leichten Harnwegsbeschwerden genutzt, während Stängel, Samen und Wurzel überliefert bei Gicht und rheumatischen Beschwerden zum Einsatz kamen. Schon im antiken Ägypten, Griechenland und Rom diente Sellerie als Würz- und Heilpflanze. WARNHINWEIS: Sellerie zählt in Mitteleuropa zu den häufigsten Nahrungsmittelallergenen mit möglichen anaphylaktischen Reaktionen und ist EU-weit kennzeichnungspflichtig; Kontakt mit Blättern gefolgt von Sonneneinstrahlung kann photodermatitische Reaktionen auslösen.

  • RohKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Staudensellerie-Stiele roh als Gemüse oder Snack: kalorienarm (14 kcal/100 g), 95 % Wasser, reich an Vitamin K (29 µg/100 g = 24 % TW), Folat (36 µg = 9 % TW) und Kalium (263 mg = 9 % TW). Die charakteristischen Phthalide Butylphthalid und Sedanolid geben das typische Aroma und wirken leicht krampflösend auf die glatte Muskulatur des Verdauungstrakts.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [3]

  • TeeSamenInnerlichVolksmedizin

    Samen-Aufguss: 1 TL gequetschte Selleriesamen auf 250 ml heißes Wasser, 10–15 Minuten ziehen lassen. In der europäischen Volksmedizin traditionell als Diuretikum bei leichten Harnwegsinfekten und zur Unterstützung der Nierenfunktion eingesetzt. Kommission E-Monographie verweist auf unzureichenden Wirksamkeitsnachweis; traditionelle Anwendung in Mitteleuropa ist jedoch gut dokumentiert.

    Anleitung & Dosierung
    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    2×

    Quellen: [2] [3]

  • GewürzSamenInnerlichVolksmedizin

    Selleriesamen als Gewürz in Suppen, Eintöpfen, Broten und Gemüsegerichten — intensiver Geschmack als die Stiele. Das ätherische Öl der Samen enthält R-(+)-Limonen (~60 %), beta-Selinene (~13 %) und Phthalide (20–30 %). In der traditionellen Küche Europas, des Nahen Ostens und Südasiens verbreitet.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [3]

  • RohKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    In der europäischen Volksmedizin wird Sellerie (Stiele, Samen, Wurzel) traditionell bei Gicht, Rheuma und Arthritis eingesetzt. Die harntreibende Wirkung soll die Ausscheidung von Harnsäure fördern. Die Verwendung bei rheumatischen Beschwerden ist in Mitteleuropa und im Nahen Osten volksmedizinisch gut belegt; klinische Studien zur Wirksamkeit fehlen.

    Quellen: [2] [3]

  • RohKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    In der traditionellen chinesischen und persischen Medizin wird Sellerie zur Unterstützung bei Bluthochdruck eingesetzt. Phthalide (besonders Butylphthalid) entspannen die glatte Gefäßmuskulatur und wirken blutdrucksenkend im Tiermodell. Beim Menschen liegen keine kontrollierten klinischen Studien zu Sellerie als Monoextrakt vor; die Phthalide wurden aber als mögliche Wirksubstanz isoliert und untersucht.

    Quellen: [1] [3]

  • GewürzBlattInnerlichVolksmedizin

    Sellerieblätter als Kochkraut (Schnitt- oder Blättersellerie): Bitterstoffe und ätherische Öle regen die Verdauung an. In der antiken Medizin (Ägypten, Griechenland, Rom) als Würz- und Heilpflanze genutzt. Rohe Blätter haben einen intensiven, leicht bitteren Geschmack; als Kochkraut werden sie in Suppen und Brühen verwendet.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [3]

Verbreitung in Europa

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Quelle: Gertrud Franck, Gesunder Garten durch Mischkultur (1980, eigene Kuration) | Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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