Donum ∞ Dei
Foto von Wald-Erdbeere

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Wald-Erdbeere

Fragaria vesca · (Fragaria vesca)

Rosengewächse (Rosaceae)

Beschreibung

Kleine, intensiv duftende rote Früchte und dreiteilige, gezähnte Blätter kennzeichnen die Wald-Erdbeere, die von Mai bis August an Waldrändern und Wegböschungen wächst. Genutzt werden die Blätter, am besten vor der Blüte gesammelt, sowie die reifen Früchte, die reich an Vitamin C sind. Traditionell wird ein Aufguss aus den gerbstoffreichen Blättern bei Verdauungsbeschwerden getrunken, äußerlich auch zum Gurgeln bei Halsbeschwerden verwendet; volksheilkundlich gelten die Blätter zudem als anregend für Leber und Verdauung. Die Früchte selbst werden vor allem als nahrhafter Snack geschätzt und äußerlich gelegentlich zur Hautpflege genutzt. Selten kann es zu Allergien gegen Erdbeerproteine kommen, insbesondere bei Personen mit einer Birkenpollenallergie ist Vorsicht angebracht, und der hohe Tanningehalt der Blätter kann die Magenschleimhaut bei Überdosierung reizen.

  • TeeBlattInnerlichTraditionell

    Aufguss aus getrockneten Wald-Erdbeerblättern bei Durchfall, Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit. Die Ellagitannine und Gerbstoffe (bis zu 12 % in älteren Blättern) wirken adstringierend auf die Darmschleimhaut.

    Anleitung & Dosierung

    3–5 g getrocknete Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Bis zu 3 Tassen täglich.

    Trockenmenge
    35 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [1] [2] [3]

  • GurgelnBlattÄußerlichVolksmedizin

    Konzentrierter Teeaufguss der Blätter als Gurgelmittel bei Entzündungen der Mundschleimhaut, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Halsentzündungen. Die adstringierenden Gerbstoffe ziehen die Schleimhäute zusammen.

    Anleitung & Dosierung

    5–8 g Blätter mit 200 ml kochendem Wasser, 15 Min. ziehen lassen. Mehrmals täglich gurgeln, nicht schlucken.

    Trockenmenge
    58 g

    Quellen: [1] [3]

  • RohFruchtInnerlichVolksmedizin

    Reife Walderdbeeren sind reich an Vitamin C, Anthocyanen und Ellagsäure. Als Frischobst verzehrt liefern sie antioxidative Verbindungen und stärken das Immunsystem. Intensiver Geschmack als Kulturerdbeere.

    Quellen: [2] [4]

  • TinkturBlattInnerlichVolksmedizin

    Tinktur aus Wald-Erdbeerblättern (1:5, 40–60 % Ethanol) als konzentrierte Form für die adstringierende und diuretische Nutzung. Traditionell auch bei Gicht und Rheuma eingesetzt.

    Quellen: [1]

  • TeeBlattInnerlichVolksmedizin

    In der Volksheilkunde wurden Blätter kombiniert mit Weinblättern als Lebertee eingesetzt. Dr. Hauschka beschreibt die Blätter als Unterstützung für Leber und Gallenblase. Belege beschränken sich auf traditionellen Gebrauch.

    Quellen: [3]

  • RohFruchtÄußerlichVolksmedizin

    Zerdrückte reife Früchte wurden traditionell als Gesichtsmaske bei Hautunreinheiten aufgetragen. Ellagsäure hemmt in vitro die Melaninbildung; Extrakte aus Früchten und Blättern werden daher in der Kosmetik eingesetzt.

    Quellen: [2] [4]

Verbreitung in Europa

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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