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Foto von Schnittsalat

© Photograph: Frank C. Müller, Baden-Baden · CC BY-SA 4.0 · Commons

Schnittsalat

Lettuce · (Lactuca sativa var. crispa)

Korbblütler (Asteraceae)

Beschreibung

Schnittsalat, Pflücksalat oder Blattsalat ist eine Sorte des Gartensalats, ein Blattgemüse, das in frischem Zustand unerhitzt gegessen wird. Botanisch werden die Salatpflanzen in hauptsächlich zwei Gruppen unterschieden: die Lattich- und die Zichoriengruppe; Ausnahmen sind Feldsalat und Rucola, die zu anderen Pflanzenfamilien gehören. Anders als Kopfsalat bildet der Schnittsalat keine „Köpfe“, sondern die Blätter werden nach und nach von außen nach innen geerntet.

  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Schnitt- bzw. Pflücksalat ist eine Cultivar-Gruppe von Lactuca sativa, die anders als der Kopfsalat keinen geschlossenen Kopf bildet, sondern eine lockere Blattrosette mit gekrausten oder glatten, oft farbigen Blättern (Lollo Rossa, Lollo Bionda, Eichblatt). Roh als Blattsalat verzehrt liefert er pro 100 g rund 95 % Wasser, etwa 14 kcal sowie nennenswerte Mengen Vitamin K1, Folsäure, Provitamin A und Kalium bei sehr geringer Energiedichte — ein klassisches Sättigungsgemüse, das die Hydrierung unterstützt und durch seinen Ballaststoffanteil die Darmperistaltik anregt.

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  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Pflücksalat ist eine der gehaltvollsten Vitamin-K1-Quellen unter den Salaten: Looseleaf-Sorten liefern laut USDA rund 125 µg Phyllochinon pro 100 g frisch — etwa 100 % des täglichen Bedarfs. Vitamin K ist für die Carboxylierung der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X sowie für die Aktivierung des Knochenproteins Osteocalcin essenziell. Die dunkelgrünen, roten oder bronzefarbenen Außenblätter enthalten deutlich mehr Vitamin K und Carotinoide als die hellen Innenblätter und sollten mitgegessen werden.

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  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Pflücksalat ist eine relevante Quelle für Folsäure (Vitamin B9, ca. 38 µg/100 g) und Provitamin A in Form von Beta-Carotin (ca. 4400 µg/100 g, vor allem in dunkelgrünen Sorten). Folsäure ist besonders in der Frühschwangerschaft zur Neuralrohrprävention bedeutsam; Beta-Carotin wird bedarfsgerecht in Retinol umgewandelt und unterstützt Sehfunktion, Immunabwehr und Hautintegrität. Die Carotinoid-Aufnahme verbessert sich erheblich, wenn der Salat mit etwas Fett (Öl-Dressing) verzehrt wird.

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  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    In der deutschen und europäischen Volksmedizin des 18. und 19. Jahrhunderts galt ein milder Aufguss aus dem bitteren Milchsaft (Lattichopium, lateinisch Lactucarium) schießender Salatpflanzen als sanftes Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie als Hustenlinderer. Geerntet wurde der eingetrocknete weisse Milchsaft, der beim Anschnitt von Stängel und Blattadern austritt; er enthält die Sesquiterpenlactone Lactucin und Lactucopikrin. Schnittsalat (L. sativa) liefert deutlich mildere Konzentrationen als der verwandte Giftlattich (L. virosa), aus dem das pharmazeutische Lactucarium gewonnen wurde. Klinische Wirksamkeitsbelege beim Menschen liegen nicht vor; die Anwendung ist rein volkskundlich.

    Anleitung & Dosierung

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  • UmschlagBlattÄußerlichVolksmedizin

    In der mitteleuropäischen Hausmittel-Tradition wurden gekuehlte, gewaschene Salatblaetter als kuehlende Auflage auf muede, geschwollene Augenlider, leicht gereizte Haut oder kleinere Hautrötungen gelegt. Der hohe Wasseranteil (~95 %) bewirkt einen verdunstungskühlenden Effekt und mildert das subjektive Spannungsgefühl. Die Anwendung ist volkskundlich überliefert, jedoch nicht durch klinische Studien belegt; bei offenen Wunden oder Augeninfektionen ist davon abzuraten.

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  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    Pflücksalat eignet sich besonders gut fuer die 'Cut-and-come-again'-Methode: Statt einen ganzen Kopf zu ernten, werden nur die äußeren Blaetter abgeschnitten oder gezupft, während die Pflanze aus dem Vegetationspunkt heraus weiterwächst. Dies ermöglicht über mehrere Wochen kontinuierliche Ernten kleiner Mengen — ideal fuer Smoothies, gemischte Salate, als Wrap-Belag oder als Garnitur. Die jungen Blaetter sind besonders zart und mild; mit zunehmendem Alter und vor dem Schiessen werden sie bitter.

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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