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Foto von Espe

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Espe

Vorsicht

Populus tremula · (Populus tremula)

Weidengewächse (Salicaceae)

Beschreibung

Schon ein leichter Windhauch versetzt die rundlichen Blätter der Espe (Salicaceae) durch ihre seitlich abgeflachten Blattstiele in ständiges Zittern – daher der Name Zitterpappel. Die im Frühjahr geschälte Rinde enthält Phenylglykoside wie Salicortin, Populin und Tremulacin, die im Körper zu Salicylaten umgewandelt werden und damit ähnlich wie Acetylsalicylsäure fiebersenkend und entzündungshemmend wirken. Diese Wirkung ist am besten für das standardisierte Kombinationspräparat Phytodolor® (mit Esche und Goldrute) belegt, das in Studien bei Arthrose und rheumatischen Beschwerden untersucht wurde; die Volksmedizin nutzte einen reinen Rindentee oder eine Tinktur zum selben Zweck. In der Bachblütentherapie steht Espe zudem als Essenz Nr. 36 für unbestimmte Angst – eine Anwendung ohne wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis. Wegen des Salicylatgehalts ist bei bekannter Acetylsalicylsäure-Allergie, unter Antikoagulanzien und bei Kindern unter 12 Jahren Vorsicht geboten.

  • TinkturRindeInnerlichKlinische Studie

    Phytodolor®, eine standardisierte Kombination aus Extrakten von Populus tremula, Fraxinus excelsior und Solidago virgaurea, ist das am besten belegte phytotherapeutische Präparat mit Zitter-Espe-Anteil. Okpanyi und Arens-Corell (1990) dokumentierten in pharmakologischen Studien anti-entzündliche, analgetische und antipyretische Aktivitäten der Einzelextrakte und der Kombination. Bonaterra et al. (2007) bestätigten in humanen Monozyten anti-entzündliche Effekte über COX-2-Hemmung. Phytodolor wurde in klinischen Studien bei Arthrosen und rheumatischen Beschwerden untersucht; Meyer und Elstner (1990) beschrieben den antioxidativen Beitrag von Populus-Extrakten.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [2] [3]

  • TeeRindeInnerlichTraditionell

    Rinde der Zitter-Espe wurde in der europäischen Volksmedizin traditionell als fiebersenkendes und antirheumatisches Mittel eingesetzt. Die enthaltenen Phenylglykoside (Salicortin, Populin, Tremulacin) werden nach oraler Aufnahme zu Salicylaten hydrolysiert und erklären die antipyretische und antientzündliche Wirkung analog zu Acetylsalicylsäure. Maud Grieve dokumentiert die Anwendung gegen Wechselfieber und Rheuma in 'A Modern Herbal' (1931).

    Anleitung & Dosierung

    2–4 g getrocknete, zerkleinerte Populus-Rinde in 250 ml Wasser 15 Minuten köcheln lassen, abseihen. Bis zu 3 Tassen täglich. Bei Salicylat-Allergie oder ASS-Unverträglichkeit nicht anwenden.

    Trockenmenge
    24 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [4] [6] [7]

  • TinkturRindeInnerlichTraditionell

    Alkoholische Rinden-Tinktur der Zitter-Espe wird traditionell bei chronischen rheumatischen Beschwerden und Arthroseschmerzen eingesetzt. Der höhere Salicylat-Estergehalt in der Tinktur (Salicortin, Tremulacin) ermöglicht eine konzentriertere Tagesdosis. Botanische Referenz: PFAF und Arzneipflanzenlexikon beschreiben Anwendung in Nordeuropa und Alpenraum.

    Anleitung & Dosierung

    Rindentinktur 1:5 (Ethanol 40–60 %): 30–50 Tropfen bis zu 3× täglich, nicht länger als 4–6 Wochen ohne ärztliche Beratung. Bei Salicylat-Allergie kontraindiziert.

    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [6] [7]

  • RohBlüteInnerlichVolksmedizin

    Populus tremula (Zitter-Espe) ist als Bachblüte Nr. 36 'Aspen' (Bach Flower Remedies) bekannt. Edward Bach beschrieb diese Blütenessenzen 1936 als Mittel gegen unbestimmte Angst, diffuse Vorahnung und Schreckhaftigkeit ohne erkennbaren Grund. Die Essenz wird traditionell in Wasser oder Alkohol hochverdünnt angewendet. Wissenschaftliche Belege für eine Wirksamkeit über Placebo hinaus liegen nicht vor; die Anwendung gehört zur Traditionellen Komplementärmedizin.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [5] [6]

  • SalbeBlüteÄußerlichVolksmedizin

    Knospensalbe aus Populus-Knospen (oft Populus nigra oder Hybride, auch Zitter-Espe-Knospen in Volksmedizin) enthält harzige Phenylglykoside und Flavonoide und wird äußerlich bei Gelenkschmerzen, Muskelkater und Hautproblemen eingesetzt. In der Zitter-Espe-Volksmedizin Nordeuropas und der Alpentradition dokumentiert. Antioxidative Eigenschaften der Populus-Extrakte von Meyer und Elstner (1990) belegt.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [3] [6]

Verbreitung in Europa

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