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Foto von Gemeine Fichte

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Gemeine Fichte

Vorsicht

Picea abies · (Picea abies)

Kieferngewächse (Pinaceae)

Beschreibung

Im zeitigen Frühjahr treiben die hellgrünen, weichen Triebspitzen der Fichte (Pinaceae) aus – die traditionell gesammelten „Maiwipferl". Aufgegossen ergeben sie einen ätherisch-öl- und vitamin-C-reichen Tee, der volksheilkundlich bei Husten, Bronchitis und Erkältung getrunken wird; das Nadelöl mit hohem Bornylacetat- und Alpha-Pinen-Anteil wird zudem inhaliert oder Bädern zugesetzt, um Atemwege zu befreien und die Durchblutung anzuregen. Aus dem Harz gewonnene Salben dienten überliefert der Wundversorgung und als wärmende Einreibung bei Gelenkschmerzen, während junge, in Zucker eingelegte Zapfen zu einem Hustensirup reifen. Die Rinde enthält zusätzlich Stilbene wie Astringin und das Flavonoid Taxifolin. Ätherisches Fichtenöl darf nicht innerlich bei Asthma oder obstruktiver Bronchitis angewendet werden, und bei Kleinkindern unter zwei Jahren ist die Anwendung im Gesichts- und Brustbereich zu vermeiden.

  • TeeKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Tee aus frischen Maiwipfeln (junge Fichtentriebe): die fein geschnittenen Triebspitzen werden mit heißem Wasser übergossen und 5 Minuten gezogen. Der Tee enthält ätherische Öle und Vitamin C und wird volksmedizinisch bei Husten, Bronchitis und Erkältung eingesetzt.

    Anleitung & Dosierung

    1 TL frische, fein geschnittene Maiwipferl in 250 ml heißes (nicht kochendes) Wasser geben, 5 min ziehen lassen, abseihen.

    Trockenmenge
    12 g
    Anwendungen/Tag
    3×

    Quellen: [1] [5] [6]

  • InhalationKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Inhalation von Fichtennadelöl (Dampfinhalation): Das ätherische Öl aus Nadeln und Zweigspitzen enthält Bornylacetat, Borneol, α-Pinen und Myrcen und wirkt schleimlösend und antiseptisch. Volksmedizinisch bei Schnupfen und Atemwegsinfekten angewendet.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [5] [6]

  • BadKrautige TeileÄußerlichVolksmedizin

    Fichtennadelbad: Nadeln und Zweigspitzen werden ausgekocht und der Aufguss dem Badewasser zugegeben. Volksmedizinisch bei Rheuma, Muskelschmerzen und Erkältungskrankheiten. Das ätherische Öl regt die Durchblutung an.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [5]

  • SalbeGanze PflanzeÄußerlichVolksmedizin

    Fichtenharz-Salbe: Das Harz (Pech) der Fichte wird in Fett oder Öl aufgelöst und als Wundsalbe, Furunkel-Umschlag oder als rubefaciens bei Rücken- und Gelenkschmerzen eingesetzt. In der österreichischen Pharmakopöe als Emplastrum monographiert.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [3] [5]

  • TeeFruchtInnerlichVolksmedizin

    Zapfensirup: Junge grüne Fichtenzapfen werden mit Zucker oder Honig eingelegt und nach mehrwöchiger Mazeration zu Sirup verarbeitet. Volksmedizinisch bei Asthma, Husten und Halsschmerzen eingesetzt.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1]

  • RohKrautige TeileInnerlichVolksmedizin

    Frische Maiwipferl als Nahrungsmittel: Die jungen Triebe können roh oder als Zutat in Desserts und Speisen verwendet werden. Sie sind besonders reich an Vitamin C (bis 407 mg/100 g Trockengewicht), Flavonoiden und kondensierten Tanninen.

    Quellen: [2]

  • TinkturRindeÄußerlichTraditionell

    Fichtenrindenextrakt: Die Rinde enthält Stilbene (Astringin, Piceatannol, Piceaside), Flavonoide (Taxifolin) und kondensierte Tannine. Extrakte werden topisch für ihre antioxidative und zellschützende Wirkung eingesetzt.

    Quellen: [4]

Verbreitung in Europa

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