Donum ∞ Dei
Foto von Radieschen

© Rasbak · CC BY-SA 3.0 · Commons

Radieschen

Vorsicht

Radish · (Raphanus sativus var. sativus)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Beschreibung

Das Radieschen, auch Radies genannt, selten Monatsrettich, eine Varietät des Garten-Rettichs, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

  • RohWurzelInnerlichTraditionell

    Das Radieschen ist eines der schnellwachsendsten Gemüse (Ernte nach ca. 25–35 Tagen) und wird weltweit frisch verzehrt. Die Knolle enthält ca. 27–29 mg Vitamin C pro 100 g (ca. 30 % des Tagesbedarfs), Kalium (ca. 225–255 mg/100 g), Folsäure und Eisen (ca. 1,2 mg/100 g) bei nur 14 kcal/100 g. Roh in Salaten, als Snack mit Butter und Meersalz (klassisch Französisch), in Dips oder fein gehobelt auf belegten Broten. Der scharfe Geschmack stammt von Isothiocyanaten (v. a. 4-Methylthio-3-butenyl-isothiocyanat / Glucoraphasatin-Abbauprodukt), die bei Zellverletzung aus Glucosinolaten durch Myrosinase freigesetzt werden.

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  • RohWurzelInnerlichTraditionell

    In der traditionellen Volksmedizin Europas und Asiens gelten Radieschen als verdauungsfördernd, appetitanregend und leicht abführend. Die Bitterstoffe und Senföle (Isothiocyanate) sollen die Gallensekretion anregen und die Leberdurchblutung fördern. Volksmedizinische Überlieferung sieht in geriebenen oder ausgepressten Radieschen ein traditionelles Mittel bei Völlegefühl, träger Verdauung und Blähungen. PFAF verweist auf die tonisierende und laxierende Wirkung auf den Darm sowie die indirekte Gallenstimulation.

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  • RohWurzelInnerlichVolksmedizin

    Frischer Radieschensaft oder geriebene Radieschen wurden in der Volksmedizin bei Erkältungen, Husten und Bronchitis eingesetzt. Die antibakteriell wirkende Substanz Raphanin (ein Glucosinolat-Abbauprodukt mit isothiocyanatähnlicher Struktur) soll schleimlösend und keimabtötend wirken. PFAF erwähnt die Verwendung der Samen bei Verdauungsbeschwerden und Bronchitis. Klinische Belege fehlen; volksmedizinische Überlieferung aus mehreren europäischen und asiatischen Traditionen.

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  • RohBlattInnerlichTraditionell

    Die Blätter des Radieschens sind ebenso essbar wie die Knolle: Sie enthalten (getrocknet) extrem hohe Gehalte an Vitamin C (ca. 704 mg/100 g trocken), Kalzium (ca. 1.913 mg/100 g trocken), Eisen und Kalium laut PFAF. Frische Blätter können als Blattgemüse sautiert, in Salaten oder in Suppen verwendet werden. Im Normalhaushalt werden sie meist weggeworfen — ein unterschätzter Nährstofflieferant. Junge Blätter sind milder, ältere etwas bitter.

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  • UmschlagWurzelÄußerlichVolksmedizin

    Geriebene oder zerstampfte Radieschenknollen wurden volksmedizinisch als äußerlicher Umschlag bei leichten Verbrennungen, Prellungen und Hautreizungen eingesetzt (PFAF). Die kühlende, feuchte Masse soll lokale Entzündungsreaktionen lindern. Nicht klinisch belegt; kein Ersatz für medizinische Wundversorgung. Isothiocyanate können bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen — kurze Anwendungszeit beachten.

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  • RohWurzelInnerlichTraditionell

    Radieschen enthalten Glucosinolate (v. a. Glucoraphasatin, Glucoraphenin, Glucoerucin) und deren Abbauprodukte Isothiocyanate (v. a. Sulforaphen, Sulforaphan). Sulforaphan aktiviert den Transkriptionsfaktor Nrf2, der zelluläre Detoxifikationsenyme induziert. Präklinische Studien (in vitro / Tiermodell) zeigen antiproliferative und antioxidative Effekte. Anthocyane (Pelargonidin im roten Radieschen) wirken antioxidativ und können LDL-Oxidation hemmen. Klinische Evidenz am Menschen noch ausstehend.

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  • GewürzSamenInnerlichVolksmedizin

    Die Samen des Radieschens enthalten besonders hohe Konzentrationen an Glucosinolaten und Isothiocyanaten und werden volksmedizinisch zur Verdauungsförderung und als appetitanregendes Gewürz genutzt. Sprosse aus Radieschen-Samen (Microgreens) sind eine konzentrierte Quelle für Glucosinolate, Flavonoide, Beta-Carotin und Vitamin C. PFAF erwähnt die Verwendung der Samen bei Indigestion, Blähungen und Bronchitis.

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Quelle: Helga und Margarete Langerhorst, Mein gesunder Naturgarten (eigene Kuration)

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