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Europäische Eibe
Giftig🐾Taxus baccata · (Taxus baccata)
Eibengewächse (Taxaceae)
Beschreibung
Die Europäische Eibe, auch Gemeine Eibe oder nur Eibe umgangssprachlich genannt, früher auch Bogenbaum, Eue, Eve, Ibe, If, Ifen und ähnlich genannt, ist die einzige europäische Art in der Pflanzengattung der Eiben (Taxus). Sie ist die älteste (Tertiärrelikt) und schattenverträglichste Baumart Europas. Sie kann ein sehr hohes Alter erreichen.
🌿 Verwechslungsgefahr — vor Wildsammlung lesen!
HOCHGIFTIG — LEBENSGEFAHR.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
Taxin-Alkaloide sind teratogen und abortiv. Alle Pflanzenanwendungen in der Schwangerschaft absolut kontraindiziert. Auch klinisches Paclitaxel ist in der Schwangerschaft i.d.R. kontraindiziert.
In der Stillzeit KONTRAINDIZIERT
Taxine können in die Muttermilch übergehen. Alle Pflanzenanwendungen in der Stillzeit absolut kontraindiziert.
Bei Kindern KONTRAINDIZIERT
Besonders gefährdet: Kinder sind für Taxin-Vergiftungen hochempfindlich. Schon wenige Nadeln oder Samen können bei Kindern tödlich sein. Garten-Eibenhecken stellen ein erhebliches Vergiftungsrisiko dar.
Kritische Wechselwirkungen mit:
Antiarrhythmika / Herzglykoside
- RohGanze PflanzeÄußerlichVolksmedizin
Die Eibe gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen Europas und hat tiefe mythologische Bedeutung. Als immergrüner, jahrhundertealter Baum steht sie für Tod und Wiedergeburt. Typische Kirchhofspflanze in Großbritannien und Irland — Lichtung um alte Kirchen mit bis zu 4000 Jahre alten Exemplaren. Keine medizinische Anwendung; ethnobotanische Dokumentation.
Anleitung & Dosierung
Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden
Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.
- TinkturBlattInnerlichKlinische Studie
Paclitaxel (Taxol), halbsynthetisch aus 10-Deacetylbaccatin III gewonnen (aus Nadeln von Taxus baccata und T. brevifolia), ist ein klinisch etabliertes Zytostatikum bei Ovarialkarzinom, Mammakarzinom und NSCLC. Die Reinsubstanz wird nicht aus der Pflanze angewendet — dieser Eintrag dokumentiert die pharmazeutische Herkunft des Wirkstoffs. Selbsttherapie mit Eibenpräparaten ist strikte kontraindiziert.
Anleitung & Dosierung
- TinkturBlattInnerlichVolksmedizin
Homöopathische Zubereitungen aus Taxus baccata (Taxus Q-Potenzen) wurden im 19. Jahrhundert nach dem homöopathischen Arzneimittelbild bei Erkrankungen mit Blasen- und Nierenreizung sowie bei Gicht eingesetzt. Keine klinische Wirksamkeit belegt. Abzugrenzen von konventionellem Paclitaxel.
Anleitung & Dosierung
- RohFruchtInnerlichVolksmedizin
Das rote Fruchtfleisch (Arillus) der Eibe ist der EINZIGE nicht-giftige Teil der Pflanze und wurde vereinzelt von Kindern verzehrt. WARNUNG: Samen im Inneren sind hochgiftig (Taxine). In der Volksmedizin des Mittelalters wurden kleinste Mengen Eibenbeeren bei Herzleiden eingesetzt — Praktik, die heute absolut kontraindiziert und gefährlich ist.
Anleitung & Dosierung
- RohBlattInnerlichVolksmedizin
WARNUNG — HOCHGIFTIG. In historischen Berichten wurden Eibennadeln als Abortivum und zur Selbstvergiftung benutzt (antike Römer, keltische Krieger vor Gefangennahme). Letale Dosis für Erwachsene: ca. 50–100 g Nadeln. Taxin A und B hemmen Calcium- und Natriumkanäle des Herzens; Tod durch Herzstillstand. Kein therapeutischer Nutzen bei Selbstanwendung.
Anleitung & Dosierung
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