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Foto von Europäische Eibe

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Europäische Eibe

Giftig🐾

Taxus baccata · (Taxus baccata)

Eibengewächse (Taxaceae)

Beschreibung

Dunkelgrüne, nadelartige Blätter und leuchtend rote, becherförmige Samenmäntel unterscheiden die Europäische Eibe von anderen Nadelgehölzen; Nadeln, Samen und Rinde werden botanisch von August bis Oktober beschrieben, jedoch keinesfalls zur Selbstverwendung gesammelt. Die Pflanze enthält die herzwirksamen Alkaloide Taxin A und B sowie geringe Mengen Paclitaxel, 10-Deacetylbaccatin III und cyanogene Glykoside. Aus genau diesen Vorläufersubstanzen wird in spezialisierten Labors das Krebsmedikament Paclitaxel gewonnen, das ausschließlich unter onkologischer Aufsicht als Infusionstherapie eingesetzt wird; volkstümlich wurde die Eibe zudem mit Kreislauf und Nervensystem in Verbindung gebracht. Achtung: Mit Ausnahme des roten, süßlichen Fruchtfleisches ist die gesamte Pflanze hochgiftig und kann bereits in kleinen Mengen tödlich wirken. Symptome sind Schwindel, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand. Jede Selbstanwendung ist strikt zu unterlassen; Schwangere, Stillende, Kinder und Herzpatienten sind besonders gefährdet. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort den Notruf 112 wählen.

  • RohGanze PflanzeÄußerlichVolksmedizin

    Die Eibe gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen Europas und hat tiefe mythologische Bedeutung. Als immergrüner, jahrhundertealter Baum steht sie für Tod und Wiedergeburt. Typische Kirchhofspflanze in Großbritannien und Irland — Lichtung um alte Kirchen mit bis zu 4000 Jahre alten Exemplaren. Keine medizinische Anwendung; ethnobotanische Dokumentation.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [6] [8]

Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden

Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.

  • TinkturBlattInnerlichKlinische Studie

    Paclitaxel (Taxol), halbsynthetisch aus 10-Deacetylbaccatin III gewonnen (aus Nadeln von Taxus baccata und T. brevifolia), ist ein klinisch etabliertes Zytostatikum bei Ovarialkarzinom, Mammakarzinom und NSCLC. Die Reinsubstanz wird nicht aus der Pflanze angewendet — dieser Eintrag dokumentiert die pharmazeutische Herkunft des Wirkstoffs. Selbsttherapie mit Eibenpräparaten ist strikte kontraindiziert.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [1] [2]

  • TinkturBlattInnerlichVolksmedizin

    Homöopathische Zubereitungen aus Taxus baccata (Taxus Q-Potenzen) wurden im 19. Jahrhundert nach dem homöopathischen Arzneimittelbild bei Erkrankungen mit Blasen- und Nierenreizung sowie bei Gicht eingesetzt. Keine klinische Wirksamkeit belegt. Abzugrenzen von konventionellem Paclitaxel.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [5] [7]

  • RohFruchtInnerlichVolksmedizin

    Das rote Fruchtfleisch (Arillus) der Eibe ist der EINZIGE nicht-giftige Teil der Pflanze und wurde vereinzelt von Kindern verzehrt. WARNUNG: Samen im Inneren sind hochgiftig (Taxine). In der Volksmedizin des Mittelalters wurden kleinste Mengen Eibenbeeren bei Herzleiden eingesetzt — Praktik, die heute absolut kontraindiziert und gefährlich ist.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [3] [7]

  • RohBlattInnerlichVolksmedizin

    WARNUNG — HOCHGIFTIG. In historischen Berichten wurden Eibennadeln als Abortivum und zur Selbstvergiftung benutzt (antike Römer, keltische Krieger vor Gefangennahme). Letale Dosis für Erwachsene: ca. 50–100 g Nadeln. Taxin A und B hemmen Calcium- und Natriumkanäle des Herzens; Tod durch Herzstillstand. Kein therapeutischer Nutzen bei Selbstanwendung.

    Anleitung & Dosierung

    Quellen: [3] [4]

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