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Gemeiner Stechapfel
Giftig🐾Datura stramonium · (Datura stramonium)
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Beschreibung
Ihre stachelig-eiförmigen Fruchtkapseln, denen der Gemeine Stechapfel seinen Namen verdankt, öffnen sich im Spätsommer und geben zahlreiche schwarze Samen frei — botanisch gehört die Pflanze zu den Nachtschattengewächsen und wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Schuttplätzen. Alle Teile, besonders die Samen, enthalten Tropanalkaloide wie Atropin und Scopolamin in stark schwankender Konzentration. Historisch wurden Blätter äusserlich bei Nervenschmerzen und geraucht bei Atemwegsbeschwerden eingesetzt; die Kommission E hat die Droge jedoch negativ bewertet, da kein akzeptables Nutzen-Risiko-Verhältnis besteht. Der Gemeine Stechapfel gehört zu den gefährlichsten Wildpflanzen Europas: Bereits ein Bruchteil eines Gramms Pflanzenmaterial kann ein anticholinerges Vergiftungsbild mit Mundtrockenheit, weiten Pupillen, Halluzinationen und Krampfanfällen auslösen. Besonders Jugendliche, die einen Rausch suchen, erleiden immer wieder schwere, teils tödliche Vergiftungen. Von jeglicher Anwendung ist dringend abzuraten.
🌿 Verwechslungsgefahr — vor Wildsammlung lesen!
Häufige tödliche Vergiftungen bei Jugendlichen, die einen Rausch suchen.
Nur äußerlich anwenden!
Diese Pflanze darf NICHT innerlich eingenommen werden. Nur Umschläge, Salben, Bäder.
In der Schwangerschaft KONTRAINDIZIERT
Tropanalkaloide (Atropin, Scopolamin, Hyoscyamin) passieren die Plazentaschranke und können fetale Tachykardie, ZNS-Schäden und kongenitale Fehlbildungen verursachen. Jede Exposition in der Schwangerschaft ist streng kontraindiziert.
In der Stillzeit KONTRAINDIZIERT
Atropin und Scopolamin treten in die Muttermilch über und können beim Säugling anticholinerge Effekte (Tachykardie, Mundtrockenheit, Fieber, Sedierung) auslösen. Stillzeit: streng kontraindiziert.
Bei Kindern KONTRAINDIZIERT
Kinder reagieren extrem empfindlich auf Tropanalkaloide. Wenige Samen können tödlich sein. Häufiger Missbrauch durch Jugendliche („Daturismus") mit zahlreichen Todesfällen. Kein Einsatz bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren — auch nicht in homöopathischen Tiefpotenzen unter D6.
Kritische Wechselwirkungen mit:
Anticholinergika (Tiotropium, Ipratropium, Oxybutynin, Darifenacin, Scopolamin-Pflaster) · Anticholinergika (Tiotropium, Ipratropium, Oxybutynin, Darifenacin, Scopolamin-Pflaster)
Volksmedizinische externe Anwendung von Stechapfel-Blättern als Umschlag oder Auflage bei Neuralgien, Furunkeln, Abszessen und schmerzhaften Wunden. John Gerard (1597) berichtete, der Saft heile „alle Entzündungen, Verbrennungen und Verbrühungen". Anticholinerge Lokalwirkung; heute wegen Hautresorption und systemischer Toxizität ungeeignet.
Anleitung & Dosierung
Mittelalterliche Verwendung in „Hexensalben" (Flugsalben): Datura stramonium oder verwandte Arten (D. metel, D. inoxia) wurden mit Bilsenkraut, Tollkirsche und Alraune kombiniert. Resorption der Tropanalkaloide durch Schleimhäute löste anticholinerges Delir mit Flug-Halluzinationen aus. Rein historisches Kulturphänomen — heute wegen Toxizität strikt abzulehnen.
Anleitung & Dosierung
Nur historische Dokumentation — NICHT anwenden
Diese inneren Anwendungen sind historisch überliefert. Diese Pflanze ist hochgiftig — eine Selbstanwendung kann schwere Vergiftungen oder den Tod verursachen. Nur zur Dokumentation, ausdrücklich KEINE Handlungsempfehlung.
Historische Anwendung von Stechapfel-Blättern als Asthma-Zigaretten („Stramonium-Zigaretten") im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Nach dem Bericht des britischen Arztes James Anderson (1802) aus Indien wurde die Inhalation von brennenden Stramonium-Präparaten in die britische und amerikanische Pharmakopöe aufgenommen. Anticholinerge Bronchodilatation durch Atropin/Scopolamin als Wirkprinzip. Seit der Anerkennung von Asthma als allergische Entzündung und der Einführung von Ephedrin obsolet — heute wegen Toxizität und Halluzinogenität streng abgelehnt.
Anleitung & Dosierung
Historische pharmazeutische Verwendung von Stramonium-Extrakten in der frühen Parkinson-Therapie. Die anticholinerge Wirkung der Tropanalkaloide (Atropin, Scopolamin, Hyoscyamin) wurde zur Linderung von Tremor und Muskelrigidität eingesetzt — vor Einführung von L-Dopa Standard. Heute durch synthetische Anticholinergika (Biperiden, Trihexyphenidyl) ersetzt.
Anleitung & Dosierung
Ethnobotanische und schamanische Verwendung in präkolumbianischen Kulturen Amerikas (Aztec, Navajo, Cherokee, Luiseño, Algonquian) und in der indischen Tantra-Tradition. Stechapfel-Samen wurden in heiligen Zeremonien als Halluzinogen verwendet — Wirkung durch hohe Konzentration der Tropanalkaloide (≈ 0,1 mg Atropin pro Samen). Heute nicht für Rituale oder Konsum geeignet — häufige tödliche Vergiftungen bei Jugendlichen, die einen „Trip" suchen.
Anleitung & Dosierung
Homöopathische Verwendung von Datura stramonium (D6–C30) bei kindlichen Angstzuständen, Nachtschreck, Krampfanfällen mit Halluzinationen und Tollwut-Bildern (Hydrophobie). Reine homöopathische Verdünnungsstufen (ab C12) enthalten keine pharmakologisch wirksamen Alkaloidmengen. Verbreitet in der klassischen Homöopathie als Konstitutionsmittel.
Anleitung & Dosierung
⚠ Nur äußerlich anwenden
SEHR GIFTIG — GESAMTE PFLANZE, SAMEN BESONDERS GEFÄHRLICH. Datura stramonium enthält Tropanalkaloide (Atropin, Scopolamin, Hyoscyamin) in allen Pflanzenteilen. Samen können bis zu 2710 mg Atropin und 660 mg Scopolamin pro kg enthalten (≈ 0,1 mg Atropin pro Samen). Letale Erwachsenendosis: > 10 mg Atropin oder > 2–4 mg Scopolamin. Bereits ab 0,3 g Pflanzenmaterial schwere Vergiftungen möglich. Konzentration variiert um Faktor 20 zwischen einzelnen Pflanzen. Symptome anticholinerges Syndrom: Mundtrockenheit, Tachykardie, weite Pupillen (Mydriasis), Photophobie, Hautrötung, Hyperthermie, Harnverhalt, lebhafte Halluzinationen, Delir, bizarres Verhalten, Krampfanfälle, Koma — Vergiftungen können 24–48 h, in Einzelfällen bis 2 Wochen andauern. Kommission E hat die Droge negativ bewertet. Häufige tödliche Vergiftungen bei Jugendlichen, die einen Rausch suchen. Bei Verdacht: SOFORT Notruf (112) und Giftnotruf. Keine Selbstmedikation. Keine Laienanwendung.
Tropanalkaloide (Atropin, Scopolamin, Hyoscyamin) passieren die Plazentaschranke und können fetale Tachykardie, ZNS-Schäden und kongenitale Fehlbildungen verursachen. Jede Exposition in der Schwangerschaft ist streng kontraindiziert.
Atropin und Scopolamin treten in die Muttermilch über und können beim Säugling anticholinerge Effekte (Tachykardie, Mundtrockenheit, Fieber, Sedierung) auslösen. Stillzeit: streng kontraindiziert.
Kinder reagieren extrem empfindlich auf Tropanalkaloide. Wenige Samen können tödlich sein. Häufiger Missbrauch durch Jugendliche („Daturismus") mit zahlreichen Todesfällen. Kein Einsatz bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren — auch nicht in homöopathischen Tiefpotenzen unter D6.
Wechselwirkungen
Anticholinergika (Tiotropium, Ipratropium, Oxybutynin, Darifenacin, Scopolamin-Pflaster)
Additive anticholinerge Wirkung: verstärkte Mundtrockenheit, Harnretention, Tachykardie, kognitive Beeinträchtigungen bis hin zum zentralen anticholinergen Syndrom mit Delir und Krampfanfällen.
Trizyklische Antidepressiva (Amitriptylin, Imipramin, Clomipramin)
Trizyklika besitzen inhärente anticholinerge Eigenschaften; Kombination mit Datura-Alkaloiden potenziert anticholinerge Nebenwirkungen erheblich.
MAO-Hemmer (Phenelzin, Tranylcypromin, Moclobemid, Selegilin)
MAO-Hemmer können den Abbau von Tropanalkaloiden vermindern und deren Toxizität verstärken; zentralnervöse Exzitation mit Halluzinationen und hypertensiver Krise möglich.
Antihistaminika der 1. Generation (Diphenhydramin, Promethazin, Hydroxyzin)
H1-Antihistaminika der ersten Generation haben anticholinerge Eigenschaften; additive Effekte bei Kombination mit Datura-Alkaloiden — Risiko für Sedation, Verwirrtheit, Sturzgefahr.
Neuroleptika mit anticholinerger Komponente (Clozapin, Olanzapin, Chlorpromazin)
Anticholinerge Eigenwirkung der Neuroleptika summiert sich mit Tropanalkaloiden; Risiko für Hyperthermie, Ileus, kognitive Verschlechterung.
Anticholinergika (Tiotropium, Ipratropium, Oxybutynin, Darifenacin, Scopolamin-Pflaster)
Additive anticholinerge Wirkung: verstärkte Mundtrockenheit, Harnretention, Tachykardie, kognitive Beeinträchtigungen bis hin zum zentralen anticholinergen Syndrom mit Delir und Krampfanfällen.
Trizyklische Antidepressiva (Amitriptylin, Imipramin, Clomipramin)
Trizyklika besitzen inhärente anticholinerge Eigenschaften; Kombination mit Datura-Alkaloiden potenziert anticholinerge Nebenwirkungen erheblich.
MAO-Hemmer (Phenelzin, Tranylcypromin, Moclobemid, Selegilin)
MAO-Hemmer können den Abbau von Tropanalkaloiden vermindern und deren Toxizität verstärken; zentralnervöse Exzitation mit Halluzinationen und hypertensiver Krise möglich.
Antihistaminika der 1. Generation (Diphenhydramin, Promethazin, Hydroxyzin)
H1-Antihistaminika der ersten Generation haben anticholinerge Eigenschaften; additive Effekte bei Kombination mit Datura-Alkaloiden — Risiko für Sedation, Verwirrtheit, Sturzgefahr.
Neuroleptika mit anticholinerger Komponente (Clozapin, Olanzapin, Chlorpromazin)
Anticholinerge Eigenwirkung der Neuroleptika summiert sich mit Tropanalkaloiden; Risiko für Hyperthermie, Ileus, kognitive Verschlechterung.
Kontraindikationen
- Engwinkelglaukom — Atropin/Scopolamin erhöhen den Augeninnendruck gefährlich
- Benigne Prostatahyperplasie mit Miktionsstörungen — anticholinerge Harnretention
- Tachyarrhythmien und Vorhofflimmern — Tropanalkaloide erhöhen die Herzfrequenz weiter
- Mechanischer Ileus, Megakolon, Pylorusstenose — Darmparalyse durch Anticholinergika
- Myasthenia gravis — Antagonisierung der neuromuskulären Übertragung
- Demenz und kognitive Vorschädigung — Risiko für zentrales anticholinerges Syndrom
- Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder und Jugendliche (siehe oben)
- Engwinkelglaukom — Atropin/Scopolamin erhöhen den Augeninnendruck gefährlich
- Benigne Prostatahyperplasie mit Miktionsstörungen — anticholinerge Harnretention
- Tachyarrhythmien und Vorhofflimmern — Tropanalkaloide erhöhen die Herzfrequenz weiter
- Mechanischer Ileus, Megakolon, Pylorusstenose — Darmparalyse durch Anticholinergika
- Myasthenia gravis — Antagonisierung der neuromuskulären Übertragung
- Demenz und kognitive Vorschädigung — Risiko für zentrales anticholinerges Syndrom
- Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder und Jugendliche (siehe oben)
Erntet wird: ganze Pflanze, besonders Samen
- Tageszeit:
- Morgenstunden nach Tautrocknung zur Blütezeit — höchster Alkaloidgehalt vor der Fruchtreife
- Trocknung:
- Rasch bei 40–50 °C im Schatten trocknen; langsames Trocknen fördert Racemisierung von Hyoscyamin zu Atropin. SCHUTZHANDSCHUHE PFLICHT — Tropanalkaloide werden über die Haut resorbiert. Ernte ausschliesslich durch ausgebildete Botaniker oder Apotheker.
- Tageszeit:
- Tagsüber bei reifenden Stachelkapseln — Kapseln kurz vor dem Aufplatzen ernten
- Trocknung:
- Kapseln bei 35–45 °C trocknen; Samen enthalten bis 2710 mg Atropin und 660 mg Scopolamin pro kg. AUSSCHLIESSLICH für pharmazeutische Weiterverarbeitung — keine Laienanwendung, häufige tödliche Vergiftungen.
- Tageszeit:
- Morgenstunden nach Tautrocknung zur Blütezeit — höchster Alkaloidgehalt vor der Fruchtreife
- Trocknung:
- Rasch bei 40–50 °C im Schatten trocknen; langsames Trocknen fördert Racemisierung von Hyoscyamin zu Atropin. SCHUTZHANDSCHUHE PFLICHT — Tropanalkaloide werden über die Haut resorbiert. Ernte ausschliesslich durch ausgebildete Botaniker oder Apotheker.
- Tageszeit:
- Tagsüber bei reifenden Stachelkapseln — Kapseln kurz vor dem Aufplatzen ernten
- Trocknung:
- Kapseln bei 35–45 °C trocknen; Samen enthalten bis 2710 mg Atropin und 660 mg Scopolamin pro kg. AUSSCHLIESSLICH für pharmazeutische Weiterverarbeitung — keine Laienanwendung, häufige tödliche Vergiftungen.
- Atropine (dl-Hyoscyamine)AlkaloidAnteil: 0.1-0.5 % (Samen bis 0,27 %)
Hauptalkaloid von Datura stramonium; racemisches Gemisch aus l- und d-Hyoscyamin (entsteht durch Racemisierung bei Trocknung); kompetitiver Antagonist an muscarinischen Acetylcholinrezeptoren (M1–M5); mydriastisch, antispasmodisch, antisekretorisch. Konzentration variiert um Faktor 20 zwischen Einzelpflanzen.
- Scopolamine (Hyoscine)AlkaloidAnteil: 0.05-0.3 % (Samen bis 0,066 %)
Epoxyd-Derivat des Tropans; stärker sedierend und halluzinogen als Atropin; überwindet die Blut-Hirn-Schranke effizient; antiemetisch wirksam. In jungen Pflanzen Verhältnis Scopolamin:Atropin ≈ 3:1, nach der Blüte kehrt sich das Verhältnis um.
- l-HyoscyamineAlkaloidAnteil: 0.1-0.4 %
Biologisch aktives Enantiomer; in frischer Pflanze dominierend vor Atropin (dem Racemat); etwa 2× potenter als Atropin am M-Rezeptor; racemisiert bei Trocknung und Extraktion teilweise zu Atropin.
- Apoatropine (Atropamine)AlkaloidAnteil: < 0.05 % (Stängel, Blätter)
Dehydrierungsprodukt des Atropins; schwächere anticholinerge Aktivität; entsteht hauptsächlich bei Erhitzung oder Lagerung des Rohmaterials.
- MeteloidineAlkaloidAnteil: Spuren
Tropanalkaloid mit drei Hydroxylgruppen; charakteristisch für mehrere Datura-Arten; pharmakologische Bedeutung gering, taxonomischer Marker.
- TropineAlkaloidAnteil: Spuren (Blüten, Samen)
Aminoalkohol-Grundstruktur der Tropanalkaloide; selbst kaum pharmakologisch wirksam; Biosynthesevorstufe von Hyoscyamin.
- MethylecgonineAlkaloidAnteil: Spuren (Wurzel)
Geringfügiges Begleitalkaloid, verwandt mit Cocain-Biosyntheseintermediaten; in Wurzelextrakten von D. stramonium identifiziert; ohne praktische Bedeutung.
- Flavonoide (Quercetin- und Kaempferol-Glykoside)FlavonoidAnteil: nicht quantifiziert
Antioxidative Begleitsubstanzen; ohne primäre Rolle in der Toxikologie; beitragend zu Radikalfangaktivität pflanzlicher Extrakte.
- Withanolide (Steroidlactone)SonstigeAnteil: Spuren
Steroidlactone der Withanolid-Reihe; in Datura-Arten nachgewiesen; immunmodulatorische und zytotoxische Wirkungen in Zellkulturen; keine praktische therapeutische Relevanz.
- Atropine (dl-Hyoscyamine)AlkaloidAnteil: 0.1-0.5 % (Samen bis 0,27 %)
Hauptalkaloid von Datura stramonium; racemisches Gemisch aus l- und d-Hyoscyamin (entsteht durch Racemisierung bei Trocknung); kompetitiver Antagonist an muscarinischen Acetylcholinrezeptoren (M1–M5); mydriastisch, antispasmodisch, antisekretorisch. Konzentration variiert um Faktor 20 zwischen Einzelpflanzen.
- Scopolamine (Hyoscine)AlkaloidAnteil: 0.05-0.3 % (Samen bis 0,066 %)
Epoxyd-Derivat des Tropans; stärker sedierend und halluzinogen als Atropin; überwindet die Blut-Hirn-Schranke effizient; antiemetisch wirksam. In jungen Pflanzen Verhältnis Scopolamin:Atropin ≈ 3:1, nach der Blüte kehrt sich das Verhältnis um.
- l-HyoscyamineAlkaloidAnteil: 0.1-0.4 %
Biologisch aktives Enantiomer; in frischer Pflanze dominierend vor Atropin (dem Racemat); etwa 2× potenter als Atropin am M-Rezeptor; racemisiert bei Trocknung und Extraktion teilweise zu Atropin.
- Apoatropine (Atropamine)AlkaloidAnteil: < 0.05 % (Stängel, Blätter)
Dehydrierungsprodukt des Atropins; schwächere anticholinerge Aktivität; entsteht hauptsächlich bei Erhitzung oder Lagerung des Rohmaterials.
- MeteloidineAlkaloidAnteil: Spuren
Tropanalkaloid mit drei Hydroxylgruppen; charakteristisch für mehrere Datura-Arten; pharmakologische Bedeutung gering, taxonomischer Marker.
- TropineAlkaloidAnteil: Spuren (Blüten, Samen)
Aminoalkohol-Grundstruktur der Tropanalkaloide; selbst kaum pharmakologisch wirksam; Biosynthesevorstufe von Hyoscyamin.
- MethylecgonineAlkaloidAnteil: Spuren (Wurzel)
Geringfügiges Begleitalkaloid, verwandt mit Cocain-Biosyntheseintermediaten; in Wurzelextrakten von D. stramonium identifiziert; ohne praktische Bedeutung.
- Flavonoide (Quercetin- und Kaempferol-Glykoside)FlavonoidAnteil: nicht quantifiziert
Antioxidative Begleitsubstanzen; ohne primäre Rolle in der Toxikologie; beitragend zu Radikalfangaktivität pflanzlicher Extrakte.
- Withanolide (Steroidlactone)SonstigeAnteil: Spuren
Steroidlactone der Withanolid-Reihe; in Datura-Arten nachgewiesen; immunmodulatorische und zytotoxische Wirkungen in Zellkulturen; keine praktische therapeutische Relevanz.
- [4]MonographieTropane alkaloids (hyoscyamine, scopolamine and atropine) from genus Datura: extractions, contents, syntheses and effects(abgerufen: 2026-05-26)
- [5]MonographiePhytochemistry, Pharmacology, and Toxicology of Datura Species — A Review(abgerufen: 2026-05-26)
- [6]MonographiePharmacological properties of Datura stramonium L. as a potential medicinal tree: An overview(abgerufen: 2026-05-26)
- [7]MonographieCliniTox Giftpflanzen — Datura stramonium L.: sehr stark giftig +++ (Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Universität Zürich)(abgerufen: 2026-08-10)
- [3]BuchPlants for a Future — Datura stramonium(abgerufen: 2026-05-26)
- [1]WikipediaDatura stramonium — Wikipedia (EN)(abgerufen: 2026-05-26)
- [2]WikidataDatura stramonium — Wikidata Q156057(abgerufen: 2026-05-26)