Donum ∞ Dei
Historische kolorierte Kupferstich-Tafel des Mönchspfeffers mit Zweig, handförmigen Blättern, blauvioletten Blütenähren und Früchten

© Nouveau Duhamel / Traité des arbres (figures nach P.-J. Redouté & P. Bessa, 1801); NYPL-Scan · Public domain · Commons

Mönchspfeffer

Vorsicht

Chaste tree · (Vitex agnus-castus)

Lippenblütler (Lamiaceae)

Beschreibung

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus), auch Keuschlamm genannt, ist ein sommergrüner, aromatisch duftender Strauch des Mittelmeerraums und Westasiens, der 1–5 m hoch wird und gern an Flussufern wächst. Die handförmig geteilten Blätter und langen, schlanken Ruten erinnern an Weide und Hanf. Von Sommer bis Herbst bildet er endständige, ährige Rispen kleiner blauvioletter Blüten. Aus ihnen reifen pfefferkorngroße, rötlich-schwarze Steinfrüchte mit scharf-pfeffrigem Geschmack — die arzneilich verwendete Droge (Agni casti fructus). Botanisch gehört die Gattung heute zu den Lippenblütlern (früher Eisenkrautgewächse).

  • TinkturFruchtInnerlichEMA gut belegt

    Standardisierter Extrakt beim prämenstruellen Syndrom (well-established use) — nur nach ärztlicher Rücksprache.

    Anleitung & Dosierung

    STANDARDISIERTER TROCKENEXTRAKT (klinisch belegt): Mönchspfeffer wirkt nicht als Tee, sondern als standardisierter Trockenextrakt. Für die Behandlung des prämenstruellen Syndroms ist nur ein bestimmter Extrakt belegt: Trockenextrakt DER 6–12:1 (Ethanol 60 % m/m), einmal täglich 20 mg, als zugelassenes Fertigarzneimittel. Für einen optimalen Effekt wird die fortgesetzte Anwendung über drei Monate empfohlen; bleiben die Beschwerden danach bestehen, einen Arzt aufsuchen. Traditionell außerdem als Pulver (2 × 400 mg/Tag) oder Tinktur (1:5, Ethanol 68–70 %, 165 mg/Tag). Wegen der hormonellen Wirkung Dosierung und Anwendung mit dem Arzt abstimmen.

    Altersbeschränkung: ≥ 18 Jahre — Nur für erwachsene Frauen — nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

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Klassische Zitate

"Keusch heißt der Strauch, weil ihn die Frauen an den Thesmophorien, den alljährlichen Festen zu Ehren der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter, als Lager benutzten, um ihre Keuschheit zu bewahren."

— Pedanios Dioskurides, 70 De materia medica · Liber I (agnos/lygos)

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